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FV Bad Vilbel: Die Wundertüte

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FV Bad Vilbel 2023/24: Unser Bild zeigt (hintere Reihe von links): Henri Loch, Benjamin Macker, Dominik Budic, Amer Smajovic, Fynn Hellwig, Ilias Firisse, Justin Tschuschke; (Mitte) Präsident Willi Eckhardt, Physiotherapeutin Nadine Hoffmann, Nils Clauss, Sohail Rashid, Richard Sieber, Julian Kinzelmann, Trainer Roland Stipp, Spielausschuss-Chef Jan Werner; (vorne) Pascal Bausch, Cosmo Wagner, Jannik Thummer, Danilo Pantic, Max Ehrig, Taiki Keda, Justus Loose. © Jürgen Keßler

Trainer Roland Stipp hat nach dem Abstieg in die Fußball-Gruppenliga Frankfurt West am Nidda-Sportfeld einen Umbruch vollzogen.

(lab). Restart in Bad Vilbel: Nach dem Abstieg aus der Verbandsliga-Süd ist der erwartet große Schwund eingetreten. Zwölf Spieler haben den Verein verlassen. Gleichzeitig sind 13 Akteure dazugestoßen. Der Kader wurde auf links gedreht und enorm verjüngt. Mit dabei sind nun viele 19- und 20-jährige Spieler, die meisten sind direkt aus der A-Jugend gekommen Das gibt dem Team des FV Bad Vilbel ein neues Gesicht für die Saison in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt-West. Ob die Brunnenstädter oben mitspielen, und wie viel Zeit es braucht, bis die Mannschaft funktioniert, scheint offen. Der FV Bad Vilbel ist die Wundertüte der Saison 2023/24.

Das hat sich personell getan: Fast alle Neuzugänge des FV Bad Vilbel entstammen den Junioren-Abteilungen der Umgebung. Mit Cosmo Wagner, Fynn Hellwig und Nils Clauss kommen gleich drei Spieler vom Karbener SV. Taiki Keda, der von der FG Seckbach zum FV Bad Vilbel wechselt, ist mit 25 Jahren der älteste Neuzugang und damit auch einer der älteren Spieler der gesamten Mannschaft. Keda spielte in Seckbach als Mittelstürmer in Bad Vilbel, in der Vorbereitung aber mitunter als Linksverteidiger. Mit Cosmo Wagner konnte zudem ein kleines Sturm-Juwel vom Wechsel an das Nidda-Sportfeld überzeugt werden: Wagner erzielte in der A-Junioren-Hessenliga 17 Tore in 23 Spielen.

Die Flut an Abgängen wurde noch durch Denis Hadzimusic erweitert. Über dessen Zusage hatte man sich schon gefreut. So bleibt ein Stamm von lediglich zehn Spielern, die bereits in der Vorsaison für den FV Bad Vilbel aufgelaufen waren, übrig.

So lief die Vorbereitung : Der FV war durch die Urlaubsphase wie die meisten Vereine stark beeinträchtigt. Zum ersten Testspiel gegen den OSC Rosenhöhe reiste Trainer Roland Stipp mit lediglich zwölf Mann an. Entsprechend besitzen die bisherigen Tests laut dem Coach »null Aussagekraft«. Dennoch zeichne sich im Training ab, dass das Niveau stimme: »Das sind alles gute Jungs, die kicken können. Wir haben gut gesichtet«, sagt Stipp. Viele Spieler müssten körperlich noch zulegen, gut ausgeprägt seien dafür Tempo und Technik. Schnelligkeit sei ein Faktor gewesen, auf den man bei den Neuzugängen geachtet hätte.

Die Ziele : Um an konkrete Ziele zu denken, erscheint die Zeit in Bad Vilbel noch nicht reif. »Wir wollen so schnell wie es geht, in der Liga ankommen und unseren Weg finden«, sagt Stipp. Erwartungen seien völlig egal. Damit versucht man abzublocken, was einem Klub aufgrund des Status als Verbandsliga-Absteiger angedichtet wird. Auch für Stipp wird die Zeit in der Gruppenliga Neues beinhalten: »Ich werde manche Sportplätze zum ersten Mal betreten«, erzählt Stipp, der in der Vergangenheit als Trainer bei Concordia Eschersheim sowie der Spvgg. 05 Oberrad tätig war und lange Jahre als Sportjournalist über den regionalen und überregionalen Fußball berichtet hatte.

Auf diese Spieler kommt es an: Die Säulen der vergangenen Saison sind größtenteils weg. Nur wenige Eckpfeiler sind geblieben, beispielsweise Justus Loose, Richard Sieber und die Torhüter Jannik Thummerer und Max Ehrig. Bei diesen Spielern weiß man bereits, was man hat. Das Potenzial der Neuzugänge gilt es abzuwarten. Wichtig erscheinen insbesondere Keda und Wagner. Mit Benjamin Kryszat kommt ein weiterer junger, aber gruppenliga-erfahrener Spieler vom FC Karben dazu.

Kader / Tor: Max Ehrig, Jannik Thummerer, Florian Busold (A-Jugend Karbener SV). - Abwehr: Taras Krolovetz, Danilo Pantic, Akitora Inamoto, Simeon Stellflug, Benjamin Kryszat (FC Karben), Luca Bauer (A-Jugend TuS Makkabi Frankfurt), Julian Kinzelmann (eigene zweite Mannschaft). - Mittelfeld und Angriff: Dominik Budic, Richard Sieber, Justus Loose, Amer Smajovic, Taiki Keda (FG Seckbach), Cosmo Wagner, Nils Clauss, Sohail Rashid (alle A-Jugend Karbener SV), Fynn Hellwig (A-Jugend FC Erlensee), Ilias Firisse (A-Jugend Bayern Alzenau), Justin Tschuschke, Henri Loch (beide eigene A-Jugend), Benjamin Macker (eigene zweite Mannschaft). - Trainer: Roland Stipp.

Abgänge: Erkan Gök (FC Neu-Anspach), Goushi Yamamoto (FFV Spfr. Frankfurt), Alexander Bauscher, Dominik Emmel, Masahito Morishima (alle Ziel unbekannt), Ilias El Maakoul (Frankreich), Philipp Schaal (Hanauer SC), Visar Gashi, Flakron Thaci (beide SF DJK Bad Homburg), Niklas Kraus (Türk Gücü Friedberg), Denis Hadzimusic (SV der Bosnier Frankfurt), Jonas Grüter (Laufbahn beendet).

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