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EC Bad Nauheim: Ersatzgeschwächt unterlegen

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Von: Manuel Weis

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Mit dem 5:2 von Kaufbeurens Johannes Krauß (rot) gegen EC-Torhüter Rihards Babulis ist alles klar. © Imago Sportfotodienst GmbH

Nach zuvor vier Siegen in Folge sind die Roten Teufel aus Bad Nauheim am Freitagabend ohne Zählbares wieder in den Bus gestiegen. Sie unterlagen beim in dieser Saison schon ein ums andere Mal positiv überraschenden ESV Kaufbeuren mit 2:5 (1:1, 1:2, 0:2).

Die Voraussetzungen waren für die Kurstädter nicht gerade prickelnd. Kurzfristig waren gleich drei Stammkräfte krankheitsbedingt ausgefallen. Weder Taylor Vause noch Marc El-Sayed oder Goalie Felix Bick waren einsatzbereit. So kam etwa Keeper Rihards Babulis zu seinem ersten Starteinsatz in dieser Spielzeit.

Und er hatte das perfekte Startprogramm, denn nach dem frühen 1:0 der Bad Nauheimer durch Pascal Steck (2.) konnte er sich warm spielen, mehr als Schüsschen gaben ungenau agierende Gastgeber zunächst nicht ab. Ohnehin spielte sich Gefährliches eher vor dem Joker-Tor ab, doch unter anderem Herrmann und Coffman (10., 12.) nutzten ihre Chancen nicht.

In dieser Phase nicht auf 2:0 oder gar 3:0 erhöht zu haben, sollte sich noch rächen. Kaufbeuren verkürzte kurz vor der Pause, als sich beide Teams neutralisiert hatten, auf 1:1 (Lammers).

Der zweite Abschnitt gehörte dann dem ESV, offiziell wurden gerade einmal zwei Bad Nauheimer Schüsse im Mittelabschnitt gezählt. Gegen ESV-Kapitän Tyler Spurgeon gelang es Babulis zunächst noch zu glänzen (23.), zwei Minuten später jubelte der Kanadier mit den Rot-Gelben. In der 31. Minute legte Markus Lillich mit einem flachen Schuss als zentraler Position zum 3:1 nach.

Eine bis dato sehr faire Partie wurde etwas härter. In Überzahl schossen die Roten Teufel den 2:3-Anschlusstreffer, der in der Arena für reichlich Debatten sorgte, denn einige Sekunden zuvor blieb ein Pfiff der Schiedsrichter aus, als die Teufel kurzzeitig mit sieben Mann auf dem Spielfeld agierten.

Die Kaufbeurer sollten das Spiel auch im Schlussabschnitt dominieren. Huba Sekesi tat weder seinem Gegenspieler Jere Laaksonen noch dem eigenen Team Gutes, als er den ohne Puck agierenden Joker von hinten in die Bande checkte - und deshalb fünf Minuten in die Kühlbox musste. In dieser Phase zog Kaufbeuren nämlich auf 5:2 davon, Sebastian Gorcik und Johannes Krauß trafen für das Heimteam - die Vorentscheidung.

Der Drei-Tore-Vorsprung schien in Folge für das Team von Trainer Harry Lange nicht mehr aufholbar, so plätscherte das Match i ein bisschen vor sich hin. Längst waren die Teufel nicht mehr so flink und wendig auf dem Eis unterwegs, schienen während des Spiels durchaus Kraft gelassen zu haben. Immerhin erwies sich die Defensive in numerischer Gleichzahl als stabil.

Aufregend war am Ende noch eine kleinere Auseinandersetzung zwischen Kevin Schmidt und Max Oswald. Gespielt wurde in Folge Vier-gegen-Vier, sodass auf dem Eis etwas mehr Platz war. Tore fielen nicht mehr, die Gastgeber jubelten nach der Schlusssirene.

»Wir haben zu viele Strafen gezogen«, urteilte Bad Nauheims Stürmer Tobi Wörle. »Kaufbeuren hat es gut gespielt in Überzahl und die nötigen Tore geschossen.« Bad Nauheim habe zwar alles probiert, der ESV Kaufbeuren aber hätte die Teufel letztlich »gut aus dem Spiel genommen«.

So richten sich die Blicke am Sonntag nun auf ein immer wieder besonderes Spiel. Zu Gast in Bad Nauheim sind um 18:30 Uhr die Kassel Huskies, die am Freitag schnörkellos mit 3:1 gegen Bayreuth gewannen.

Kaufbeuren: Meier - Schmid, Schütz, Thiel, Bidoul, Orendorz, Echtler, Van der Linde - Spurgeon, Lammers, Lillich, Lagace, Gorcik, Schweiger, Laaksonen, Lewis, Krauß, Thomas, Hops, Oswald.

Bad Nauheim: Babulis - Erk, Schmidt, Seifert, Köhler, Hafenrichter, Wachter - Coffmann, Wörle, Pauli, Pollastrone, Körner, Hickmott, Sekesi, Herrmann, Cerny, Steck, Bartuli.

Stenogramm: Tore: 0:1 (3.) Steck (Hafenrichter, Bartuli), 1:1 (19.) Lammers (Lillich, Schmidt), 2:1 (29.) Spurgeon (Thiel, Schütz), 3:1 (31.) Lillich (Lammers, Spurgeon), 3:2 (33.) Coffman (Körner), 4:2 (44.) Gorcik (Lewis, Schmidt), 5:2 (46.) Krauß (Lillich, Schmidt).

Manuel Weis

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