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Erste Niederlage für die HSG Wettertal

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Lea Ertel zeigt im Tor der FSG Gettenau/Florstadt eine starke Leistung. © Timo Jaux

(pls). In der Frauenhandball-Bezirksoberliga Gießen waren am Wochenende wieder alle drei heimischen Vertreter im Einsatz. Auch unter Neu-Trainer Marcus Schepp und mit breiterem Kader als zuletzt musste sich die HSG Butzbach der Oberliga-Reserve aus Lumdatal deutlich geschlagen geben. Die FSG Gettenau/Florstadt scheint derweil so richtig in der Spielzeit angekommen zu sein.

Der Derbysieg gegen die Drittliga-Reserve der HSG Gedern/Nidda war zugleich der dritte Erfolg in Serie. Die HSG Wettertal musste beim Aufsteiger aus Dilltal ihre, durchaus überraschende erste Saisonniederlage quittieren.

HSG Butzbach - HSG Lumdatal II 18:33 (5:16): »Es war zu erwarten, dass wir Startschwierigkeiten haben werden. Da das Team mit Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft, der A- und sogar der B-Jugend aufgefüllt worden ist, mussten wir uns zunächst finden«, sagte der Butzbacher Coach Marcus Schepp. In den ersten zehn Minuten gestaltete man das Ergebnis noch ausgeglichen. Linksaußen Nicole Frey und die erst 16-jährige Rechtsaußen Kim Luna Dannwolf brachten die Gastgeberinnen sogar mit 2:1 in Front. In der Folge aber nutzte der Gast um Liga-Top-Torschützin Sibell Althen konsequent seine Abschlüsse und zog auf 14:4 davon. »Wir haben leider nicht die Tore gemacht, obwohl wir dazu die Chancen hatten«, konstatierte Schepp. A-Jugend-Akteurin Carlotta Keyserlingk trug sich zwar noch in die Torschützinnenliste ein, die Torausbeute blieb aber im ungenügenden Bereich. »Nach dem Seitenwechsel haben wir dann umgestellt und unser Augenmerk auf das Offensivspiel gelegt«, sagt der Heimtrainer. Vor allem die sehr agile Kreisläuferin Dania Lucia Dannwolf in einer Formation mit Milena Stuppy und Frey trug maßgeblich dazu bei, dass man den zweiten Abschnitt mit einem Ergebnis von 13:17 ausgeglichener gestaltete. »Das war dann auch in der Defensive ganz in Ordnung, und die Performance der jungen Garde hat gestimmt«, sagt Schepp. - Beste Werferinnen / HSG Butzbach: Dania Lucia Dannwolf (7/1), Frey (6/1), Stuppy (3).

FSG Gettenau/Florstadt - HSG Gedern/Nidda II 26:24 (13:9): Mit Claudia Pfaff hatten die Gäste den schmerzhaften Ausfall ihrer Top-Torschützin aufzufangen. »Dennoch hat Gedern/Nidda II einen sehr starken Auswärtsauftritt hingelegt. Sie haben Moral bewiesen, sehr diszipliniert agiert und uns damit das Leben mehr als schwer gemacht«, erkannte FSG-Trainer Christian Sacks neidlos an. Die Gastgeberinnen indes überzeugten einmal mehr im Kollektiv. Acht von elf Feldspielerinnen überwanden die HSG-Torhüterin mindestens einmal. Nach elf Minuten krönte Kreisläuferin Julia Kessel den fulminanten Start ihres Teams mit dem Treffer zum 6:2. In der Folge kam der Gast immer wieder heran, was vor allem der stark aufspielenden Luisa Kosor zu verdanken war. Gettenau/Florstadt ließ sich allerdings nicht beeindrucken und ging mit einer Vier-Tore-Führung in die Kabine. Rückraum-Ass Franziska Schmeißer initiierte mit ihren Treffern nach der Pause den Führungsausbau der Heimsieben. Doch die FSG verspielte ein Sechs-Tore-Polster. In der 55. Minute leuchtete ein 22:22 auf der Anzeigetafel. »Lea Ertel hat dann mit starken Paraden geglänzt, und der Treffer von Luisa Stiefel zum 23:22 gab uns wieder Sicherheit, sodass wir mit Cleverness die Entscheidung herbeiführen konnten«, sagt Sacks. - Beste Werferinnen / FSG Gettenau/Florstadt: Stiefel, Kessel (je 6), Schmeißer (5).

HSG Dilltal - HSG Wettertal 31:27 (15:15): Beim Auswärtsauftritt in der Sporthalle Aßlar-Werdorf haderte man zu viel mit den Gegebenheiten und machte den Gegner dadurch stark. Dieser feierte somit seinen dritten Heimsieg. »Das Parkett war sehr glatt, und auch die Schiedsrichterentscheidungen haben öfter zu Unmut bei uns geführt. Letztlich dürfen wir uns von beidem aber nicht beeindrucken lassen und müssen uns selbst den Spiegel vorhalten. Wir haben unseren Game-Plan zu keinem Zeitpunkt konsequent eingehalten und verdient verloren«, zeigte sich Wettertal-Coach Tim Langsdorf enttäuscht über den schwachen Auftritt seiner Schützlinge. Einen frühen Zwei-Tore-Rückstand egalisierte Rückraum-Ass Elisa Kerschner zum zwischenzeitlichen 5:5. In der Folge lief man ins offene Messer - 7:9 aus Gäste-Sicht. Die Favoritinnen glichen aber innerhalb von 15 Sekunden aus. Mona Weil rettete mit ihrem Treffer sechs Sekunden vor der Pause ein Unentschieden in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel ging Dilltal schnell mit drei Treffern in Front. Der Aufsteiger um die neunfache Torschützin Larissa Müller erspielte sich schließlich ein Vier-Tore-Polster. - Beste Werferinnen / HSG Wettertal: Brückel (7/3), Sophie Kerschner (6/2), Elisa Kerschner, Wolfner, Rettig (je 3).

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