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Hessenliga: So rüsten sich der FV Bad Vilbel und Türk Gücü Friedberg für den Abstiegskampf

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Von: Pedro Acebes Gonzalez

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Alban Lekaj (r., hier noch im Trikot des SC Hessen Dreieich) kam schon im Sommer zu Türk Gücü, hatte aber noch keinen Einsatz, weil der Vertrag wieder aufgelöst wurde. Nun steht der zweite Versuch für den Linksverteidiger in Friedberg bevor. © Imago Sportfotodienst GmbH

Die beiden Wetterauer Hessenligisten Türk Gücü Friedberg und FV Bad Vilbel haben in der Transferperiode II nur punktuell nachgebessert.

(ace). Die beiden Wetterauer Vertreter in der Fußball-Hessenliga haben wie erwartet wenige Aktivitäten in der Transferperiode II getätigt. Zum einen ist da der Umstand, dass Winterwechsel aufgrund der frei verhandelbaren Ablösesumme im Gegensatz zum Sommer mitunter zu einer kostspieligen Angelegenheit werden können. Zum anderen sah man weder beim FV Bad Vilbel noch bei Türk Gücü Friedberg eine große Notwendigkeit, den Kader im Hinblick auf die anstehende Abstiegsrunde zu erweitern. So halten sich bei beiden Clubs die personellen Veränderungen in einem sehr überschaubaren Rahmen.

Beim FV Bad Vilbel konnte Trainer Amir Mustafic im ersten Testspiel gegen den FSV Fernwald (2:5) zwei Neuzugänge genauer unter die Lupe nehmen. Der zuletzt vereinslose Mittelfeldspieler Dominik Budic ist kein Unbekannter am Niddasportfeld, denn er spielte in der Saison 2013/14 schon einmal zu Verbandsliga-Zeiten bei den Brunnenstädtern. Der mittlerweile 27-Jährige war zuletzt in der gleichen Spielklasse für Rot-Weiss Frankfurt und die Spvgg. Neu-Isenburg unterwegs, ehe er seit Juli 2020 nicht mehr aktiv war. Zuvor hatte Budic in einem College-Team in den USA gespielt. Mustafic sieht den Rückkehrer als »Alternative für hinten«. Der zweite Neuankömmling ist der erst 19-jährige Santiago Babovic, der aus der U19 des 1. FC Erlensee kommt. »Er ist als Ergänzungsspieler geholt worden, der noch in der A-Jugend spielen darf. Wir haben ihn dazu genommen, weil er sich bei uns versuchen will. Wir wollen ihm diese Chance geben«, erklärte der Coach.

Was die Abgänge betrifft, so hat sich Mittelfeldakteur Rodrigo Tiago dem Hessenliga-Abstiegskonkurrenten SV Zeilsheim angeschlossen. Der seit Oktober im Training nicht mehr gesichtete Stürmer Rayan Bouembe wechselte zum Gruppenligisten DJK Bad Homburg. Co-Trainer Ajdin Maksumic hatte ja schon während der Qualifikationsrunde sein Amt niedergelegt, war aber schon lange nicht mehr als Spieler aktiv. Beim Gruppenligisten SV Gronau wird der 36-jährige Bosnier jedoch ab sofort wieder auf dem Feld stehen.

Bei Türk Gücü Friedberg haben die Verantwortlichen Innenverteidiger Masih Saighani mit offenen Armen wieder empfangen. Der mittlerweile 35-jährige zweimalige afghanische Nationalspieler hatte in der Rückrunde der Saison 2016/17 zu Verbandsliga-Zeiten unter der Ägide von Mustafa Fil einen bleibenden Eindruck hinterlassen, eher der 1,88 Meter große Abwehrhüne die letzten Jahre unter Profibedingungen in Indien und Bangladesch gegen den Ball trat. Von Real Kashmir FC aus der zweiten indischen Liga kehrte Saighani nun nach viereinhalb Jahren nach Hessen zurück und schloss sich wieder den Kreisstädtern an. Mit seinen Erfahrungen aus Asien soll er dem Team von Trainer Carsten Weber mehr Stabilität im Abwehrverbund verleihen. Bereits im Sommer war Linksverteidiger Alban Lekaj von Hessen Dreieich zu Türk Gücü gewechselt, der Vertrag musste jedoch aus persönlichen Gründen wieder aufgelöst werden. Nun starten beide Parteien einen zweiten Versuch, sodass der 27-Jährige dem Weber-Team mit der Empfehlung von 80 Hessenliga-Spielen sowie 37 Regionalliga-Einsätzen sicher gut zu Gesicht stehen wird. Aus der Gruppenliga stößt derweil Kamil Yikilmaz zum Kader, der mit 15 Hinrunden-Toren bei der Spvgg. Fechenheim eine tragende Säule war.

Nicht mehr dabei ist hingegen Shelby Printemps. Der 31-jährige Haitianer kickt nun in der Verbandsliga Süd für den SC Hanau 1960. Der Deutsch-Chinese Bernard Jipeng Sun hatte die Friedberger hingegen schon im Herbst nach nur vier Einsätzen wieder verlassen. Der 22-jährige in Koblenz wohnhafte Fußballer musste die weite Strecke in die Wetterau pendeln. »Das hat mit der Fahrerei nicht geklappt, sodass es keinen Sinn mehr ergeben hat«, meint Weber zu dieser Personalie.

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