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Eine Frage der Ehre: Gronau vs. Olympia

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Von: Leon Alisch

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Anikat Kumar und sein FCO Fauerbach spielen in Gronau vor allem ums Prestige. NIC © Nicole Merz

(lab). Viele Augen werden am Sonntag nach Gronau gerichtet sein: Dort steigt das Wetterauer Duell der Fußball-Gruppenliga Frankfurt-West zwischen dem SV Gronau und dem FCO Fauerbach. Und auch wenn der Klassenerhalt für beide unwahrscheinlich ist, schwingt eine gewisse Brisanz mit. An der Spitze zieht weiter der SC Dortelweil seine Kreise und könnte am Sonntag in Stierstadt einen weiteren »Drei-Punkte-Fang« landen.

Für den FC Karben ist noch ein Rang unter den Top fünf möglich. Beim FSV Friedrichsdorf ist die Mannschaft favorisiert.

FSV Friedrichsdorf - FC Karben (Sonntag, 15.30 Uhr): Man ist längst im Soll beim FCK und kann ohne Druck in die abschließenden Partien gehen. Da wirft einen auch ein Remis gegen die DJK Bad Homburg vor einer Woche nicht aus der Bahn. Bleibt man so konstant, holt man vielleicht Rang fünf. Das ist mehr, als man sich vor der Saison ausgerechnet hatte. Und vielleicht springen gegen Friedrichsdorf wieder drei Punkte heraus. An das Hinspiel gegen den FSV hat man gute Erinnerungen (4:0). Man weiß, wie man den Gegner knackt: »Friedrichsdorf spielt im 4-4-2. Die sind schnell hinterm Ball, sehr diszipliniert und schwer zu bespielen«, sagt Karben-Trainer Karl-Heinz Stete. Man müsse die Gegner wie im Hinspiel über das Momentum schlagen. Die Friedrichsdorfer haben mit der Rückrunde bisher ihre liebe Mühe - kein Sieg aus den letzten fünf Spielen. Am Sonntag verspielte der Rangneunte eine 3:0-Führung. Mehr als ein passabler Mittelfeldplatz wird für den FSV nicht mehr drin sein. Das Momentum steht am Sonntag auf Karbener Seite.

SV Gronau - FCO Fauerbach (Sonntag, 15.30 Uhr): Wetterau-Duell in Gronau - doch um was geht es? Noch um Punkte und die Tabelle? Schwer zu glauben. Es geht vielmehr um das Prestige, um das gute Erlebnis und um die Ehre. Denn beide Teams haben zuletzt bewiesen, dass sie kämpfen können. »Das ist für uns nach wie vor ein Wetterauer Derby, und so gehen wir es auch an«, lässt Fauerbach-Coach Andreas Baufeldt verlauten. Egal ob Abstieg oder nicht, man möchte noch mal drei Punkte holen und für seinen Aufwand belohnt werden. Denn gerade Fauerbach fehlte in den vergangenen Wochen häufig das glückliche Händchen, dieser eine Treffer, das Sieger-Gen. »An sich haben wir uns gut präsentiert, nur die Punkte fehlen. Ich kann im Grunde zufrieden mit dem sein, was die Mannschaft gezeigt hat«, sagt Baufeldt. Doch es reicht eben nicht.

Das gilt auch für Gronau: Ein 4:4 gegen Seckbach hat gezeigt, dass das Team noch da ist. Man holte mehrfach einen Rückstand auf. Allerdings fehlt seit vier Spielen ein Sieg. Die Aufholjagd, auf die viele sehnsüchtig warten, kam nicht. Und selbst wenn man am Sonntag mit einem Sieg den vorletzten Rang verlassen sollte, scheint es zu spät zu sein.

FV Stierstadt - SC Dortelweil (Sonntag, 15.30 Uhr): Dortelweil macht da weiter, wo man an Spieltag eins begonnen hat. »Wir wollen den Hunger hochhalten«, sagt Co-Trainer Julian Mistetzky. »Wir haben noch nichts erreicht.« Sowohl im Training als auch im Spiel baut man auf etablierte Muster - jetzt wird nichts mehr probiert. Bleibt man weiter ohne Niederlage, kann man den Aufstieg lange vor dem Saisonfinale gegen die Spfr. Friedrichsdorf klarmachen. Mit Stierstadt steht am Sonntag ein in der Rückrunde etwas unkonstanter Gegner bevor, der Dortelweil im Hinspiel aber forderte. »Stierstadt hat sich stabilisiert und besitzt eine gute Defensive. Natürlich sind Tim Pelka und Aleksandar Mastilovic enorm wichtig«, weiß Mistetzky. In der Hinrunde reichte es zu einem 1:0 für Dortelweil.

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