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Hessenliga: FV Bad Vilbel nutzt seine Möglichkeiten gegen Steinbach nicht

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Von: Uwe Born

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Der Steinbacher Max Stadler setzt den ballführenden Bad Vilbeler Vladimiros Safaridis unter Druck. © Nicole Merz

Der FV Bad Vilbel unterlag am Sonntag in der Hessenliga-Abstiegsrunde dem SV Steinbach mit 0:2 und rutschte auf den sechsten Platz ab.

(ub). »Ein Sieg wäre die halbe Miete«, meinte Coach Amir Mustafic kurz vor dem Anpfiff, doch der Schuss ging nach hinten los. Beim Vorhaben, die Hessenliga-Abstiegsrunde in der Endabrechnung auf der sicheren Seite abzuschließen, haben die Fußballer des FV Bad Vilbel nämlich einen Rückschlag erlitten: Gegen den seit Anfang März erst zweimal im Einsatz befindlichen SV Steinbach unterlagen die Brunnenstädter gestern Nachmittag vor eigenem Publikum mit 0:2 (0:1), wurden dadurch von Platz vier auf Position sechs durchgereicht und rangieren im zwölf Teams umfassenden Gesamt-Klassement nur noch zwei Zähler vor dem ersten Abstiegsplatz.

Die Partie begann zäh, flankiert von vielen Fehlpässen im Spielaufbau und brachte dennoch einige Mini-Chancen auf beiden Seiten. Zunächst tauchte Bad Vilbels Filip Cirpaci zweimal (8./10.) vor dem Steinbacher Kasten auf, vergab aber leichtfertig. Dann zeigten sich die Osthessen in ebenfalls zwei Situationen aussichtsreich vor Robin Orbands Kasten. Schüsse von Marko Madzar (18.) und Max Stadler landeten jedoch im zweiten Stock. Kurz vor der Pause leistete sich Bad Vilbels Cirpaci nach Uths Ecke ein überflüssiges Handspiel im eigenen Strafraum, klarer Fall - Elfmeter. Petr Kraca führte aus, Orband parierte, aber gegen Kracas Nachschuss war er machtlos - 0:1.

»Absolut unnötig, die spielentscheidende Szene. Wir haben uns praktisch selbst geschlagen«, ärgerte sich Mustafic über Cirpacis Fauxpas. Diesem Rückstand hinterherlaufen zu müssen, sei, so der FV-Trainer, zwar extrem schwierig gewesen, dennoch hätte man ausgleichen können. Gemeint waren zwei Riesenchancen für Kaito Shimoda und Namrud Embaye. Shimoda donnerte das Leder nach Alexander Bauschers Auflage aus zehn Metern über den Querbalken (57.), Embaye scheiterte aus gleicher Distanz an SVS-Torwart Philipp Bagus (83.). Ansonsten blieb die Offensive der Grün-Weißen jedoch trotz leichter optischer Dominanz einmal mehr vieles schuldig. Steinbach beschränkte sich aufs Kontern und hätte das knappe Polster früh verdoppeln können: Dominik Hanslik (59./61.) und der eingewechselte Homan Halimi (81./88.) versiebten leichtfertig. »Deshalb hätten wir es einfacher haben können, aber die kämpferische Leistung meiner Mannschaft verdient größten Respekt«, bewertete Petr Paliatka die Darbietungen seines Teams. Erst in der Overtime konnte der Trainer der Osthessen aufatmen: Halimi gab nach einem weiten Bagus-Abschlag Vollgas, zog aus elf Metern flach ab und zementierte mit dem zweiten Gäste-Goal nach dem Erfolg bei Türk Gücü Friedberg einen weiteren Steinbacher Auswärtscoup.

FV Bad Vilbel: Orband - Safaridis, Filipovic (43. Alik), Gashi - Böger, Okuno, Embaye, Knauer - Shimoda (70. Lahchaychi), Bauscher, Cirpaci (65. Ushiyama).

SV Steinbach: Bagus - Bott, Tom Wiegand, Hildenbrand - Fabian Wiegand, Hütsch, Madzar, Kraca (66. Wittke) - Uth - Stadler (54. Halimi), Hanslik (92. Göb).

Stenogramm / Schiedsrichter: Tobias Lecke (Gilfershausen). - Zuschauer: 190. - Tore: 0:1 (45.) Kraca, 0:2 (92.) Halimi.

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