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EM-Fieber auf Nordzypern

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Von: Christoph Sommerfeld

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Das Team Germany Compris A mit (v. l.) Volkmar Sallach, Frank Lack, Sandro Baumann, Steffen Hensel und Heintje Dreier. PM © pv

(fsd/cso). Frank Lack aus Griedel und Steffen Hensel aus Wölfersheim haben ereignisreiche Tage auf Nordzypern hinter sich. Die beiden Paradarter des DC Wetterau gingen dieser Tage bei den Europa- und Weltmeisterschaften sowie einigen anderen kurzfristig angesetzten Turnieren an den Start. Mit Platz fünf im Mannschaftswettbewerb der kontinentalen Titelkämpfe waren die heimischen Pfeilewerfer durchaus zufrieden.

Das Wetterauer Duo gehörte mit dem Team Germany zu den Compris-Teilnehmern, die einen Schwerbehindertenausweis besitzen. Lack und Hensel verfügen nach jeweils überstandenen Krebserkrankungen unter anderem nur noch über ein eingeschränktes Hörvermögen.

Am ersten Abend spielte man das Andy-Fordham-Gedächtnis-Turnier. Lack musste gleich gegen seinen deutschen Teamkameraden Andres Tillmann ran. Hensel musste gegen Alex Lister ans Board. Beide Wetterauer überstanden sorglos die erste Runde. Auch die nächsten Runden bis zum Achtelfinale waren kein Problem. »Wir erreichten laut WDDA-Ranking den siebten Platz«, erzählt Lack.

Am nächsten Abend stand das Doppelturnier auf dem Programm, das nicht etwa als reiner Paradarter-Wettbewerb ausgetragen wurde, sondern als offenes internationales Turnier mit über 60 Teams. »Leider mussten wir uns in der ersten Runde gegen die späteren Halbfinalisten aus England geschlagen geben.«

Namhafte Gegner standen dann im Rahmen des Mannschaftswettbewerbs bevor, unter anderem das Team England I mit dem alten und neuen Weltmeister Garry Bennett sowie das Team Schottland I. Gegen England zog das deutsche A-Team mit 0:4 den Kürzeren. Dabei gingen alle Spiele mit jeweils 1:2 denkbar knapp verloren. Lack konnte Bennett immerhin ein Leg abknüpfen.

Die Begegnung gegen Schottland musste gewonnen werden, um eine Runde weiter zu kommen. Starke Schotten machten es den Deutschen extrem schwer. Lack spielte gegen Sammy McNicol, Schottlands Nummer eins: Auch hier war nur ein siegreiches Leg drin, das Spiel ging mit 2:1 an den Schotten. Hensel und Sandro Baumann holten in einem hartumkämpften Doppel den dritten Punkt für Team Germany. 3:3 hieß es nach vier Einzeln und zwei Doppeln. Das Team Game musste entscheiden. Vier Spieler von jedem Team traten gegeneinander an, jeweils zusammen auf einen Score, wiederum im Modus 501 double out (best of three legs). »Die Nerven versagten komplett bei uns, wir verloren mit 3:4 und beendeten die Team-EM mit einem tollen fünften Platz«, bilanzierte Frank Lack.

Zu guter letzt veranstaltete der Weltverband WDDA die Einzel-WM. Für Lack und Hensel war jeweils im Achtelfinale Schluss. Beide belegten den geteilten neunten Rang.

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