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EC Bad Nauheim zurück in der Erfolgsspur

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Von: Christoph Sommerfeld

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Der EC Bad Nauheim um Tomas Schmitt, Jerry Pollastrone, Stefan Reiter und Tristan Keck kann zwei Punkte im Allgäu bejubeln. © Red

Der EC Bad Nauheim kann doch in Kaufbeuren gewinnen. 5:4 hieß es am Donnerstag nach Verlängerung bei den Jokern. Das entscheidende Tor war eine kanadische Co-Produktion.

(cso). Elf Sekunden waren in der Verlängerung gespielt, als das Traumduo des EC Bad Nauheim wieder mal zuschlug. Tristan Keck und Taylor Vause waren zuletzt ein wenig abgetaucht. In der DEL 2-Partie beim ESV Kaufbeuren am Donnerstag waren die beiden kanadischen Exportschlager aber die Sieggaranten für die Wetterauer, die sich mit 5:4 (2:1; 0:3; 2:0 / 0:1) nach Verlängerung durchsetzten. Keck eroberte nach dem Bully die Scheibe und flitzte am linken Flügel los. Seinen Schuss konnte ESV-Goalie Stefan Vajs nur prallen lassen. Vause staubte ab. »Ich bin froh, dass wir den Fluch in Kaufbeuren besiegt haben«, sagte Trainer Harry Lange. Seit der Einweihung der Schwaben-Arena 2017 hatte sein Team noch nie dort gewonnen.

Für die Nauheimer ging es gut los. Leon Köhler klaute Vierte-Reihe-Verteidiger Paul Mayer die Scheibe und stand plötzlich alleine vor ESV-Goalei Vajs. Ziemlich abgezockt lochte der EC-Akteur zur Gästeführung ein (3.). Kurz darauf saß Leon Köhler auf der Strafbank. Doch die Hausherren zeigten sich im folgenden Powerplay - sowie bereits im ersten - eher ungefährlich. Dennoch nutzte wenig später Kaufbeurens Top-Scorer John Lammers (10.) die Möglichkeit zum Ausgleich. Er profitierte von einem Fehler von Rückkehrer Robin van Calster, der den Puck eigentlich hätte klären können. Der Förderlizenzler des EC verkantete aber mit den Schuhen im Eis. Über Tyler Spurgeon kam die Scheibe zu Lammers, der keine Mühe mehr hatte. Und die Gastgeber legten nach. Mit einem feinen Rückhand-Pass leitete Sami Blomqvist das 2:1 (14.) ein. Torschütze Markus Lillich musste nur noch die Kelle hinhalten.

Das zweite Viertel sollte dann Bad Nauheim dominieren. Nach einem guten Safe von Vajs gegen Jordan Hickmott war es Christoph Körner, der vom linken Flügel sehenswert traf (25.) und den Ausgleich herstellte. Im ersten Nauheimer Powerplay erhöhte sodann Stefan Reiter auf 4:2 (30.). Er schloss einen Drei-gegen-zwei-Konter ab, nachdem auf der Gegenseite Tobias Echtler beinahe erfolgreich gewesen wäre. Noch in derselben Minute entschärfte Bick die Chance von Lammers, der alleine auf ihn zugelaufen war. Was folgte, war der Auftritt von Hickmott und Jerry Pollastrone, beide in der ersten Reihe aufgeboten. Pollastrone zeichnete für den Assist verantwortlich, Hickmott nagelte den Puck aus der Mitteldistanz zum 4:2 ins Netz (35.). Den Gastgebern gelang wenig. Am Drittelende blieb auch ihr drittes Powerplay ungenutzt.

Nach dem Wechsel ergab sich ein anderes Bild. Die Kaufbeurer waren nun das aktivere Team. Johannes Krauß eroberte im Nauheimer Drittel den Puck und lieferte die Vorlage für Joseph Lewis (43.) - 3:4. In der Folge bettelten die Gäste förmlich um den Ausgleich. Bick und Tomas Schmidt retteten zunächst gegen Spurgeon und Lammers (45.). Dann setzte Alex Thiel zum Solo an (47.). Mit Ansage kam das 4:4 (49.): EC-Akteur Tobias Wörle verlor die Scheibe an Sören Sturm, der Lewis bediente. Dieser überwand Bick mit einem feinen Schuss. In der Verlängerung schlug dann die Stunde des kanadischen Sturmduos.

ESV Kaufbeuren: Vajs - van der Linde, Schütz, Pavlu, Thiel, Echtler, Sturm, Mayer - Lillich, Gracel, Blomqvist, Ph. Krauß, Lammers, Spurgeon, Oswald, Lewis, Voit, Jo. Krauß, Hops.

EC Bad Nauheim: Bick - Sekesi, Stephan, Tomas Schmidt, Kevin Schmidt, Dobryskin, Seifert, Pollastrone, Hickmott, Reiter, Vause, Keck, Körner, Wörle, van Calster, Mick Köhler, Herrmann, El-Sayed, Mick Köhler.

Steno / SR: Haupt/Lajoie. - Tore: 0:1 (3.) Köhler (El-Sayed), 1:1 (10.) Lammers (Spurgeon, Ph. Krauß), 2:1 (14.) Lillich (Blomqvist, Gracel), 2:2 (25.) Körner (K. Schmidt, Keck), 2:3 (30.) Reiter (Wörle / PP), 2:4 (35.) Hickmott (Pollastrone), 3:4 (43.) Lewis (Jo. Krauß), 4:4 (49.) Lewis (Sturm), 4:5 (61.) Vause (Keck). - Strafen: 4:6 Minuten. - Zuschauer: keine.

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