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Ein versöhnliches Ende

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Adrian Sipos (Veszprem) greift dem Kieler Harald Reinkind (l.) in den Wurfarm. © AFP GmbH

(dpa). Auch ohne die Trophäe wurden die Handballer des THW Kiel von ihren Fans wie Sieger gefeiert. Der Applaus konnte den Schmerz beim deutschen Rekordmeister über die erfolglose Jagd nach dem fünften Champions-League-Triumph jedoch kaum lindern. »Das tut unglaublich weh. Wir hatten einen Traum«, sagte THW-Trainer Filip Jicha nach dem 30:34 (18:19) im Halbfinale gegen den erneut siegreichen Rekordgewinner FC Barcelona.

Immerhin gab es zum Abschluss des Final4 in Köln, bei dem Barça dank eines 5:3 im Siebenmeterwerfen im Endspiel gegen Vive Kielce um Nationaltorwart Andreas Wolff wie im Vorjahr triumphierte, den Trostpreis. Im Spiel um Platz drei behielten die Kieler am Sonntag gegen Ungarns Topclub Telekom Veszprem ebenfalls im Siebenmeterwerfen mit 3:1 die Oberhand und verabschiedeten sich mit einem Erfolgserlebnis in die Sommerpause. Nach 60 Minuten hatte es 34:34 (14:18) gestanden. Im Nervenduell am Ende eines Handball-Krimis avancierte THW-Torwart Niklas Landin mit zwei gehaltenen Würfen zum Matchwinner. Für den Cup-Gewinner von 2007, 2010, 2012 und 2020 gab es damit zum Abschluss einer langen und anstrengenden Saison zumindest ein kleines Happy End.

Schon am Vortag hatte der THW-Trainer nach der Niederlage gegen Barcelona die Moral seiner Schützlinge gelobt. »Ich bin extrem stolz auf meine Mannschaft, die wirklich alles auf der Platte gelassen hat, was noch in den Beinen und Köpfen war«, sagte der Tscheche und fügte hinzu: »Es tut mir leid für die Jungs, dass sie sich nicht belohnen konnten. Sie haben unglaublich gefightet.« Das reichte im Duell mit dem spanischen Serienmeister vor 19 750 Fans jedoch nicht, um die von Jicha erhoffte Sensation zu schaffen. Sander Sagosen und Hendrik Pekeler fehlten bei Kiel.

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