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FV Bad Vilbel startet mit Niederlage in Hünfeld in die Playdowns

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Von: Ralph Görlich

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Im Dreikampf: Visar Gashi vom FV Bad Vilbel wird hier von Nikolaj Zvekic und Nils Wenzel attackiert. © Ralph Görlich

Der FV Bad Vilbel musste zum Auftakt der Hessenliga-Abstiegsrunde am Samstag eine Niederlage in Hünfeld quittieren. Knackpunkt war eine Rote Karte gegen die Quellenstädter.

(goe). Trotz langer Unterzahl und 0:2-Rückstand kämpfte der FV Bad Vilbel beim Hünfelder SV bis zum Ende um einen Punkt, doch schlussendlich holten die Hausherren einen knappen Sieg zum Auftakt der Abstiegsrunde der Fußball-Hessenliga. Beim 2:1 (1:0)-Erfolg des HSV war der Platzverweis gegen Dominik Emmel am Samstag der Knackpunkt in der Rhönkampfbahn.

Die Schlüsselszene des Spiels ereignete sich fünf Minuten vor der Halbzeitpause. Hünfeld konterte über Andre Vogt, der Kevin Krieger in die Tiefe schickte. Bad Vilbels Dominik Emmel verlor das Laufduell gegen den HSV-Angreifer und zog die Notbremse - der Innenverteidiger sah die Rote Karte. Die Haunestädter, die bis dato keine nennenswerte Gelegenheit hatten, nutzten das Momentum und erzielten vier Minuten später den 1:0-Führungstreffer. Andre Vogt verwerte einen Rückpass aus acht Metern mit einem Vollspannschuss in den Winkel.

Der Spielverlauf war auf dem Kopf gestellt, denn bis zur Unterzahl kontrollierte Bad Vilbel das Geschehen auf dem Kunstrasen und hätte durch Namrud Embaye früh in Führung gehen können, als der Pfosten im Weg stand (11.).

»Hier hat heute nur eine Mannschaft konsequent nach vorne gespielt, und das waren wir«, sagte Bad Vilbels Trainer Amir Mustafic, der noch Minuten nach dem Spiel geladen war und das Gespräch mit Schiedsrichter Pascal Loschke suchte. Aus Mustafic‹ Sicht war die Rote Karte überzogen, da noch ein weiterer Verteidiger auf gleicher Höhe gewesen sei. Für den Schiedsrichter wiederum habe diese jedoch nicht mehr entscheidend eingreifen können. Trotzdem gab Bad Vilbels Coach dem Schiedsrichtergespann eine »Teilschuld« für die Niederlage, zumal die Pfeife bei einer strittigen Situation im Strafraum der Hünfelder stumm geblieben sei.

Trotz Unterzahl blieben die Gäste bis zum Ende im Spiel. Daran änderte auch das 2:0 durch Christoph Sternstein (55.) nichts, der zehn Minuten nach dem Seitenwechsel nach einem abgewehrten Wenzel-Schuss goldrichtig stand und nur noch den Kopf hinhalten musste.

»Bad Vilbel blieb jederzeit gefährlich mit seinen schnellen Außenspielern und gutem Passspiel« konstatierte HSV-Trainer Johannes Helmke, der trotz Überzahl eine vorsichtige Spielweise bevorzugte: »Wir wollten das Risiko gering halten und haben auf unser Umschaltspiel gesetzt.«

Diese Strategie geriet 20 Minuten vor Schluss aber noch einmal ins Wanken. Der wenige Minuten zuvor eingewechselte Oliver Kovacic hebelte die Hünfelder Abwehr mit einem Doppelpass mit Visar Gashi aus, umkurvte anschließend Benedikt Kaiser im HSV-Tor und schob zum 1:2-Anschlusstreffer ein (70.).

Die Hausherren reagierten mit Nervosität - die drei Punkte waren wieder in Gefahr. Bad Vilbel kombinierte sich immer wieder gut ins letzte Drittel - kam aber zu keiner großen Chance mehr. »Wir haben das Spiel gemacht. Mit einer solchen Niederlage kann ich nicht glücklich sein«, sagte Amir Mustafic, während Johannes Helmke froh über einen »dreckigen Sieg« war.

Hünfelder SV: Kaiser; Fuß, Häuser (84. Lovakovic), Vogt, Sternstein, Krieger (75. Zvekic), Witzel, Schilling, Gadermann, Alles (90. Rohde), Wenzel.

FV Bad Vilbel: Orband; Ushiyama, Okuno, Gashi, Cirpaci (63. Kovacic), Thielmann, Shimoda (66. Alik), Embaye, Emmel, Filipovic (75. Lahchaychi), Safaridis.

Im Stenogramm / Tore: 1:0 (44.) Vogt, 2:0 (55.) Christoph Sternstein, 2:1 (70.) Oliver Kovacic. - Schiedsrichter: Pascal Loschke (Kassel). - Rote Karte: Emmel (Bad Vilbel, 40.) - Zuschauer: 250.

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