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Kevin Lavallee über seine Rückkehr nach Bad Nauheim mit den Eispiraten Crimmitschau

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Von: Michael Nickolaus

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Ex-Teufel Kevin Lavallee spielt am Dienstag mit den Eispiraten Crimmitschau in Bad Nauheim. © Alexander Grimm

Kevin Lavallee hat in Bad Nauheim gespielt, er hat hier geheiratet und ist inzwischen hier verwurzelt. Vor dem Gastspiel mit den Eispiraten Crimmitschau spricht er über sein DEL2-Comeback und die Qualität der Sachsen.

Kevin Lavallee hat in Bad Nauheim quasi ein Heimspiel. Vom Stadtteil Rödgen aus fährt der 36-jährige Stürmer der Eispiraten Crimmitschau nach einem Tag Heimaturlaub am Dienstag direkt ins Colonel-Knight-Stadion. Während seiner drei Engagements in der Wetterau zwischen 2008 und 2014 hat der gebürtige Kanadier 241 Scorerpunkte in 172 Spielen für die Roten Teufel in der Oberliga und der Deutschen Eishockey-Liga 2 erzielt, war Publikumsliebling, fand auch privat sein Glück und ist längst hier verwurzelt. Im Jahr 2019 entschied sich der Familienvater, beim Drittligisten EG Diez-Limburg den Sport mit einer Ausbildung zum Elektroniker in Info- und Telekommunikation zu kombinieren. Seit rund zwei Wochen ist Lavallee zurück in der DEL 2.

Kevin Lavalllee, hatten Sie je daran geglaubt, noch einmal Playoff-Spiele in der DEL2 zu bestreiten, nachdem Sie sich vor drei Jahren für einen Wechsel nach Limburg entschieden hatten?

Nein, das war so nicht geplant. Das hatte ich nicht im Hinterkopf. Die Entscheidung, nach Crimmitschau zu wechseln, war spontan und kurzfristig. Mein Freund Andrew Hare (Assistenztrainer in Crimmitschau, inzwischen nach Selb gewechselt/Anmerkung der Redaktion) hatte mich gefragt, ob ich mir nach meiner Ausbildung noch einmal einen Wechsel vorstellen könnte. In Limburg war die Situation zu diesem Zeitpunkt sehr schwierig. Ich habe dann mit den Eispiraten telefoniert - und die Entscheidung ist quasi vom einen auf den anderen Tag gefallen.

Sie kamen in einer Phase mit einem sehr eng getakteten Spielplan. Wie gelingt da die Umstellung auf das höhere Level?

Ich bin noch nicht bei 100 Prozent. Das ist ja klar. Die Liga ist in den vergangenen drei Jahren noch stärker geworden. Sicher wäre ein Einstieg über eine normale Trainingswoche leichter, aber ich spüre, wie es von Spiel zu Spiel besser wird. Und es ist definitv leichter, wieder reinzukommen, da ich mich wieder nur auf den Sport konzentrieren kann und nicht nach einem Arbeitstag ins Training fahre.

Man kennt Sie als Scorer, der von seinem Tempo lebt. Inzwischen sind Sie aber auch 36 Jahre alt. Welche Rolle spielen Sie bei den Eispiraten?

Ich bringe Erfahrung mit, schaffe auch Tiefe im Kader. Ich spiele in der dritten Reihe und versuche, hier mit meinem Spiel zu helfen.

Die Eispiraten spielen - ebenso wie Bad Nauheim - eine erfolgreiche Saison. Was zeichnet die Mannschaft aus?

Zum einen stimmt die Einstellung. Die Jungs arbeiten alle hart. Zum anderen stimmt das Klima in der Kabine. Da ist ein sehr enges Miteinander, auch im Verhältnis zum Trainer. Das überträgt sich auf das Eis. Von der Atmosphäre ist’s eine große Familie.

Mit welchen Gefühlen gehen Sie ins Spiel. Das ist eine andere Rückkehr als zu einem Testspiel mit Limburg.

Ja, das ist kein Vergleich. Ich versuche, das auszublenden und die Partie wie jede andere auch zu sehen. Aber klar: Ein Spiel in Bad Nauheim ist immer etwas Besonderes. Ich hatte hier immer eine gute Zeit, mit den Jungs und den Zuschauern.

Sie hatten sich vom Profisport eigentlich verabschiedet, einen beruflichen Weg eingeschlagen. Jetzt juckt’s wieder. Was machen Sie, wenn die Saison 2022/23 beginnt?

Da ist alles offen. Da gibt es keinen Plan. Ich schaue von Tag zu Tag, was passiert. Jetzt gilt die Konzentration erstmal den Eispiraten.

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