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Florstadt/Gettenau bleibt punktlos

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Von: Harold Sekatsch

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Lukas Peppler (MSG Florstadt/Gettenau) steigt hoch und nimmt den Wurf aus dem Rückraum. Tobias Koopermann, Ben Steffan und Johannes Kreß (v. r., alle Hungen/Lich) reißen die Arme zum Blockversuch hoch. © Oliver Vogler

(se). Spieltag Nummer vier in der Handball-Bezirksoberliga. Dabei kam die TG Friedberg turnusmäßig nicht zum Einsatz und musste ihren Konkurrenten in der Spitzengruppe den Vortritt lassen. Der HSG Mörlen gelang beim 25:24 über die HSG Lumdatal II der vierte Erfolg in der vierten Partie. Die MSG Florstadt/Gettenau musste sich deutlich bei der HSG Hungen/Lich geschlagen geben (25:

35) und wartet noch auf den ersten Pluspunkt. Anders dagegen die HSG Wettertal: Das Team von Trainer Sven Tauber setzte sich klar beim TV Wetzlar durch. 26:19 hieß es am Ende für die Wetterauer.

HSG Hungen/Lich - MSG Florstadt/Gettenau 35:25 (16:11): Ein Start-Ziel-Sieg für die Gastgeber, die nach 37 Sekunden durch Anton Frederic Hahn in Führung gingen und diese im weiteren Verlauf nicht mehr abgaben. »Wir haben sehr aggressiv verteidigt«, berichtete Thomas Wallendorf, Trainer der Gastgeber. »So haben wir viele Bälle erkämpft, die wir umsetzen konnten zum Tempogegenstoß.« Besonders hob Wallendorf den Mittelblock hervor. Aber auch im Angriff »haben wir gut kombiniert und am Anfang das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten«. Nach zehn Minuten hieß es 7:3 für Hungen/Lich und 14:9 nach 26 Minuten. Die Hausherren hielten die Wetterauer auf Distanz und bauten im zweiten Durchgang den Vorsprung aus. Zwölf Minuten nach Wiederbeginn hatte die HSG die Führung auf zehn Treffer (24:14) erhöht und damit praktisch die Entscheidung herbeigeführt. Im weiteren Verlauf behaupteten die Gastgeber den Vorsprung. »Ein Sieg, auf den wir aufbauen können«, freute sich Wallendorf. Die Enttäuschung dagegen nicht verbergen konnte MSG-Trainer Thorsten Dietzel: »Leider haben wir erneut 17 technische Fehler gemacht«, berichtete er. Und damit brachte sich seine Mannschaft um die Möglichkeit, in Lich einigermaßen mitzuhalten. Allerdings stellte der Gästecoach fest: »Das Spiel hatte kein Bezirksoberliga-Niveau.« Ohne Punkt steht Florstadt/Gettenau in der Abstiegszone. »Jetzt haben wir Druck vor den nächsten beiden Spielen«, erklärte Dietzel. Nächster Gegner ist am Samstag auswärts die HSG Buseck/Beuern; vier Tage später kommt die HSG Kirchhain/Neustadt in die Wetterau.

Torschützen, Florstadt/Gettenau: Wenisch, Peppler (je 5), Greife (4/4), Schildger, Starck (je 3), Briesen (2), Baumgartl, Grosso, Potschka (je 1).

HSG Mörlen - HSG Lumdatal II 25:24 (13:14): »Wir haben zwar wieder gewonnen, was total schön ist«, freute sich Mörlens Trainer Kevin Dannwolf über den Ausgang der Partie. So ganz einverstanden mit dem Auftritt seiner Schützlinge war er aber nicht. »Wir hatten Ausfälle zu kompensieren«, schränkte er seine Kritik ein, sah aber auch »eine unfassbar hohe Fehlerquote im technischen Bereich«. Ein »solides Spiel« bestätigte seinen Spielern indes Gästetrainer Fabian Hoepfner, dem vor allem die Anfangsviertelstunde gefallen hat. In dieser Phase sei »der Matchplan voll aufgegangen«, ergänzte Hoepfner. »Wir haben viele Wurfchancen über die Außen generiert, die Kreuzungen so gespielt, wie wir es wollten, sind in die Lücken gegangen. Danach hatten wir kleinere Schwierigkeiten, die Mörlen über Gegenstöße bestraft hat.« Als die Gäste dann einige »Freie« verwarfen, drehte Mörlen die Partie. Nach zehn Minuten lag die Landesliga-Reserve mit 6:1 vorn. Nach und nach holten die Hausherren auf und kamen kurz vor der Pause erstmals zum Gleichstand (13:13). In den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte wandelte Mörlen den Pausenrückstand in eine 20:17-Führung um. Aber auch das gab den Hausherren keine absolute Sicherheit. »Unsere Abwehr war teilweise vollkommen in Ordnung, wobei die letzten zwei Prozent noch fehlten«, konstatierte Dannwolf. Danach holte Lumdatal auf und glich in der 49. Minute zum 21:21 aus. 24:24 laute der Spielstand nach 58 Minuten, ehe Niklas Otto seine Mörlener acht Sekunden vor Schluss mit 25:24 in Führung brachte. Danach hatte Lumdatal noch einen Abschluss, allerdings ohne Erfolg. Faires Fazit von Dannwolf: »Es war ein super glücklicher Sieg.«

Torschützen, Mörlen: Frosch (5/1), Alt, Otto (je 4), Schätzle, Rossin, Berlich, Bernhard Dietz, Wulf (je 2), Krauße, Fritz (je 1).

TV Wetzlar - HSG Wettertal 19:26 (10:13): Die Wetzlarer lagen nach 14 Minuten mit 5:3 vorn, dabei hätte die Führung noch deutlicher ausfallen können. »Wir hätten bis zur dritten Minute mit 3:0 führen können. Damit kommen wir zu unserem Problem, das uns das ganze Spiel über begleitet hat. Wir haben die Chancen, machen aber kein Tor«, analysierte TV-Trainer Marco Schmidt. Dennoch wandelten die Gastgeber den 0:2-Rückstand in eine Führung um, doch in der Folge wendete die HSG das Blatt und zog bis zur Pause auf 13:10 davon. »Kurz vor der Halbzeit und nach Wiederbeginn haben wir uns mit vielen Zeitstrafen selbst aus dem Spiel genommen«, ärgerte sich der TV-Coach, dessen Mannschaft in der 40. Minute mit 12:18 im Hintertreffen lag. Damit war die Partie bereits entschieden. Wettertal ließ sich den Vorsprung nicht mehr nehmen. »Es war ein taktisch gutes Spiel von uns«, bescheinigte HSG-Coach Sven Tauber seiner Mannschaft, die »die Ausfälle top aufgefangen hat«. »Wir kamen schwer rein ins Spiel, aber ab der 20. Minute ging es auf einmal«, ergänzte der HSG-Coach, der sich darüber freute, dass seine Mannschaft »endlich einmal die Überzahl genutzt« habe. Als beste Spieler lobte Tauber den A-Jugendlichen Finn Feltgen und Torhüter David Groß. »Aber im Endeffekt war es eine starke Teamleistung, bei welcher die Führungsspieler den Grundstein gelegt haben.«

Torschützen, Wettertal: Kielich, Feltgen (je 6), Schmidt (4), Merlin Metzger (3/1), Andreas Boller (3), Timo Metzger (2), Jatouri, Walter (je 1).

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