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Trainer Tim Langsdorf kann sich über einen Derby-Erfolg der HSG Wettertal bei der HSG Butzbach freuen.

Einseitiges Derby

  • VonMarieke Naß
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(mna) In der Handball-Bezirksoberliga der Frauen haben die Damen der HSG wettratl am vergangenen Wochenende ihre Ansprüche auf die Aufstiegsrunde eindrucksvoll untermauert. Im Derby bei der HSG Butzbach siegte die Mannschaft von Trainer Dirk Langsdorf mit 18:31 (8:16) und steht damit weiter auf Tabellenplatz drei, während die Luft für Butzbach im Tabellenkeller dünner wird.

Eine gute Leistung zeigte auch die FSG Gettenau/Florstadt bei der HSG Gedern/Nidda II, verlor aber knapp mit 30:32 (16:17).

HSG Butzbach - HSG Wettertal 18:31 (8:16): Die favorisierten Wettertalerinnen bestimmten von Anfang an das Spielgeschehen und führten nach sechs Minuten bereits mit 4:1. Bis zur 20. Minute eilten die Gäste gar auf 10:3 davon und zwangen Butzbachs Trainer Carsten Dannwolf folgerichtig zur ersten Auszeit, die aber keine Früchte trug. Da auch eine Manndeckung kurz vor der Pause keine Wirkung zeigte, war die Partie beim 8:16-Halbzeitstand so gut wie entschieden. Nach dem Seitenwechsel stellte Jennifer Wolfner für die Gäste schnell die erste Zehn-Tore-Führung her (9:19, 36.), ehe der Aufstiegskandidat ab der 45. Minute gegen emotionslose Gastgeberinnen dauerhaft mit elf oder mehr Toren in Front lag. Wettertals Elisa Eifert erzielte drei Sekunden vor Schluss den letzten Treffer der Partie zum 31:18 für ihre Farben.

Carsten Dannwolf war nach dem Spiel bedient. »Wir haben nie ins Spiel gefunden, es war überhaupt nicht unser Tag. Ich habe meine Mannschaft nicht wiedererkannt«, so der Übungsleiter, der zudem die Ausfälle von Dania Dannwolf und Sandra Bender verkraften musste.

Wettertals Spielerin Laura Kunzelmann war hingegen zufrieden: »Wir haben das Spiel von Anfang an im Griff gehabt und unsere Abwehr mit Torhüterinnen hat super funktioniert. Das war insgesamt ein sehr souveräner Auftritt.«

B este Torschützinnen / HSG Butzbac h: Luh (9/3), Jürgens (5), Geretschläger, Riethmüller, Stuppy, Frey (Je 1) / HSG Wettertal: Wolfner, Kerschner (Je 5), Weil (4)

FSG Gettenau/Florstadt - HSG Gedern/Nidda II 30:32 (16:17): »Wir ha ben heute wieder gezeigt, dass wir, außer gegen Hungen/Lich, gegen wirklich jeden Gegner in dieser Klasse mithalten können. Ich bin sehr stolz auf mein Team«, sagte FSG-Trainer Daniel Zschocke, der nach den ersten drei Minuten wohl kein so spannendes Spiel erwartet hatte. Sein Team lag zu diesem Zeitpunkt mit 0:3 zurück und auch nach 20 Minuten hatten die Gastgeberinnen noch nicht ins Spiel gefunden (9:14). Danach aber agierte die FSG endlich mit der nötigen Entschlossenheit und kämpften sich, auch dank einer Umstellung in der Abwehr, bis zur Pause auf 16:17 heran, wobei Luisa Stiefel per spektakulärem Freistoß den letzten FSG-Treffer vor der Pause erzielte.

Nach dem Seitenwechsel war die Partie dann völlig offen. Beide Teams schenkten sich nichts, so dass mal die Zschocke-Sieben führte (21:19, 38.) und mal die HSG (23:24, 43.). Vier Minuten vor Schluss, beim Stand von 30:29, schlichen sich bei den Damen aus Gettenau und Florstadt jedoch einige kleine Fehler ein, die den Gästen erst den Ausgleich (30:30, 58.) und in der Folge sogar noch zwei Tore ermöglichten und letztendlich ein besseres Ergebnis kosteten.

»Auf die zweite Hälfte können wir weiter aufbauen, es war ein tolles Spiel meines Teams«, resümierte Zschocke.

Best e Torschützinnen FSG Gettenau/Fl orstadt: Müller (7/6), Stiefel, Schulz (Je 4)

Dieser Artikel stammt aus der Wetterauer Zeitung.

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