1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Ein 4:0-Sieg für den Kopf

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Christoph Sommerfeld

Kommentare

(lab/cso/ace). Die beiden heimischen Fußball-Hessenligisten setzten am Wochenende in der Fremde ihre vorbereitenden Tests fort. Während Trainer Amir Mustafic mit der Leistung seines FV Bad Vilbel beim 2:2 in Aschaffenburg zeitweise recht zufrieden war, sah sein Kollege Carsten Weber aufseiten von Türk Gücü Friedberg eine 1:2-Niederlage der Kreisstädter bei Rot-Weiß Darmstadt.

Gruppenligist Türkischer SV Bad Nauheim hat unterdessen einen ersten Test hinter sich gebracht und dabei Viktoria Nidda mit 4:0 geschlagen.

Vatanspor Aschaffenburg - FV Bad Vilbel 2:2 (1:1): Die Wetterauer mussten nach einer Viertelstunde den ersten Gegentreffer durch den Bayernligisten hinnehmen. Die Aschaffenburger Führung konnte Kaito Shimoda kurz vor dem Halbzeitpfiff egalisieren (44.). Der FV war über die rechte Seite gekommen und hatte sich die Situation sehenswert herausgespielt. Im Nachschuss war der Japaner erfolgreich. Weitere sehr gute Möglichkeiten vergaben in Halbzeit eins die Vilbeler Visar Gashi, Namrud Embaye und erneut Kaito. Mustafic war vor allem mit den ersten 60 Minuten sehr zufrieden. »Da haben die Jungs das meiste umgesetzt, was wir besprochen haben, gut gepresst und defensiv kaum etwas zugelassen«, sagte der Trainer des heimischen Hessenligisten. Der emsige Kaito zog dann auch das Foul, das zum Elfmeter führte. Gashi verwandelte zum 2:1 für Vilbel (55.). Dann wechselte Mustafic durch und brachte acht Neue. Die letzte halbe Stunde war aus Wetterauer Sicht nicht mehr das Gelbe vom Ei. Und so kamen die Gastgeber in Minute 80 noch zum 2:2-Ausgleich.

Rot-Weiß Darmstadt - Türk Gücü Friedberg 2:1 (1:0): Die Friedberger erwischten in Südhessen einen guten Start. In der ersten Hälfte hätte die Elf von Trainer Weber bei zwei guten Gelegenheiten in Führung gehen können. Kwonsu Lee fungierte jeweils als Vorbereiter. Daisuke Fukuhura scheiterte jedoch ebenso an RW-Keeper Tom Henssel wie sein Teamkollege Eray Eren. Die beiden Darmstädter Treffer durch Luciano Pepe (23.) und Donat Tala (60.) wurden durch individuelle Fehler von Türk Gücü begünstigt. Demyan Imek gelang dann für Friedberg noch der Anschluss (73.). Er nahm einen Steilpass auf und setzte sich im Eins-gegen-eins durch. Den eingesetzten Neuzugängen Masih Saighani und Kamil Yikilmaz bescheinigte Türk-Gücü-Pressesprecher Furkan Kaplan eine solide Leistung, wenngleich Saighani beim ersten Gegentor nicht ganz unbeteiligt war.

Türk. SV Bad Nauheim - Viktoria Nidda 4:0 (3:0): Das erste Testspiel für den TSV unter Trainer Savas Yasaroglu brachte die Erkenntnis: Es gibt noch viel zu tun. »Das war schon ganz okay heute. Besonders im Ausdauerbereich müssen wir jedoch noch viel tun. Dazu haben wir noch fünf, sechs verletzte Spieler, die jetzt erst langsam zurückkommen. Wir müssen aktuell mit einem dünnen Kader arbeiten«, sagte Yasaroglu. Immerhin gab’s gegen Nidda schon mal vier Tore: Stanley Ike (19./FE), Hüseyin Can (25.) und Samet Özisli (38.) sorgten im ersten Durchgang für ein 3:0 zur Pause. Mit Beginn der Schlussphase tütete Ike (78.) mit seinem zweiten Treffer einen schlussendlich verdienten Sieg ein. Am Donnerstag geht es für den TSV gegen Nieder-Weisel erneut auf den Platz.

SC Dortelweil - FV Lauda 1:0 (1:0): Drittes Testspiel, dritter Sieg. Auch außerhalb der regulären Saison hat der SC Dortelweil das Siegen nicht verlernt, sieht aber - wie immer - noch Luft nach oben. »Die erste Halbzeit war sehr zerfahren, da haben wir uns das Leben schwer gemacht. Nach der Pause wurde die Struktur dann besser«, gab Co-Trainer und Spieler Julian Mistetzky zu Protokoll. Den entscheidenden Treffer besorgte schließlich Tugay Kuzpinary (58.) per Foulelfmeter. Im weiteren Verlauf experimentierte man bei Dortelweil mit neuen Positionen, sorgte dafür, dass alle ihre Spielzeit bekamen. Gegner Lauda - Heimatverein von Coach Frank Ziegler - hielt man dennoch in Schach. Die Gäste aus Baden-Württemberg spielen in der Landesliga Odenwald, was leistungsmäßig mit der Gruppenliga gleichzusetzen ist.

Spvgg. 08 Bad Nauheim - SKV Beienheim 0:0: Wenngleich die Treffer fehlten im Waldstadion, war es doch eine ansehnliche Partie zwischen dem Kreisoberligisten und dem Gruppenligisten, in der die Torhüter herausstachen. Vor allem Dino Hamidovic und Riste Shpirov aufseiten der Bad Nauheimer hatten einen glänzenden Tag. Aber die »Nullachter« mussten sich nicht ausschließlich einem SKV-Sturmlauf erwehren, sondern spielten munter mit. Fran David Jimenez und Izz Elarab Abdou kamen aus aussichtsreicher Position zum Abschluss. Über 90 Minuten hatten dennoch die Beienheimer ein optisches Übergewicht, das sich vor allem in Halbzeit zwei in Chancen ausdrückte. Darius Rienmüller, Andrei Dogot, Cristian Bodea und Denis Ehrlicher verzeichneten gute SKV-Gelegenheiten.

SV Gronau - FSG Burg-Gräfenrode 0:1 (0:0): Dass die Bäume für die neu formierten Gronauer in der Vorbereitung nicht in den Himmel wachsen, konnten die 50 Zuschauer am Freitag rund um den Kunstrasenplatz am Aueweg bezeugen. Der Gruppenligist, der zuvor mit Siegen gegen höherklassige Kontrahenten aufgewartet hatte, musste sich nach einem mäßigen Auftritt dem Kreisoberligisten »Roggau« geschlagen geben. Die disziplinierten Gäste markierten in der 66. Minute durch Markus Vancura auf Flanke von Georg Agi den Siegtreffer. In der Nachspielzeit lief FSG-Spieler David Kakur noch mal auf und davon und scheiterte am Pfosten. Zweimal Aluminium hatten zuvor auch die Gastgeber getroffen, deren Co-Trainer Marijan Ziza die Niederlage wie folgt einordnete: »Vielleicht tut uns dieser Dämpfer mal ganz gut.«

Auch interessant

Kommentare