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Eskalation beim HFV

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(fr). Der Hessische Fußball-Verband (HFV) hat seine Präsidiumsmitglieder Silke Sinning und Ralf Viktora ultimativ aufgefordert, entweder umgehend ihre Kandidatur für ein Amt im DFB-Präsidium im Team von Peter Peters zurückzuziehen oder ihre Funktionen im HFV sofort niederzulegen. Dies geht aus einer E-Mail hervor, die das Portal torgranate.de zuerst veröffentlichte und deren Existenz der »Frankfurter Rundschau« aus gut informierten Kreisen bestätigt wurde.

Der HFV dementierte das Ultimatum am Montagnachmittag auf FR-Anfrage ausdrücklich nicht: »Über interne Vorgänge im Rahmen von Präsidiumssitzungen gibt der HFV generell keine Stellungnahme ab.«

Viktora ist HFV-Schatzmeister und will nun DFB-Schatzmeister werden, Sinning ist im HFV zuständig für Frauen- fußball und will im DFB für ein Vizepräsidentinnenamt Gleichstellung, Diversität und Nachhaltigkeit kandidieren.

Hintergrund der großen Irritation bei Hessens Fußballchef Stefan Reuß: Er unterstützt nicht, wie Sinning und Viktora, Peter Peters, sondern dessen Gegenkandidaten Bernd Neuendorf. Außerdem ist der HFV-Präsident für eine weitere Amtszeit von Bayerns Fußballboss Rainer Koch. Das Team Peters mit den hessischen Delegierten Sinning und Viktora, die bei der Wahl am 11. März jeweils eine Stimme haben, will Koch dagegen loswerden.

Die Gräben könnten nicht tiefer sein. Das Ultimatum des auch von seinem eigenen Dachverband, dem Süddeutschen Regionalverband, unter Druck geratenen Hessischen Fußball-Verbandes lief am Montagabend ab, dem Vernehmen nach, ohne dass Sinning und Viktora darauf reagierten. Dann wäre nun wieder der HFV am Zuge.

HFV-Präsident Reuß begründet seinen Schritt auch damit, weiteren Schaden vom HFV sowie die Isolation des Verbandes im Amateurlager abzuhalten. Offenbar ist das gegenseitige Vertrauensverhältnis gestört. Auch deshalb, weil nach »FR«-Informationen weder Sinning noch Viktora im Präsidium des HFV im Herbst den Finger gehoben hatten, als gefragt wurde, ob jemand Ambitionen habe, im künftigen DFB-Präsidium mitzuarbeiten. Vom Verband war am Montag zu hören: »Der HFV hat sich von bestimmten Aussagen von Prof. Dr. Silke Sinning und Ralf Viktora distanziert, weil sie nicht die Meinung des Verbandes widerspiegeln.«

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