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Erste Zähler für Schneider?

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Von: Leon Alisch

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Arif Mustafa Karacoc (Türk. SV Bad Nauheim) und Momodou Jallow (links, TSG Ober-Wöllstadt) sind mit ihren Teams am Wochenende jeweils zweimal im Einsatz. Zwischen einer Sechs-Punkte-Ausbeute und der totalen Pleite ist alles drin. © Nicole Merz

(lab). Doppelspieltag in der Gruppenliga Frankfurt-West: Der klassische Sonntag fällt als Spieltag am langen Wochenende weg, dafür kicken die Fußballer heute und am Feiertag. Von den Wetterauer Teams sind die TSG Ober-Wöllstadt und der Türkische SV Bad Nauheim zweimal im Einsatz, die beiden anderen Vertreter müssen nur am Freitagabend ran.

Ober-Wöllstadt steht nach neun Spielen auf Rang 16. Die anfänglich guten Auftritte, bei denen man unter anderem gegen den SV der Bosnier siegte, sind Vergangenheit. Die TSG geht nicht unter, patzt aber durch individuelle Fehler oder längerfristige Aussetzer wie gegen den FV Stierstadt. Da fing man sich erst nach einer katastrophalen ersten Hälfte. Und jetzt? Es kommt eine doppelte Chance auf Punkte. Am Freitag trifft man auswärts auf die SG Ober-Erlenbach (20 Uhr), am Montag zu Hause auf die DJK Bad Homburg (15.30 Uhr). Ober-Erlenbach ist Letzter, Bad Homburg Drittletzter. Größer könnte die Gelegenheit kaum sein.

Doch es kommt wenig Optimismus vor den beiden Partien auf. Alper Gökalp (Außenbandreizung) und Serge Amouzong (Schlag abbekommen) fallen vermutlich für den Freitag aus. »Natürlich wollen wir jetzt was reißen. Viele Spieler haben zurzeit allerdings mit muskulären Problemen zu kämpfen«, sagt der Sportliche Leiter Dominic Köbel. Es ist ein Auf und Ab. Positiv: Nico Loppe kehrt zurück, und Max Grillmaier absolviert voraussichtlich sein erstes Saisonspiel. Punktet man gegen Ober-Erlenbach, wären das die ersten Zähler unter Interimstrainer Stefan Schneider.

Ober-Wöllstadt ist die einzige Wetterauer Mannschaft, die bisher solche großen Probleme hat. Die anderen drei heimischen Vertreter machen sich besser - dabei vor allem der Türkische SV Bad Nauheim. Platz vier steht nach neun Spielen zu Buche. Sogar die Tabellenführung war möglich, wäre man gegen die Sportfreunde Friedrichsdorf nicht so schlampig mit seinen Chancen umgegangen. Wo war da die torgefährlichste Offensive der Liga? »Eine wirklich unnötige Niederlage. Wir haben Dinger vergeigt, die hatten alle schon drin gesehen«, war sich Erdal Terzi, Sportlicher Leiter, sicher. Jetzt hat man gegen alle drei Teams, die über einem stehen, verloren. Das wiederum heißt: Es kommen erstmal keine Spitzengegner mehr. Kontrahent am Freitag ist auswärts der SV der Bosnier (19 Uhr), der auf Platz zehn rangiert. Am Montag spielt man zu Hause gegen die Spvgg. Oberrad (15.30 Uhr). Das sind beides Kontrahenten, die der Türk. SV in der Normalform der bisherigen Saison schlägt.

Mika Dechant immer wichtiger

Während Ober-Wöllstadt und der Türk. SV doppelt ranmüssen, laufen zwei heimische Teams nur am heutigen Freitag auf. Der FC Karben spielt beim Tabellendritten FC Kalbach (20 Uhr). Nach den Auftritten der vergangenen Wochen wirkt es gar, als wären die Karbener im Stande, es mit den Mannschaften ganz oben aufzunehmen. Gegen Oberrad spielte Torjäger Moritz Michel 70 Minuten und traf. Dazu entwickelt sich Mika Dechant zu einem immer wichtigeren Teil der Mannschaft. Man wirkt souveräner, schaltet schnell und trifft - elfmal in den vergangenen drei Ligaspielen. Gegner Kalbach mischt weiter im oberen Drittel mit, verzeichnete jedoch nur einen Sieg aus den vergangenen vier Spielen. Dreimal gab’s ein Unentschieden. Wie lange hält der Aufsteiger noch ganz oben mit? Gegen Beienheim vor einer Woche war man vermehrt defensiv gefordert. Das 1:1 wirkte glücklich.

Ganz zum Ärger der Beienheimer. Denen fehlte gegen Kalbach wiederum die Torgefahr. Einen klaren Grund für die fehlenden Treffer hat man in Beienheim noch nicht ausgemacht. Spielertrainer Maxi Esposito sagt: »Es liegt sicher auch am Vergleich zur vergangenen Saison. Da hatten wir teilweise das Glück, das uns bisher fehlt.« Jetzt hat man das Topspiel gegen die Spfr. Friedrichsdorf vor der Nase (Freitag, 20.15 Uhr). Im Vergleich zur Begegnung gegen Kalbach könnte Lukas Danowski von Beginn an seine Position auf der »Sechs« einnehmen. Vorne fehlt urlaubsbedingt erneut Salih Yasaroglu. Im Sturm setzt man auf Dennis Ehrlicher, Steffen Münk und Marius Bindewald. Münk wird, nachdem er vor einer Woche erst zur zweiten Hälfte kam, wohl fit für 90 Minuten sein. Man braucht die Qualitäten der Offensive, wenn man gegen die bisher beste Defensive der Liga bestehen will.

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