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Gemeinsam in die Zukunft

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Auf eine gute Zusammenarbeit: Stefan Heß (Vorsitzender FSV Dauernheim) und Ralf Grauling (Vorsitzender SG Eintracht Ober-Mockstadt). © Red

FSV Dauernheim und SG Eintracht Ober-Mockstadt machen im Fußballkreis Büdingen gemeinsame Sache.

Zwei Traditionsvereine des Fußballkreises Büdingen machen zukünftig gemeinsame Sache. Kreisoberligist FSV Dauernheim und A-Ligist SG Eintracht Ober-Mockstadt bilden ab der Saison 2022/23 eine Spielgemeinschaft. Dies mit der festen Absicht, die sportliche Schlagkraft durch diese Kooperation auch perspektivisch aufrechtzuerhalten.

Sowohl in Dauernheim als auch in Ober-Mockstadt wurde in den letzten Wochen und Monaten kontrovers diskutiert, wie die Zukunft aussehen kann. »Wir würden es sicherlich noch ein, vielleicht auch zwei Jahre eigenständig schaffen. Aber dann wird die Luft dünner, wir bekommen in den nächsten vier Jahren nicht viele Spieler aus der Jugend raus. Da fehlt die Perspektive«, schildert FSV-Vorsitzender Stefan Heß.

Auch in Ober-Mockstadt stellt sich das nicht anders dar. »Wir haben in den letzten zehn Jahren gut von den Spielern, die wir aus der Jugend hochgezogen haben, gelebt. In den nächsten Jahren werden das aber deutlich weniger Spieler sein«, erklärt SGE-Präsident Ralf Grauling.

Mit gebündelten Kräften wollen die zukünftigen Partner das Sport- und Vereinsangebot sichern, den Spielbetrieb auch mittelfristig gewährleisten können. »Das Ziel ist eine funktionierende Spielgemeinschaft, die einen passablen Fußball spielt, Zuschauer anlockt, die Vereinsmitglieder zufriedenstellt und auch in zehn bis 15 Jahren in Dauernheim und Ober-Mockstadt noch einen geregelten Spielbetrieb ermöglicht«, sagt Heß. »Wir waren in den letzten Jahren nicht ganz so erfolgreich, für uns alleine ist die A-Klasse das Maximum. Wenn du aber immer hinten spielst, wird es schwierig. Mit etwas Erfolg läuft vieles besser - auf und neben dem Platz«, befindet Grauling.

Michael Dietrich trainiert neue SG

Trainer der neuen Spielgemeinschaft, deren Namensgebung noch auf der Agenda steht, wird Michael Dietrich. Der Ranstädter trainiert den FSV bereits drei Jahre, hat sich hinter den Kulissen auch für eine Zusammenarbeit beider Vereine starkgemacht. »Wir kennen Michael und sind vollkommen überzeugt von ihm. Er ist ein sehr guter Trainer, der ein gutes Händchen für junge Spieler hat«, sagt Ober-Mockstadts Vorsitzender Grauling. FSV-Chef Heß ergänzt: »Michael ist ein super Typ, er macht einen richtig guten Job und ist mit den Spielern auf einer Wellenlänge. Er kennt die Gegebenheiten und die Leute, die dahinterstehen. Ich bin mir sicher, dass er der richtige Mann für diese Aufgabe ist.«

Keine Frage, dass die Verantwortlichen darauf hoffen, dass Dietrich auch in der nächsten Saison einen Kreisoberligisten anleitet. »Allein aus sportlichen Aspekten muss es schon das Ziel sein, weiterhin in der Kreisoberliga zu spielen«, sagt Heß und setzt darauf, dass Dauernheim den Klassenerhalt realisieren wird. Indes wird in Ober-Mockstadt Wert darauf gelegt, diese Saison keinesfalls austrudeln zu lassen. »Wir wollen keinesfalls absteigen. Da geht es auch darum, Ralf Eberhardt einen angemessenen Abschied zu bereiten. Ich denke, dass wir mit dieser Entscheidung etwas den Druck rausnehmen und unsere Jungs in der Restrunde etwas lockerer aufspielen können«, betont Grauling.

Zweite Mannschaft spielt in Konkurrenz

Die zweite Mannschaft soll in der nächsten Saison erstmals in Konkurrenz spielen. Bereits seit 2020 hatten beide Klubs im Bereich der Reserve kooperiert - und dabei als Partner harmoniert. Auch der Spiel- und Trainingsbetrieb der Alte Herren soll angekurbelt werden. Zudem haben sich die beiden SG-Partner auf die Fahnen geschrieben, die Nachwuchsarbeit zu intensivieren. »Wir wollen mehr Kinder und Betreuer gewinnen, um den Spielbetrieb auch nachhaltig aufrechtzuerhalten«, erklärt SGE-Chef Grauling. »Wir wollen uns in die gut funktionierende JSG Ranstadt wieder deutlich mehr einbringen. Es darf nicht sein, dass wir uns zusammenschließen und nur das Heil der Senioren sehen. Die Jugend ist und bleibt das Fundament«, unterstreicht Heß.

Ein erstes Ziel ist bereits in Sichtweite. 2023 wird der FSV Dauernheim 70 Jahre alt, hat daher für dieses Jahr die Austragung des Kreispokalfinals beantragt. »Ein Finale dahoam im ersten SG-Jahr wäre etwas«, schmunzelt Heß, der mit dem FSV bereits 2015 und 2020 Büdinger Kreispokalsiege feiern durfte.

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