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Kreisoberliga: FSG Burg-Gräfenrode feiert Schützenfest in Nieder-Wöllstadt

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Von: Thomas Brannekämper

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Matthias Pircek von der FSG Burg-Gräfenrode lässt sich vom Nieder-Wöllstädter Max Schilbach (r.) nicht so leicht abschütteln. © Nicole Merz

In einem vermeintlichen Kreisoberliga-Duell auf Augenhöhe siegte die FSG Burg-Gräfenrode beim Tabellennachbarn SV Nieder-Wöllstadt mit 5:0. Der SC Dortelweil II machte indes Boden gut.

(tbr). Lediglich vier der sechs angesetzten Spielpaarungen konnten in der Fußball-Kreisoberliga Friedberg am Wochenende über die Bühne gehen. Die Partie der Spvgg. 08 Bad Nauheim gegen den SV Teutonia Staden sowie das Spiel der TSG Ober-Wöllstadt gegen den VfB Friedberg mussten aufgrund von Corona-Fällen abgesetzt werden. Wichtige Punkte im Abstiegskampf konnte die Hessenliga-Reserve von Türk Gücü Friedberg verbuchen. Gegen den direkten Konkurrenten 1. FC Rendel gelang ein 5:1-Erfolg. Einen wichtigen Dreier konnte auch die Gruppenliga-Reserve des SC Dortelweil verbuchen. Mit einem 3:2-Auswärtserfolg beim SV Bruchenbrücken überholte man den Gastgeber aus dem Friedberger Stadtteil in der Tabelle. Die Rote Laterne brennt weiter in Massenheim, gegen den Tabellenzweiten aus Nieder-Weisel musste eine 1:3-Heimniederlage quittiert werden. Im Nachbarschaftsduell zwischen dem SV Nieder-Wöllstadt und der FSG Burg-Gräfenrode behielten die »Roggauer« deutlich mit 5:0 die Oberhand.

SV Nieder-Wöllstadt - FSG Burg-Gräfenrode 0:5 (0:2): Böse unter die Räder gekommen sind die Wöllstädter in ihrem Heimspiel gegen den Tabellennachbarn aus Burg-Gräfenrode. »Auch wenn wir zur Zeit viele Verletzte und krankheitsbedingte Ausfälle zu beklagen haben, ist dies kein Grund für diese Leistung. Unsere Gäste waren uns in allen Belangen überlegen und haben auch in dieser Höhe verdient gewonnen«, war Nieder-Wöllstadts Pressesprecher Walter Nebel nach dem Schlusspfiff sehr deutlich in seiner Analyse. Zum Beweis konnten die Gäste schon zur Mitte von Halbzeit eins in Führung gehen. Cagdas Karagöz konnte mit einem Schuss aus 20 Metern die Gästeführung erzielen. Die Gastgeber hatten durch Mevla Yigit und Kai Bischoff zwar gute Ausgleichschancen, doch Karagöz mit seinem zweiten Tagestreffer sorgte für den Pausenstand von 2:0 für die Gäste (32.) Nach dem Wechsel verpasste Yigit abermals, und wieder war es Karagöz, der demonstrierte, wie Tore erzielt werden. Diesmal war er Nutznießer einer punktgenauen Vancura-Vorlage (63.). Max Schillbach fand daraufhin auch bei seiner Chance keinen Weg, die »Roten« zurück ins Spiel zu bringen. Die Gäste blieben weiter effizient. Erst profitierte Sebastian Göktas von einer weiteren feinen Vancura-Vorlage, die er zum 4:0 vollendete. Den Schlusspunkt setzte dann Marcus Vancura selbst, er konnte den 5:0 Endstand erzielen (90.)

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Bernd Wess. - Zuschauer: 80. - Tore: 0:1 (19.), 0:2 (32.), 0:3 (63.) Karagöz, 0:4 (85.) Göktas, 0:5 (90.) Vancura.

Türk Gücü Friedberg II - 1. FC Rendel 5:1 (2:1): Mit dem dritten Sieg in Folge kämpft sich die Hessenliga-Reserve von Türk Gücü Friedberg langsam aus dem Tabellenkeller. Auch gegen Rendel hatte die Truppe von Trainer Ismail Soganci Unterstützung aus dem Kader der »Ersten« - und dies sollte sich erneut auszahlen. Semon Biber eröffnete den Torreigen bereits früh in Durchgang eins. Rendels Keeper Torben Weber stand etwas weit vor seinem Tor, Biber konnte ihn hier mit einem Schuss aus der eigenen Hälfte überraschen (13.). Doch Rendel hatte die passende Antwort parat. Ein Distanzschuss von Kevin Burzig konnte noch geblockt werden, den Abpraller konnte Tony Gröne zum Ausgleich im Friedberger Gehäuse unterbringen. Doch wieder war es Biber, der den Unterschied ausmachte. Eine Flanke von Erol Güler jagte er volley zum 2:1-Pausenstand in die Maschen (37.). Und auch beim dritten Friedberger Streich hatte Biber seine Füße im Spiel. Sein Gassenball konnte Julian Scheffler direkt nach der Pause zum 3:1 verwerten (46.). Für die Entscheidung sorgte dann Erol Güler nach einer Flanke von Muhammed Özisli. Diese brauchte er nur noch zum 4:1 über die Linie zu drücken (70.). Den Schlusspunkt setzte dann Louis Jeremy Oki per Kopf zum 5:1-Endstand (76.). »In einer fairen Begegnung haben wir verdient gewonnen, die Mannschaft bestätigt momentan ihre ansteigende Form«, war der Friedberger Pressesprecher Rahman Karadavut mit dem Spielgeschehen recht einverstanden.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Rafet Yalman. - Zuschauer: 40. - Tore: 1:0 (13.) Biber, 1:1 (15.) Gröne, 2:1 Biber (37.), 3:1 (46.), Scheffler, 4:1 (70.) Güler, 5:1 (76.) Oki.

FC Hessen Massenheim - SV Nieder-Weisel 1:3 (1:2): »Wir haben die Partie in der Anfangsphase verloren und konnten nicht an unsere guten Leistungen der letzten Wochen anknüpfen«, sah Massenheims Trainer Dennis Matter den Grund für die Niederlage. Zum Beweis unterlief David da Silva bereits nach drei Zeigerumdrehungen ein Eigentor zur Nieder-Weiseler Führung. Diese konnte Sebastian Volp per Kopf nach einem Freistoß aus dem Halbfeld auf 2:0 ausbauen (10.). Erst danach nahmen die Gastgeber auch am Spielgeschehen teil und hatten gute Chancen durch Timo Hoffmann und Sabahudin Jalmanovic. Und Jalmanovic war es auch, der die Massenheimer kurz vor der Halbzeit zurück ins Spiel brachte. Gegen seinen Abschluss aus der Drehung (42.) war Weisels Keeper Vincent Reiter machtlos. Durchgang zwei bot dann eine Partie mit verteilten Spielanteilen. Chancen für die Gastgeber durch Hoffmann und Sascha Plagentz verpufften ebenso wie auf der anderen Seite Möglichkeiten durch die beiden Volp-Brüder. Lediglich SV-Akteur Mathieu Wolf schoss noch scharf. Sein Schuss ins lange Eck zum 3:1 (55.) bedeutete den Endstand in dieser Begegnung. »Unsere Gäste waren konsequenter vor dem Tor, und somit haben sie nicht unverdient die drei Punkte mit nach Hause genommen«, lautete das Schlusswort von Dennis Matter.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Meiko Becker. - Zuschauer: 50. - Tore: 0:1 (3.) ET da Silva, 0:2 (10.) Sebastian Volp, 1:2 (42.) Jalmanovic, 1:3 (55.) Wolf.

SV Bruchenbrücken - SC Dortelweil II 2:3 (1:1): »Nun stecken auch wir im Abstiegskampf«, war die erste Aussage von Bruchenbrückens Pressewart Reiner Schmidt nach Spielende. Im Duell mit den nur zwei Punkte schlechter platzierten Dortelweilern stand am Ende eine unglückliche 2:3-Niederlage zu Buche. Den besseren Start erwischten die Gäste. Angetrieben vom überragenden Oliver Steffen konnte Joshua Bell seine Farben mit 1:0 in Front schießen (18.). Doch die Bärenschweizer hielten dagegen und belohnten sich kurz vor der Pause mit dem Ausgleich. Manuel Riess war per Kopfball erfolgreich (43.). Derselbe Akteur war es, der für die Bruchenbrückener Führung verantwortlich zeichnete. Gegen seinen trockene Schuss aus 18 Metern war kein Kraut gewachsen, das Spiel war gedreht. Dieser Spielstand hatte in einer ausgeglichenen Partie Bestand bis weit in die Schlussphase. Und als alles schon mit einem Heimsieg der Gastgeber rechnete, hatte Lorenz Zieres seinen großen Auftritt für die Gäste. Zuerst erzielte er den nicht unverdienten Ausgleich (88.), bevor er mit seinem zweiten Tagestreffer zum Matchwinner wurde (90.+2) und der Gruppenliga-Reserve drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sicherte.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Mirko Franz. - Zuschauer: 80. - Tore: 0:1 (18.) Bell, 1:1 (43.), 2:1 (63.) Riess, 2:2 (88.), 2:3 (90.+2) Zieres.

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