Gießen verschafft sich etwas Luft

(kus/bf). Erleichtert klatschten sich die Basketballer der Gießen 46ers ab, für große Freudensprünge waren sie offenbar zu müde. Nach einer wilden Achterbahnfahrt und einem intensiven Bundesliga-Spiel haben sie mit dem 75:72-Sieg bei den Baskets Oldenburg zwei wichtige Punkte eingefahren.

Die 46ers zauberten vor 4876 Zuschauern eine phantastische erste Hälfte aufs Parkett. Sie waren fokussiert in der Verteidigung, trafen aus fast allen Lagen hochprozentig und kontrollierten die Begegnung zunächst. So konnten sie sich absetzen und lagen zur Pause mit 49:34 in Führung. Dass die Oldenburger stärker aus der Pause kommen würden, war zu erwarten - aber nicht, dass sie mit einem 11:0-Lauf innerhalb von 130 Sekunden schon wieder im Geschäft waren. Vor dem finalen Viertel waren die Hausherren auf 59:60 dran. 1:46 Minuten vor dem Ende führten die Norddeutschen erstmals (70:69). Doch Kendale McCullum drehte die Partie noch einmal: Bei zwei Sekunden Restzeit auf der Schuss-Uhr warf er einen Einwurf an den Rücken des Ex-Gießeners Alen Pjanic und verkürzte auf 71:72. Dann holte er sich den Defensivrebound und brachte die 46ers auf der anderen Seite elf Sekunden vor dem Ende mit 73:72 in Führung. Und weil Oldenburgs Rickey Paulding scheiterte, Nuni Omot sich den Rebound schnappte und nach dem sofortigen Foul an ihm beide Freiwürfe zum 75:72 verwandelte, war der Sieg vier Sekunden vor Schluss perfekt.

Und auch die Frankfurt Skyliners konnten sich am späten Sonntagabend noch über den zweiten Sieg in der BBL freuen. Das 83:78 (40:39) in Würzburg war eminent wichtig, um nicht im Tabellenkeller zu versinken. »Es war spielerisch sicher nicht die beste Leistung, aber die beste kämpferische«, analysierte Lukas Wank am Mikrofon von Magentasport.

Dieser Artikel stammt aus der Wetterauer Zeitung.

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