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Erste Punkte für Gettenau/Florstadt

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Kreisläuferin Kim-Sinja Ende (Gettenau/Florstadt) erzielt gegen Lumdatal II vier Treffer. JAUX © Timo Jaux

(pls). Die FSG Gettenau/Florstadt hat in der Handball-Bezirksoberliga Gießen der Frauen beim 26:21-Sieg gegen die Oberliga-Reserve aus Lumdatal die ersten Pluspunkte erspielt. Die HSG Wettertal baute ihre Siegesserie indes aus und entthronte den Tabellenführer, wohingegen die HSG Butzbach eine herbe 16:35-Niederlage beim Gastspiel in Marburg einstecken musste.

FSG Gettenau/Florstadt - HSG Lumdatal II 26:21 (13:11): FSG-Trainer Christian Sacks konnte zahlreiche Leistungsträgerinnen wieder im Aufgebot begrüßen. Die Anfangsphase ließ keine Zeit zum Durchatmen. Zunächst ging Lumdatal in Front. Kreisläuferin Kim-Sinja Ende glich aus. Munter ging es so weiter: Die Rückraum-Asse Franziska Schmeißer und Johanna Bentrup sowie erneut Ende fanden immer postwendend die Antwort auf die HSG-Führung. Nach fünf torlosen Minuten sah sich die FSG mit drei Toren im Hintertreffen - 7:10. Zudem kassierte man eine Hinausstellung. In Unterzahl traf Jacqueline Borst dennoch zum Ausgleich. Kurz vor der Pause sorgten Außen Nina Grün sowie Yvonne Becker - mit ihren ersten Saisontreffern - sogar für die FSG-Führung. Nach dem Kabinengang trafen beide Teams im Gleichschritt, ehe der Gast mit drei Treffern in kürzester Zeit auf ein Tor herankam - 19:18 aus heimischer Sicht. Ein Weckruf für die Gastgeberinnen. »Wir haben danach sehr diszipliniert gespielt und uns belohnt«, resümierte Sacks. Andra-Maria Schulz war zudem von der Siebenmeterlinie erfolgreich. Borst nutzte ihre Ballsicherheit, und Ende setzte am Kreis Nadelstiche. So hielt sich Gettenau/Florstadt in den Schlussminuten an die taktischen Vorgaben und blieb fast sieben Minuten ohne Gegentor, ehe man einen verdienten Heimsieg bejubeln konnte.

Beste Werferinnen / Gettenau/Florstadt: Borst (6), Schmeißer, Ende (je 4).

HSG Marburg/Cappel - HSG Butzbach 35:16 (16:9): Die Gäste konnten wieder nur mit einem Rumpfkader antreten. Von zehn Spielerinnen waren fünf aus der A-Jugend. Torhüterin Darleen Diehl feierte ihr Damen-Debüt und bewahrte Butzbach vor einer (noch) höheren Niederlage, erklärte Trainer Carsten Dannwolf. Das Heimteam sei ein »dicker Brocken« gewesen, machte der Coach klar. Aufgrund der nahen Universität streifen immer wieder neue und technisch starke Spielerinnen aus dem Bundesgebiet das Marburger Trikot über. Heimtorhüterin Maria Voßhagen spielte überragend. Einerseits vereitelte sie etliche Chancen der Gäste, andererseits leitete sie mit präzisen Pässen immer wieder Gegenstöße ein. »Dieses Niveau findet man sonst in höheren Ligen«. Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt: Die Gastgeberinnen konnten einen anfänglichen Zwei-Tore-Rückstand schnell egalisieren und drückten der Partie ihren Stempel fast nach Belieben auf. Die jungen Schützlinge von Dannwolf mussten zwar in vielen Situationen Lehrgeld zahlen, doch konnten sie auch starke Angriffe verbuchen. Milena Stuppy wusste diese auch zu nutzen. Was bleibt ist Erfahrung und die Gewissheit, gegen einen ambitionierten Gegner alles gegeben zu haben.

Beste Werferinnen / Butzbach: Stuppy (6), Luh (4), Klein, D. Dannwolf (je 2).

HSG Wettertal - TV Burgsolms 28:20 (18:11): Im Spitzenspiel der beiden noch ungeschlagenen Teams empfing Wettertal den Tabellenführer aus Burgsolms. »Am Anfang war es eine enge Kiste«, resümierte HSG-Betreuerin Laura Kunzelmann. Nach 13 Minuten mit Führungswechseln übernahmen die Gastgeberinnen die Kontrolle. Elisa Kerschner verwandelte einen Siebenmeter, und Rückraum-Spezialistin Jennifer Wolfner ließ prompt zwei Treffer folgen - 10:7. Sophie Kerschner zwang mit ihrem Tor zum 12:8 den Gast zu einer Auszeit - doch deren Wirkung verpuffte. Wettertal fand immer wieder Lücken im Defensivverbund des TVB und nutzte diese im Stile einer Spitzenmannschaft aus. Die beiden Kerschners sowie Mona Weil überwanden die Torhüterin. Mit der Pausensirene traf erneut Wolfner zu einer komfortablen Sieben-Tore-Führung. Im zweiten Abschnitt ließen die Schützlinge von Trainer Tim Langsdorf nichts mehr anbrennen und konnten sich auf das Nötigste beschränken. Sophie Kerschner und Rechtsaußen Katharina Exner erhöhten sogar zweimal den Vorsprung auf zehn Treffer. Hannah Kielich markierte mit ihrem Premierentreffer das 27:16, ehe der Gast noch mal etwas für die Statistik tat. Schlussendlich feierte die HSG einen »souveränen Sieg aus einer stabilen Abwehr heraus«, so Kunzelmann abschließend.

Beste Werferinnen / Wettertal: Wolfner (7), E. Kerschner (6/4), S. Kerschner (5).

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