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Die Macher der Fußball-Abteilung der SG Rodheim: Unser Bild zeigt (von links) Assistenz-Trainer Kaan Mutlu, Spielausschussmitglied Mirko Likar, Abteilungsleiter Uwe Wies, Trainer Ümit Karpuz und Spielausschussmitglied Thomas Behrendt.

Fussball

SG Rodheim: Ein Paukenschlag-Comeback

  • Michael Nickolaus
    VonMichael Nickolaus
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Tolles Comeback im Senioren-Spielbetrieb! Die SG Rodheim für die Fußball-Kreisliga C mit Maximalpunktzahl an. - Die Hintergründe der Erfolgsstory:

15 Spiele, 15 Siege, 45 Punkte. Mehr geht nicht! Die SG Rodheim führt die Tabelle der Kreisliga C, Gruppe 2 zur Winterpause an. In der vergangenen Saison hatte der Senioren-Spielbetrieb an der Sportallee noch gänzlich geruht. Uwe Wies, der Abteilungsleiter, spricht vom »Glücksfall Ümit Karpuz«. Der 36-Jährige, zuletzt in der Kreisoberliga am Ball, hatte - in Rodheim lebend - die Renaissance angeregt und schließlich auch vorangetrieben. »Der Trainer ist top, die Mannschaft hat Qualität und ist motiviert. So macht’s Spaß«, sagt Wies.

Rückblende: Im August 2020 hatte die SG Rodheim ihre Senioren-Mannschaft aus dem Spielbetrieb zurückgezogen. Das war bereits der zweite Rückzug binnen eines Jahres. Wie schon im Sommer 2019 hatte der Klub die zahlreichen Abgänge personell nicht kompensieren können. Statt in der Kreisoberliga war zunächst noch eine Saison mit den verbliebenen Spielern in der C-Klasse überbrückt worden. Für eine weitere Spielzeit in der untersten Klasse fehlten aber die Spieler.

Inzwischen kann Karpuz, der von Kaan Mutlu unterstützt wird, im Schnitt 18 bis 20 Spieler im Training begrüßen. »Ümit hat eine klare Linie, bringt Strategie und Struktur ein und lässt selbst in der C-Liga Spielzüge einstudieren und positionsbezogen trainieren. Diese Zielstrebigkeit kommt gut an«, sagt Wies.

In der Abteilungsführung, der neben Wies noch Mirko Licar, Thomas Behrendt (beide Spielausschuss) sowie Kassierer Ibo Lingenau federführend angehören, sei man sich einem gewissen Risiko im Sommer durchaus bewusst gewesen. Schließlich war nur eine Handvoll SGR-Kicker aus der Saison 19/20 übrig geblieben, inzwischen erhalte man auch wieder externe Anfragen.

Von 18 bis 44 Jahren reicht inzwischen die Altersspanne im Kader. Adriano Russi, der Kapitän, ist der älteste im Kader, lenkt als »Zehner« das Offensivspiel und hat schon elf Treffer erzielt. Mit zwölf Toren intern führend ist Elias Yamini, der aus der Kreisoberliga-Mannschaft von Türk Gücü Friedberg gekommen war. Als zuverlässiger Torjäger zeigt sich auch Eyüp Konac (zehn Tore, zuvor FC Inter Reichelsheim). Ebenso ist Luca Karwisch nicht mehr wegzudenken. Defensiv hat Constantin Ruoss den größten Entwicklungsschritt gemacht, spielt solide und zuverlässig.

In sieben von 15 Partien hat die SG Rodheim zu Null gespielt, nie mehr als zwei Gegentore bekommen. Demgegenüber steht mit einem 10:0-Erfolg gegen die KSG 1920 Groß-Karben II der höchste Saisonsieg. Im Klassement der sieben Erst- und neun Reserve-Mannschaften können nur der VfR Ilbenstadt (drei Zähler Rückstand) und der FC Inter Reichelsheim (sechs Punkte zurück) mithalten. Zum Rang-Vierten, der KSG Bönstadt, hat die SGR ein 15-Punkte-Polster.

Die sportliche Pause 20/21 habe gut getan, sagt Wies rückblickend. Nun, in der Vorbereitung 21/22, habe man schon sehr früh erkennen können, dass der Kader das Potenzial habe, ganz vorne mitzuspielen. »Dennoch muss man auch in der C-Liga die Spannung hochhalten und Stabilität reinbringen.« Das ist Karpuz gelungen. Auf dem Weg in die Kreisliga B kann sich die SG Rodheim wohl nur noch selbst im Weg stehen. Rund 50 bis 60 »Fans« seien zu den Heimspielen regelmäßig zu begrüßen. Auch im Hauptverein werde die Entwicklung der Senioren-Fußballer mit Freude verfolgt, heißt es. Zehn Jahre lang hatten sich die Grün-Weißen im sportlichen Zick-Zack zwischen der Kreisoberliga und den Kreisligen bewegt, nun hofft man auf eine gewisse Konstanz in der Entwicklung, ist - so Wies - »überzeugt, dass wir auch in der B-Liga eine gute Rolle spielen können.«

Dieser Artikel stammt aus der Wetterauer Zeitung.

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