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Hessenmeisterschaften: Marc Bunzendahl holt zwei Titel

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Von: Tanja Weber

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Auf dem Weg zum Titel: Marc Bunzendahl vom VfL Altenstadt (vorne). © Tanja Weber

Vier Titel gingen bei den Hessischen Leichtathletik-Meisterschaften der Aktiven und U18 in die Wetterau.

(web). Im Mittelstreckenlauf feierten Nathalie Scrivener (Fun-Ball Dortelweil), Noel Freder und Marc Bunzendahl (VfL Altenstadt) in Darmstadt Landesmeistertitel. Marc Bunzendahl durfte sich doppelt freuen. Er siegte über 1500 Meter und 5000 Meter.

VfL Altenstadt

Die Hessischen Meisterschaften der Aktiven und U18 in Darmstadt wurden für den VfL Altenstadt ein voller Erfolg. Bei vier Starts wurden drei Medaillen geholt. Im ersten Start des ersten Tages lieferte sich Marc Bunzendahl über 5000 Meter bei den Aktiven ein enges Duell mit Julius Martiny vom SSC Hanau-Rodenbach. Eine Runde vor Schluss zog der Athlet des SSC an, aber Bunzendahl ließ sich nicht abschütteln. Kurz vor der Ziellinie zog er dann vorbei und sicherte sich den Sieg mit 0,32 Sekunden Vorsprung und einer Bestzeit von 15:32,05 Minuten.

Einen Doppelerfolg landeten Noel Freder und Marc Bunzendahl über 1500 Meter. Das Rennen der Aktiven und U18 über 1500 Meter wurde gemeinsam gestartet. Noel Freder startete nach überstandener Verletzung das erste Mal in diesem Sommer in der U18. Nach einem taktischen Rennen siegten beide Läufer des VfL Altenstadt in ihren Altersklassen. Marc Bunzendahl hielt seinen Konkurrenten in 4:08,57 Minuten in Schach, Noel Freder überquerte nach 4:12,45 Minuten die Ziellinie.

Leopold Kohler konnte über 800 Meter in der U18 seine Bestzeit auf 2:15,39 Minuten verbessern und belegte damit Platz neun.

Fun-Ball Dortelweil

Nathalie Scrivener vom Fun-Ball Dortelweil konnte sich in einem beherzten 1500-m-Rennen in der U18 durchsetzen. Die jüngere Maxime Fabienne Dammeyer vom TV Neu-Isenburg war in 54 Sekunden auf den ersten 300 Metern sehr schnell gestartet. Scrivener konnte dieses Tempo zunächst nicht mitgehen und brauchte 900 Meter, um zur führenden Dammeyer aufzuschließen. Diese verschärfte dann nochmals das Tempo, doch Fun-Ball-Athletin blieb dieses Mal dicht an der Neu-Isenburgerin, sodass der Kampf um die Goldmedaille auf der Zielgeraden entschieden wurde. Dort konnte Nathalie Scrivener mit einem starken Schlussspurt ihre Leistung mit dem ersten hessischen Titel ihrer noch jungen Laufbahn in starken 4:57,97 Min krönen.

Als nächstes Ziel steht für Nathalie Scrivener das Knacken der Qualifikationsnorm für die Deutschen Meisterschaften an. Hier muss sie sich nochmals um knapp vier Sekunden in den Bereich ihrer Bestleistung steigern.

Ebenfalls auf dem Siegerpodest landetet Vincent Velte, der mit guten übersprungenen 1,88 m zwar die Bronzemedaille errang, aber leicht unter seinen Möglichkeiten blieb. Hier sollte in den nächsten Wettkämpfen endlich die ersehnte 1,90 m möglich sein.

LG Friedberg

Die Leichtathleten der LG Ovag Friedberg-Fauerbach haben bei den Titelkämpfen vier Medaillen abgeräumt - zwei bei den Frauen und zwei in der männlichen U18.

Marina Zachartschuk hat ihre persönliche Bestzeit über 400 Meter-Hürden genau zum richtigen Zeitpunkt in der Saison steigern können, auf jetzt 63,19 Sekunden (vorher: 63,60 sec.). Durch den böigen Wind war es für die Läuferinnen nicht ganz einfach, den Rhythmus zu halten. Trotzdem sind Marina Zachartschuk und Trainer Michael Weber sehr zufrieden mit dem Ergebnis, da sich die Athletin in diesem Jahr enorm steigern konnte und bereits die Norm für die Deutschen Juniorenmeisterschaften knacken konnte.

Richtig freuen konnte sich auch Jasmin Stowasser. Sie überquerte im Stabhochsprung der Frauen 3,10 Meter. So hoch ist sie in dieser Saison bislang noch nicht gesprungen. In der Endabrechnung bedeutete das Rang zwei und Silber, nur zehn Zentimeter trennte sie von der späteren Hessenmeisterin.

Für Teamkollegin Anna Hülsmann war es ein eher gebrauchtes Wochenende in Darmstadt. Nach ihren zuletzt starken Auftritten, unter anderem bei den deutschen Studentenmeisterschaften, finishte Hülsmann über 200 Meter im Finale als Sechste in 26,24 Sekunden (Vorlauf: 25,86 sec.) und über 400 Meter als Siebte. Hier stoppte die Zeit bei 59,93 Sekunden.

Bei den Männern verbesserte sich Manuel Christof über 400 Meter zwar auf 52,13 Sekunden (Rang zehn), ist aber immer noch entfernt von seiner alten Bestform.

Auch Tim Dillemuth fehlt aktuell etwas die Spritzigkeit, sodass er in 52,39 Sekunden als Elfter ins Ziel kam.

Über 100 Meter lief Janis Schmidt 11,93 Sekunden im Vorlauf. Robin Flach verletzte sich beim Sprint, sodass auch die Teilnahme an der 4x100 Meter-Staffel der Männer abgesagt werden musste. Die Frauen konnten coronabedingt ebenfalls kein Quartett an den Start bringen.

In der männlichen Jugend U18 feierte Wurftalent Noah Bornmann eine weitere Medaille in dieser bisher schon so erfolgreichen Saison. Im Kugelstoßen kam er auf 15,86 Meter und stieß damit nicht nur eine persönliche Bestweite, sondern qualifizierte sich damit auch zum ersten Mal in seiner Karriere für die Deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm, was für ihn natürlich ein toller Erfolg ist. Im Diskuswurf hingegen hatte sich Bornmann etwas mehr erhofft, blieb mit 41,47 Metern und Rang fünf etwas unter seinen Möglichkeiten.

Teamkollege Ben Gerlach konnte am zweiten Wettkampftag bei den »Hessischen« die Silbermedaille klarmachen. Im Speerwurf kam er auf ordentliche 51,72 Meter - Rang zwei. Im Kugelstoßen und Diskuswurf erreichte Gerlach die Plätze sechs (13,14 m) und sieben (39,82 m) gegen die größtenteils ältere Konkurrenz. Im Weitsprung kamen noch 5,52 Meter dazu, und über 100 Meter sprintete der LG-Athlet in 12,47 Sekunden um einige Hundertstel am Finale vorbei.

Lukas Zorn ging über 1500 Meter in der U18 an den Start. Er wurde in 4:40,72 Minuten Vierter.

TV Assenheim

Sprinterin Michelle Macker rannte über 100 Meter im Finale auf Platz acht der Frauen: 12,70 Sekunden. Einen guten sechsten Platz erreichte im orangenen Trikot Sophie Roth in der U18. Sie stieß die Kugel auf 11,02 Meter.

AT Karben

Über 400 Meter waren zwei Athleten des Athletics Team Karben vertreten. Lara Tortell rannte über eine Stadionrunde mit 57,87 Sekunden auf Platz fünf der Frauen. 51,50 Sekunden benötigte der Gießener Niklas Harsy: Achter!

TV Rendel

Für den TV Rendel gingen insgesamt fünf Athleten an den Start: Vier in der U18 und ein Athlet in der Aktiven-Altersklasse. Hochspringer Konstantin Raschke, der noch der Altersklasse U16 angehört, wurde zum Hochsprung der U18 hochgemeldet. Konstantin Raschkes Bestleistung liegt bei 1,63 m. Die Einstiegshöhe von 1,60 Metern meisterte er erfolgreich. Anschließend ließ er sich allerdings von den teilweise zwei Jahre älteren Jungen ein wenig einschüchtern und konnte keine weitere Höhe überspringen: Platz sieben.

Florian Kanert trat im Hochsprung-Wettbewerb der Männer an. Seine Bestleistung von 1,80 m stellte er vor rund zwei Jahren auf. In dieser Saison sprang er bis zu den Hessenmeisterschaften noch nicht höher als 1,70 m. Diesen Fluch konnte er an diesem Wochenende brechen. Er stellte seine persönliche Bestleistung von 1,80 m ein und verdiente sich den vierten Platz.

Im 800 Meter-Rennen der U18 traten für den TV Rendel Lasse Brandstädter und Julius Aston an. Lasse Brandstätter, der bei den Regionalmeisterschaften in dieser Saison auf das Treppchen lief, konnte im Hessenmeisterschaftsrennen in einer Bestzeit von 2:13,32 Minuten unter die besten Acht laufen. Sein Trainingspartner Julius Aston bestritt sein erstes 800 Meter-Rennen seit über einem Jahr. Auch er verbesserte seine Bestzeit um ganze fünf Sekunden auf 2:20,14 Minuten und lief auf Platz zwölf. Bei beiden Athleten zeigte sich, dass das neu konzipierte Lauftraining Früchte trägt.

Am zweiten Wettkampftag bestritt schließlich Neuzugang Yelyzaveta (Liza) Vasylkova ihren dritten Wettkampf im TVR-Trikot im Hochsprung der weiblichen U18. Sie bestätigte wieder einmal, dass die Höhe von 1,50 m für sie keine Herausforderung mehr darstellt. Höher ging es allerdings für sie an diesem Tag nicht. Mit nur einem Versuch mehr als ihre zwei Mitstreiterinnen musste sich Vasylkova mit dem siebten, statt dem fünften oder sechsten Platz zufriedengeben. Es zeigte sich aber, dass sie die Flop-Technik sehr gut beherrscht und mit etwas mehr Krafttraining Luft nach oben ist.

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