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Heim-Waterloo für den Türkischen SV Bad Nauheim

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Von: Marcus Dippel

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Spielertrainer Tufan Tosunoglu muss zunächst von außen zusehen, wie sich der Türkische SV seinem Schicksal ergibt. Auch nach einer Einwechslung wird es nicht besser. © Andreas Chuc

Der Türkische SV Bad Nauheim bleibt beim 1:5 gegen die Spvgg. Oberrad am Montag fast alles schuldig. In der Gruppenliga steht man weiter auf Platz drei.

(mad). Mit einer 1:5-Heimklatsche gegen die Spvgg. 05 Oberrad hatte in den Reihen des Türkischen SV Bad Nauheim am Kerbmontag schlichtweg niemand gerechnet. »Es war insgesamt eine katastrophale Leistung unserer Mannschaft. Wir können unserem Gegner aus Oberrad zu diesem klaren Erfolg nur gratulieren. Von unserer Seite kam heute leider viel zu wenig«, zog TSV-Sprecher Erdal Terzi nach der einseitigen Gruppenliga-Begegnung Bilanz. »Leider konnten wir an unsere hervorragende Leistung vom Freitagabend nicht anknüpfen. Wir haben anscheinend am Wochenende auf der Bad Nauheimer Kerb zu viel gefeiert«, unkte Terzi.

Die Anfangsviertelstunde verschlief die Tosunoglu-Elf komplett. »Wir waren überhaupt nicht auf dem Spielfeld und haben unserem Gegner lediglich zugeschaut, wie gut er Fußball spielen kann. Lohn dieser Bemühungen der Oberräder war die schnelle 2:0-Führung durch Volltreffer von Masse Bell Bell (2.) und Drazen Gluhakovic (13.). Mitte der ersten Spielhälfte erhöhte Linksfuß Sergen Bayraktar auf 3:0 für die Gäste (26.). Nur zwei Zeigerumdrehungen später erzielte mit Noah Pölitz der beste Bad Nauheimer den vorläufigen Anschlusstreffer zum 1:3 (28.). »Danach sind wir endlich aufgewacht und haben kurzzeitig ordentlich Fußball gespielt«, schöpfte Terzi zwischenzeitlich neuen Mut. Murat Kuzpinar und Kubilay Erden ließen im weiteren Spielverlauf zwei sehr gute Torchancen ungenutzt verstreichen.

Nach dem Wiederanpfiff wollte der TSV Bad Nauheim an die 15 guten Minuten vor der Halbzeitpause anknüpfen, verschlief die Anfangsphase allerdings erneut komplett. Oberrads Kapitän Kaan Köksal verwandelte einen berechtigten Foulelfmeter eiskalt zum 4:1 (60.). Danach waren die Bad Nauheimer mit ihrem Latein spürbar am Ende und mussten noch einen weiteren Treffer durch Hatem Fekih zum 1:5-Endstand hinnehmen (86.). »Unsere Enttäuschung nach dieser bitteren Niederlage ist natürlich riesengroß. Es hilft aber alles nichts. Für die nächsten Spiele gilt das Motto: Mund abputzen und weitermachen«, richtete Terzi den Blick nach dieser ebenso bitteren wie unerwarteten Heimniederlage direkt nach vorne.

Türkischer SV Bad Nauheim: Shpirov - Penava, Usta (21. Yilmaz), Samet Özisli (60. Tosunoglu), Baki Özisli - Mouma, Kuzpinar, Jusufi (80. Sy), Karakoc - Erden, Pölitz

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Dominik Bräunche (Mittenaar). - Zuschauer: 120. - Tore: 0:1 (2.) Masse Bell Bell, 0:2 (13.) Gluhakovic, 0:3 (26.) Bayraktar, 1:3 (28.) Pölitz, 1:4 (60./Foulelfmeter) Köksal, 1:5 (86.) Fekih.

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Arif Mustafa Karakoc (Türkischer SV Bad Nauheim) am Boden. Hatem Fekih (links) von der Spvgg. Oberrad strauchelt, fällt aber nicht. Die Hausherren erwischen am Montag auf den Rödgener Kunstrasen einen schwarzen Tag. © Andreas Chuc

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