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EC Bad Nauheim: Zwei Punkte nach dreimaligem Rückstand

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Von: Michael Nickolaus

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Zweifacher Torschütze für die Roten Teufekl: Tim Coffman (rechts) ist hier von Nikita Naumann nicht zu stoppen. © Red

Der EC Bad Nauheim gewinnt in Selb mit 5:4 nach Verlängerung. Dreimal haben die Roten Teufel einen Rückstand ausgeglichen.

Ausgleich in Minute 59. Siegtor in der Verlängerung. Der EC Bad Nauheim hat am Freitagabend in Selb ein tolles Comeback hingelegt und zwei Punkte entführt. Die Roten Teufel gewannen mit 5:4 (1:2, 1:1, 2:1/1:0) nach Verlängerung. Vor 1207 Zuschauern in der Netsch-Arena - darunter etwa 50 Fans aus der Wetterau - konnten die Hessen dreimal einen Rückstand ausgleichen und in der Overtime erstmals und zugleich abschließend die Führung übernehmen. Jordan Hickmott erzielte das Siegtor für den Eishockey-Zweitligisten aus der Kurstadt. Zuvor hatten Tim Coffman (2), Jerry Pollastrone und Kevin Schmidt für Bad Nauheim getroffen. Die Gäste - mit klarem Übergewicht - hatten sich durch vier Geschenke, die zu Gegentoren geführt hatten, um den dritten »Dreier« in Serie gebracht.

»Ich wusste, dass es schwer wird. Aber ich hatte nicht erwartet, dass wir uns selbst richtig weh tun werden«, sagte Trainer Harry Lange. Sergej Wassmiller bilanzierte für die Porzellanstädter: »Die Niederlage ist bitter. Wir haben im letzten Abschnitt zu offen mit zu viel Risiko und zu wenig Cleverness gespielt.«

Bad Nauheim hatte mehr vom temporeichen Eröffnungsabschnitt. Da ließ die Reihe um Taylor Vause den Gastgebern in deren Zone keine Luft zum strukturierten Aufbau, da zeigte sich die nominell vierte Linie um Fabian Herrmann immer wieder als unbequem zu spielen, da wurden gleich mal zwölf Torschüsse für Bad Nauheim erfasst. Doch: Selb, das wenig für die Offensive tun konnte, nutzte zwei Fehler der Roten Teufel eiskalt aus. Vor dem Führungstreffer durch Michael Schaaf hatte sich Philipp Wachter hinter dem eigenen Tor die Scheibe abluchsen lassen (2.), beim zweiten Tor der Wölfe hatte Kevin Schmidt den Puck nicht mit einem klaren Pass über die blaue Linie gebracht, und Nikita Naumann erhöhte, nachdem Felix Bick den ersten Schuss noch pariert hatte. Dazwischen lag der Ausgleich durch Jerry Pollastrone, der nach cleverem Pass Michael Bitzer im Wölfe-Kasten hatte tunneln können.

Ausgeglichener verlief der zweite Abschnitt, in dem die Hausherren ein weiteres Geschenk annahmen. Ein Schmidt-Pass leitete in der neutralen Zone einen Turn-over ein, und Brett Thompson bedankte sich mit dem Treffer zum 3:1, das den Spielverlauf nicht widergab. Bad Nauheim hatte just zuvor im Powerplay den möglichen Ausgleich verpasst. Den Anschluss erzielte Tim Coffman. Aus der Drehung tunnelte auch er Bitzer nach klugem Zuspiel von Tobias Wörle (35.).

Coffman zeichnete in der 48. Minute auch für den verdienten Ausgleich verantwortlich; mit einer Einzelaktion,. Auf der linken Seite ließ der US-Amerikaner zwei Gegenspieler stehen, zog in die Mitte und überwand Bitzer. Allerdings: Im Drängen auf die Entscheidung hatten die Gäste später Daniel Schwamberger aus den Augen verloren, der Selb erneut in Führung brachte (55.). Bad Nauheim vergab im Anschluss das zweite Powerplay des Abends (57.), kam durch Schmidt, der nach einem geblockten Schuss am schnellsten reagierte, doch noch zum Ausgleich (59.).

Bad Nauheim diktierte die Verlängerung und kam zum Siegtor, als eine Strafe gegen die Gastgeber angezeigt war.

Selber Wölfe: Bitzer - Trska, Deeg, Lavallee, Gimmel, Silbermann, Schaaf - Miglio, Thompson, McNeill, Schwamberger, Gelke, Vantuch, Naumann, Kruminsch, Hammerbauer, Noack, Klughardt, Hlozak.

EC Bad Nauheim. Bick - Schmidt, Erk, Sekesi, Köhler, Wachter, Seifert - Wörle, Coffman, Hickmott, Körner, Vause, Pollastrone, van Calster, El-Sayed, Cerny, Pauli, Herrmann, Bartuli, Steck.

Im Stenogramm / Tore: 1:0 (2.) Schaaf (Gelke, Vantuch), 1:1 (5.) Pollastrone (Vause, Körner), 2:1 (18.) Naumann (Hammerbauer, Kruminsch), 3:1 (31.) Thompson (Miglio, 3:2 (35.) Coffman (Wörle, Schmidt), 3:3 (48.) Coffman, 4:3 (55.) Schwamberger (Gelke, Vantuch), 4:4 (59.) Schmidt (Köhler), 4:5 (63.) Hickmott (Schmidt, Wörle). - SR: Kannengießer/Harrer. - Strafen: Selb 6, Nauheim 4. - Z.: 1207.

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