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FV Bad Vilbel: Mit einem Bein in der Verbandsliga

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Von: Ralph Görlich

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(goe). Es war ein vorentscheidendes Duell um den Klassenerhalt in der Fußball-Hessenliga - und am Ende jubelte der SV Steinbach gegen den FV Bad Vilbel: Mit 2:1 (1:1) gelang ein Last-Minute-Sieg gegen die Brunnenstädter, die mit einem Bein in der Verbandsliga stehen.

Wieder hatte es den FV Bad Vilbel in der Schlussphase erwischt: Im Hinspiel gegen Steinbach fiel das entscheidende 0:2 in der Nachspielzeit, in Flieden das 1:2 in der Schlussminute, gegen Alzenau das 1:1 ebenso, und nun folgte das 1:2 im Mühlengrund in der 88. Minute per Elfmeter. »Das ist das dritte Mal hintereinander, dass das so passiert. Ich denke nicht, dass man den Elfmeter pfeifen muss, aber das müssen wir so hinnehmen«, fand Gäste-Trainer Amir Mustafic nach dem Spiel klare Worte - auch was den Abstieg angeht: »Wir müssen uns damit abfinden und für nächstes Jahr planen. Ich gehe zumindest fest davon aus. Das hat mit Hoffnung und Durchhalteparolen nichts mehr zu tun.«

Die Steinbacher Führung resultierte nach knapp 20 Minuten aus einem Versuch von Max Stadler, den Adnan Alik auf der Linie klärte, dann wurde der Ball aber nochmal scharf, und Homan Halimi war per Kopf zur Stelle (19.). Doch Bad Vilbel verdiente sich den Ausgleich durch Mario Shuteriqi, der aus kurzer Distanz wenig Mühe hatte (37.). Die Chancen für den SVS waren zwar da, doch das änderte sich mit Durchgang zwei.

Dass das Siegtor fast in der Schlussminute dann noch für Steinbach fiel, sorgte für Riesen-Jubel im Mühlengrund, es war schon ein gefühlt vorentscheidender Schritt. Alik hatte Max Stadler im Strafraum gefoult und sah Gelb-Rot. Der Gefoulte trat selbst an und machte sein schon neuntes Tor in den Playdowns - Bestwert. »Das hat er super gemacht, aber es war eine der wenigen guten Aktionen, die wir heute nach vorne hatten«, sagt SVS-Trainer Paliatka.

Für den FV Bad Vilbel wird es auf dem ersten Abstiegsplatz nun ganz eng, vier Punkte beträgt die Kluft zu Friedberg und auf das rettende Ufer bei noch drei ausstehenden Spielen. Mustafic selbst sei »Realist« und betonte, »dass es verdient ist, wenn es so kommt. Wir spielen besseren Fußball als viele Mannschaften, holen aber keine Punkte. Den Jungs ist kämpferisch und im Willensbereich nichts vorzuwerfen, aber wir schlagen uns zum x-ten Mal selbst«.

SV Steinbach: Bagus; T. Wiegand, F. Wiegand, Uth, Wittke (60. M. Wiegand), Hütsch (90. Göb), Halimi (66. Hanslik), Neacsu, Madzar, Hildenbrand, Stadler.

FV Bad Vilbel: Orband; Böger (85. Ushiyama), Okuno, Alik, Gashi, Embaye (85. Kandelaki), Shimoda, Emmel, Shuteriqi (81. Bauscher), Safaridis, Thielmann.

Im Stenogramm / SR: Haustein (Buseck). - Tore: 1:0 (19.) Halimi, 1:1 (37.) Shuteriqi , 2:1 (88.) Stadler (88.). - Zuschauer: 100. - Gelb-Rot: Alik (Bad Vilbel, 87.).

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