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FV Bad Vilbel überrascht in Hanau

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Von: Pedro Acebes Gonzalez

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Der FV Bad Vilbel hat einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. In der Hessenliga sicherte sich die Mustafic-Elf am Samstag nach guter Defensivleistung einen 2:0-Erfolg beim Hanauer FC.

(ace). Der FV Bad Vilbel überraschte am Ostersamstag in der Abstiegsrunde der Fußball-Hessenliga mit einem 2:0 (2:0)-Sieg beim 1. Hanauer FC. Damit steigen die Chancen der Mannschaft von Trainer Amir Mustafic, auch in der nächsten Saison in Hessens Beletage vertreten sein zu dürfen.

Wer im Vorfeld der mit 250 Zuschauern bei besten äußeren Bedingungen gut besuchten Partie an der Kastanienallee darauf spekuliert hatte, die Hanauer könnten nach ihrem fulminanten 5:0-Auswärtserfolg in Walldorf auch gegen Bad Vilbel ein Offensivspektakel abfeuern, sah sich getäuscht. Die motivierten Vilbeler waren nicht in den Stadtteil Kesselstadt gekommen, um Spalier zu stehen, sondern zeigten über die gesamte Distanz eine disziplinierte Defensivleistung. Allerdings war gerade in der Anfangsphase eine große Portion Glück dabei, als der Schuss vom Hanauer Rechtsverteidiger Rico Kaiser gegen den Pfosten klatschte.

Wäre dieser Knaller nach fünf Minuten rein gegangen, die favorisierten Hanauer hätten das Spiel wohl an sich gezogen. So aber verlief der Nachmittag für die Gastgeber alles andere als geplant. Ein HFC-Fehlpass im Spielaufbau begünstige den Führungstreffer der Vilbeler, als Stürmer Filip Cirpaci steil geschickt wurde und Hanau-Torhüter Armend Brao überwand (9.). Danach hatten die Gäste allerhand zu verteidigen, ließen aber kaum brenzlige Situationen zu. In der 38. Minute bekam der FV sogar ein Geschenk in Form eines Eigentores serviert. Innenverteidiger Tarik Sejdovic spielte zurück zu Torhüter Brao, der völlig unerwartet über den Ball trat. Dieser trudelte dann zum Entsetzen der Hausherren in den Kasten. Mit dem 2:0 im Rücken ließ es sich im zweiten Abschnitt aus Vilbeler Sicht besser verteidigen.

Ein wirkliches Konzept war bei den Männern um Spielertrainer Kreso Ljubicic aber auch nicht zu erkennen. Die Angriffe wirkten wenig strukturiert, ohne den letzten Willen. Die Konsequenz für die »93er«: Die erste Niederlage in der Abstiegsrunde musste quittiert werden. So ist der Klassenerhalt für Hanau noch lange nicht sicher. Eitel Sonnenschein herrschte nach dem Abpfiff vor der Vilbeler Trainerbank, zwischen den jubelnden Spielern gab Trainer Mustafic zu Protokoll: »Nach dem 0:0 in Alzenau habe ich ein Auf und Ab bei uns prophezeit. Die letzten Spiele waren auch nicht so schlecht, aber der 100-prozentige Wille fehlte. Heute hat das die Mannschaft voll umgesetzt. Wenn Du alles gibst, wirst Du auf dem Platz belohnt. Nachdem wir diese Saison genug Geschenke verteilt haben, war es an der Zeit, auch mal Geschenke zu erhalten. Wir haben aufopferungsvoll gekämpft, nicht geglänzt, aber verdient gewonnen.«

Sein Debüt im grün-weißen Dress gab ab der 74. Minute der Georgier Giorgi Kandelaki. Der 20-jährige Stürmer war schon seit einiger Zeit im Training und ist ab sofort spielberechtigt. »Er ist noch nicht im optimalen körperlichen Zustand«, meinte Mustafic. Immerhin stand Kandelaki vor seiner Ankunft in Deutschland beim georgischen Erstligisten FC Telavi unter Vertrag. Steigern muss sich der Osteuropäer, wenn er einen Stammplatz für sich beanspruchen will.

Hanauer FC 93: Brao; Kaiser, Sentürk, Sejdovic, Abdel-Ghani - Ljubicic, Biehrer (76. Podvorica) - Calabrese, Kara (65. Singh Sahi), Gogol (54. Cetin) - Bejic.

FV Bad Vilbel: Orband; Emmel, Gashi, Safaridis, Okuno - Knauer, Shuteriqi, Bauscher - Ushiyama (89. Böger), Cirpaci (74. Kandelaki), Shimoda.

Steno / Schiedsrichter: Ebert (Alsfeld). - Zuschauer: 250. - Tore: 0:1 Filip Cirpaci (9.), 0:2 Tarik Sejdovic (38., Eigentor).

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