1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

FV Bad Vilbel: Schützenhilfe bleibt aus - Abstieg besiegelt

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

recmsfs_KS_SPORT_2022_05_4c
Tanz mit dem Ball: Jonas Springer vom KSV Baunatal (links) und Namrud Embaye vom FV Bad Vilbel. FOTO: SCHACHTSCHNEIDER © Dieter Schachtschneider

Jetzt ist’s amtlich! Der FV Bad Vilbel wird die Fußball-Hessenliga nach vier Jahren verlassen und zur Saison 2022/23 wieder in der Verbandsliga Süd antreten müssen.

Am Samstag hatte die Mannschaft von Amir Mustafic durch einen 2:1-Erfolg am vorletzten Spieltag in Baunatal zwar eine theoretische Minimalchance zunächst noch gewahrt, doch ist der SV Steinheim nach einem Remis am Sonntag nicht mehr einzuholen. Neben Bad Vilbel werden auch Ginsheim, Hünfeld, Flieden und Zeilsheim die höchste hessische Spielklasse verlassen müssen.

»Heute hat man wieder gesehen, was uns die ganze Saison über gefehlt hat: Durchschlagskraft. Wir haben vorne einfach nicht die Spieler, die diese Gier haben, die Qualität haben, die Tore zu machen. Ich muss meiner Mannschaft aber ein Kompliment machen: Die Jungs haben alles gegeben, alles versucht«, sagte FV-Trainer Amir Mustafic.

Beide Mannschaften starteten im Baunataler Parkstadion verhalten, Torchancen waren Mangelware. Die besten Aktionen: ein FV-Freistoß, den Namrud Embaye aus aussichtsreicher Position weit über das Tor schoss (3.) sowie ein Dribbling von Baunatal-Kapitän Daniel Borgardt, der plötzlich frei vor Gäste-Torhüter Robin Orband aufgetaucht war, den Ball aber nochmal querlegte und keinen Abnehmer im KSV-Trikot fand (20.). Das war’s - ein ziemlich schwacher Start. Danach kam Bad Vilbel etwas besser ins Spiel, wurde immer dann gefährlich, wenn Kaito Shimoda den Ball auf der Außenbahn bekam. In der 32. Minute stand KSV-Verteidiger Berke Durak zu weit weg, Shimoda zog ab, doch KSV-Schlussmann Max Stellbogen war mit einer Fußabwehr zur Stelle. Torlos trudelte die Partie in die Pause.

Im zweiten Durchgang wurde das Spielniveau besser. Das erste Tor erzielten die Gastgeber: Julian Berninger-Bosshammer köpfte nach einer Flanke völlig freistehend am zweiten Pfosten ein (57.). KSV-Trainer Nebe: »Da habe ich gedacht, jetzt wird uns das Spiel einfacher fallen. Aber stattdessen haben wir weniger gemacht.«

Die Baunataler zogen sich zurück. Bad Vilbel fand besser ins Spiel, hatte plötzlich deutlich mehr Ballaktionen - und traf: Vladimiros Safaridis ging auf der rechten Seite durch, flankte an den zweiten Pfosten, wo Maximilian Boeger zum 1:1 einköpfte (73). Fast eine Kopie der KSV-Führung.

Bad Vilbel war zurück im Spiel, wollte das 2:1 - und vernachlässigte dabei die Defensive. Nach einem eigenen Freistoß in der Baunataler Hälfte, schickte der eingewechselte Sebastian Schmeer mit einem Steilpass Springer Richtung Gästetor. Der lief allein auf Bad Vilbels Keeper Orband zu, wollte links an ihm vorbeiziehen, doch der Schlussmann ließ das Bein stehen, holte Springer von den Beinen. Der Schiedsrichter zückte Gelb und entschied auf Elfmeter. Schmeer schnappte sich den Ball, schoss - und vergab kläglich. Auch den Nachschuss konnte Orband locker parieren (78.). Nun witterte Bad Vilbel eine letzte Chance, warf in den Schlussminuten noch einmal alles nach vorn - und wurde tatsächlich noch belohnt: Mario Shuteriqi bekam den Ball, hatte zu viel Platz, zog ab und traf (90.+1).

KSV Baunatal: Stellbogen - Wilhelm (60. Schneider), Blahout, Künzel, Durak - Lorenzoni, Borgardt - Springer, Berninger-Bosshammer, Üstün (66. Bandowski)- Boukhoutta (60. Schmeer)

FV Bad Vilbel: Orband - Emmel, Gashi, Safaridis, Boeger - Okuno, Shuteriqi, Embaye (51. Alik), Thielmann (64. Budic), Shimoda, Lahchaychi (56. Hadzimusic)

Im Stenogramm / Tore: 1:0 Berninger-Bosshammer (57.), 1:1 Boeger (74.), 1:2 Shuteriqi (90.+1). - Schiedsrichter: Rübe (Vellmar). - Zuschauer: 250. - Besonderes Vorkommnis: Orband hält Elfmeter von Schmeer (78.).

Auch interessant

Kommentare