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Ex-Jugendtrainer in U-Haft

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(dpa/lhe). Ein ehemaliger Jugendtrainer des hessischen Fußball-Drittligisten SV Wehen Wiesbaden sitzt wegen des Verdachts der Vergewaltigung, des sexuellen Missbrauchs und des Herstellens von jugendpornografischen Schriften in Untersuchungshaft. Einen Bericht von »hessenschau.de« bestätigte der Verein am Montagmorgen.

»Es handelt sich um einen für unseren Verein gravierenden und belastenden Vorgang. Zumal wir von solchen Dingen bislang verschont geblieben sind«, schrieb der SV Wehen Wiesbaden. Auch die Staatsanwaltschaft Frankfurt bestätigte den Sachverhalt auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Als die Vorwürfe bekannt wurden, habe man den Jugendtrainer »sofort freigestellt und dann fristlos entlassen«, schrieb der Fußballclub. Er steht im Verdacht, Jugendliche zunächst betäubt und in der Folge vergewaltigt zu haben. Der SV Wehen Wiesbaden betonte, »von Beginn an und vollumfänglich bis zum heutigen Tag eng und vertrauensvoll mit Polizei und Staatsanwaltschaft zusammengearbeitet« zu haben.

Wenige Minuten nach der Veröffentlichung des Fußballclubs gab es auch von der Staatsanwaltschaft eine offizielle Mitteilung. Demnach laufen die Ermittlungen der Behörde seit Juni 2021. Unklar war zunächst, ob es sich bei den betroffenen Jugendlichen um Jugendspieler des Vereins handelt. Der Mann sitzt seit 9. Dezember in Untersuchungshaft. Er steht außerdem im Verdacht, sich zwischen 2007 und 2014 an weiteren Jugendlichen im Alter von 13 bis 16 Jahren vergangen zu haben.

»Am 27. Oktober 2021 wurde ein seitens der Staatsanwaltschaft beim Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Frankfurt erwirkter Durchsuchungsbeschluss vollstreckt«, beschrieb die Behörde das Vorgehen. Dabei seien Spinde und Schränke durchsucht sowie »verschiedene Speichermedien« sichergestellt worden. Auf dem Handy des Verdächtigen seien dabei Videosequenzen gefunden worden, die mehrere sexuelle Vergehen im Oktober 2021 an mutmaßlich schlafenden oder bewusstlosen minderjährigen Jungen zeigen. Angesichts dieser neuen Vorwürfe wurde der Beschuldigte Anfang Dezember festgenommen. Die Ermittlungen dauern nach Angaben der Staatsanwaltschaft weiter an, vor allem »die Auswertung der sichergestellten Datenträger und Identifizierung der Opfer«. Der Verein teilte mit, die Jugendarbeit habe eine enorme Bedeutung. »Der Verein ist sich bei der Aufarbeitung des Falles seiner Verantwortung bewusst und setzt auf eine enge Kooperation mit den Behörden.«

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