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»Endlich ein gutes Spiel abliefern

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Von: Pedro Acebes Gonzalez

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Aret Demir (Mitte) und Türk Gücü Friedberg sind in der Hessenliga ihrem eigenen Anspruch nicht gerecht geworden und müssen ab März 2022 gegen den Abstieg spielen. Links: Johannes Tatchoup. Rechts: Patrick Kalata (beide vom SV Zeilsheim). © Andreas Chuc

In der Fußball-Hessenliga steht der vorletzte Spieltag der Hauptrunde an, und in der Gruppe B steht seit letzten Sonntag fest, dass die beiden Vereine aus dem Kreis Friedberg in der ab März des nächsten Jahres geplanten Abstiegsrunde spielen werden.

Am Sonntag stehen mal wieder zeitgleiche Heimspiele an, die um 14 Uhr angepfiffen werden. Der FV Bad Vilbel erwartet mit Rot-Weiß Hadamar den Tabellendritten, der noch nicht sicher für die Aufstiegsrunde qualifiziert ist. Türk Gücü Friedberg empfängt den Siebten Rot-Weiß Walldorf, der sich mit zwei Siegen in den letzten Spielen noch einen Playoff-Platz sichern könnte.

FV Bad Vilbel - SV Rot-Weiß Hadamar (Sonntag, 14 Uhr): Für die Vilbeler ist es das letzte Spiel des Jahres, denn am letzten Spieltag dürfen die Grün-Weißen spielfrei zuschauen. Nach den guten Ergebnissen der letzten Wochen ist die Zuversicht am Niddasportfeld groß, den Klassenerhalt in der Abstiegsrunde zu realisieren, obwohl man mit 18 Treffern die wenigsten Tore in der Südwest-Staffel erzielt hat. »Die Stimmung ist sehr gut. Wir wollen jetzt mit einem guten Gefühl in die Pause gehen«, erklärt FV-Trainer Amir Mustafic.

Beim 2:5 im Hinspiel waren die Fürstenstädter noch souveräner Tabellenführer, doch nach einer Negativserie ist das Team von Trainer Stefan Kühne nicht nur auf Rang drei zurückgefallen, sondern muss sogar um den Startplatz in der Aufstiegsrunde bangen. Zwei Punkte brauchen die Gäste noch rechnerisch, mit einem Sieg am Niddasportfeld wären sie durch. »Wir wollen immer gewinnen, deswegen schenken wir nichts ab«, verspricht Mustafic höchstes Engagement. Zumal sein Team jetzt einen Tick weiter sei als Ende September, wie auch das jüngste 0:0 in Walldorf bewies. »Ich glaube nicht, dass Hadamar wegen vier Niederlagen in Folge das Fußballspielen verlernt hat«, meint der FV-Coach.

Verzichten muss er auf Domagoj Filipovic, Vladimiros Safaridis (beide Rotsperre), Rodrigo Tiago und Oliver Kovacic (beide verletzt). Ob der Verein angesichts ab Sonntag gültiger neuer Zuschauerbeschränkungen auf 2G setzt (ab 101 Zuschauern erforderlich) oder ohne Kontrollen nur 100 Besucher zulässt, war noch nicht entschieden.

Türk Gücü Friedberg - SV Rot-Weiß Walldorf (Sonntag, 14 Uhr). TG-Pressesprecher Selim Karanfil legt sich in Sachen Zuschauerzahl für das Heimspiel gegen die anderen Rot-Weißen aus Walldorf hingegen schon fest: »Wir rechnen nicht damit, dass mehr als 100 Zuschauer kommen und wollen niemanden ausschließen. Deswegen werden wir den Aufwand mit 2G-Kontrollen am Eingang nicht betreiben.« Sportlich gesehen kann es nach der verdienten 0:4-Schlappe bei Tabellenführer FC Eddersheim nur darum gehen, die Walldorfer mit einem Heimsieg mit in die Abstiegsrunde zu ziehen. Da das Hinspiel mit 4:3 gewonnen wurde, wären das dann sechs mitgenommene Punkte.

Aber im Umfeld der Friedberger ist man die ewige Rechnerei satt, laut Karanfil wolle man lediglich »ein gutes Spiel abliefern.« Zu groß ist die Enttäuschung über den Verlauf der Runde und die Sorge vor einem Abstieg: »Die Mannschaft wird in der Pflicht sein, das im Frühjahr gerade zu biegen. Ein Abstieg in die Verbandsliga wäre eine Katastrophe.«

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