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Zwischen Halbfinale und Saison-Aus: So geht der EC Bad Nauheim in Playoff-Spiel 5

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Von: Michael Nickolaus

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Nachteil Bad Nauheim: Marc El-Sayed (rechts) und die Roten Teufel verlieren rund zwei Drittel ihrer Anspiele in der Playoff-Serie mit den Kassel Huskies. Links: Mitch Wahl. © Andreas Chuc

Der EC Bad Nauheim hat schon jetzt den größten Erfolg seit 2004 erreicht; ein drittes Heimspiel im Playoff-Viertelfinale der zweiten Eishockey-Liga. Und die Geschichte kann fortgeschrieben werden.

Bad Nauheim – Die Best-of-seven-Serie ist zu einer Best-of-three-Serie geworden. Bad Nauheim und Kassel fehlen beim Stand von 2:2 im Playoff-Viertelfinale jeweils noch zwei Siege zum Weiterkommen. Am Freitagabend (19.30 Uhr) wird die Serie in Kassel fortgesetzt, am Sonntag (19 Uhr) kann im Colonel-Knight-Stadion eine Entscheidung fallen. Bis zum Donnerstagmittag waren bereits 2500 Tickets (überwiegend Sitzplätze) verkauft. Spätestens nach einem möglichen Spiel sieben am kommenden Dienstag steht fest, wer zwei Tage später in das Halbfinale startet, und für wen die Saison beendet ist. Als Gegner in der Runde der letzten Vier warten Frankfurt oder Ravensburg. Abhängig ist dies vom Ausgang der Serie zwischen Dresden und Heilbronn (1:3).

»Wir sind sehr froh über den Ausgleich in der Serie. Wenn wir unsere Ziele erreichen wollen, dann müssen wir aber besser spielen als am Dienstag«, sagt Harry Lange, der Trainer des EC Bad Nauheim. Der Offensiv-Rausch mit sieben eigenen Treffern - darunter ein Hattrick des ingesamt vierfachen Torschützen Taylor Vause binnen fünf Minuten - hatte defensive Defizite kaschiert. »Ich glaube, so viele Fehler wie am Dienstag hatten wir in den gesamten drei Spielen zuvor nicht«, sagt Marc El-Sayed, der Kapitän der Roten Teufel, selbstkritisch. Um in Kassel erneut zu gewinnen, müsse man auf dem Level der Duelle eins und drei agieren. »Wenn wir unsere beste Leistung abrufen, dann können wir gewinnen. Und dann muss auch Kassel seine beste Leistung, um dies zu verhindern«, sagt der 30-Jährige.

Playoff-Viertelfinale gegen Kassel Huskies: Momentum liegt beim EC Bad Nauheim

Physisch - das haben die vier Spiele binnen sieben Tagen gezeigt - können die Roten Teufel mithalten, spätestens seit Dienstag dürfte auch Jerry Kuhn als Torwart der Huskies seinen Schrecken verloren haben. Dass Bad Nauheim als erste Mannschaft in der Serie einen Zwei-Tore-Rückstand gedreht und damit ausgeglichen hat, gibt den Roten Teufeln das Momentum.

»Es ist ein Heimspiel. Wir können mit breiter Brust auftreten«, sagt Manuel Klinge, der Sportdirektor der Kassel Huskies. Dass die Nordhessen nach den zwei Niederlagen in Schieflage geraten, glaubt er nicht. »Die Serie ist so eng, wie es erwartet wurde. Es sind umkämpfte Spiele, es gibt keine klare Dominanz. Wir haben aber in jeder Partie gezeigt, dass wir auf hohem Niveau spielen und auch gewinnen können.« Um am Freitag wieder in Führung zu gehen, müssen die Huskies ihre individuellen Fehler abstellen. Diese hatten ihnen am Dienstag sprichwörtlich das Genick gebrochen. »So eine Serie wird von dem Team gewonnen, das weniger Fehler macht«, sagt Klinge.

In Bad Nauheim hatte Harry Lange seiner Mannschaft einen trainingsfreien Mittwoch eingeräumt, am Donnerstag stand die Mannschaft eine gute Stunde lang auf dem Eis. Mit dabei: Stefan Reiter. Der Stürmer hatte sich kurz vor Ende des Dienstag-Spiels in einen Schlagschuss von Oliver Granz geworfen, war am Hals getroffen worden und musste in die Kabine geführt werden. Ebenfalls wieder mit auf dem Eis: Leo Hafenrichter. Der junge Verteidiger hatte in den Playoffs krankheitsbedingt bislang noch nicht zur Verfügung gestanden. (Michael Nickolaus)

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