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Hochklassige Matches im Raabennest

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Von: red Redaktion

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Björn Pfalzgraf vom DC Wetterau erreicht im Männer-Einzel der Hessenmasters in Beienheim Platz 25. © Andreas Chuc

(gbb/cso). Der DC Wetterau war am vergangenen Wochenende Ausrichter des Hessenmasters im Steeldarts. Im Beienheimer Raabennest wurden die Landestitel bei den Männern und Frauen sowie im Doppel vergeben. Marcel Eisenhut erzielte als Siebter am Ende die beste heimische Einzel-Platzierung. PDC-Spieler Martin Schindler (Rodgau) ist neuer Hessenmeister.

Die Turnierleitung lag in den Händen von Tamara Raab, Marion Diehn und Michael Raab vom Hessischen Darts-Verband.

Bei den Frauen gingen am Sonntag 15 Teilnehmerinnen an den Start. Älteste Dame war Luise Pfalzgraf, Ü80-Spielerin vom DC Wetterau! Favoritin war Stefanie Lück vom SC Bürgel. Sie beherrschte ihre Mitstreiterinnen deutlich, ohne Leg-Verlust ging es ins Finale. Zweite Finalteilnehmerin war Ariane Langer (Hattersheim). Sie setzte sich im Halbfinale gegen Bianka Strauch (Ginnheim) mit 4:1 durch, die den dritten Platz belegte. Im Endspiel zeigte Lück bis zum 3:0 ihre Klasse, dann wollten die Doppel nicht mehr fallen. Langer verkürzte, doch Lück wurde nicht nervös und machte mit dem letzten Dart in die Doppel-Vier alles klar. Mit 5:3 gewann sie verdient den Hessenmeistertitel.

Bei den Männern war ein komplettes 64er-Feld angetreten. Titelfavorit war PDC-Spieler Martin Schindler von Arrows Rodgau, die Nummer 49 der Weltrangliste . Von Anfang an waren die Matches auf einem guten Niveau, viele Akteure aus der Bundesliga und der Hessenliga zeigten ihr Können.

Die Spieler des DC Wetterau starteten unterschiedlich. Björn Pfalzgraf verlor sein Erstrunden-Spiel knapp mit 2:3 und musste in die Verlierer-Runde. Hier gewann er die nächsten zwei Matches und musste sich mit Platz 25 zufriedengeben. Alex Tauber und Marcel Eisenhut gewannen ihre ersten drei Begegnungen deutlich. Tauber schied erst gegen Finalteilnehmer Oliver Müller aus und wurde am Ende Neunter. Eisenhut belegte den siebten Rang. Ein bisschen mehr hatten sich die DC-Wetterau-Spieler schon vorgenommen, unzufrieden waren sie allerdings nicht.

Schindler zog erwartungsgemäß ungeschlagen ins Endspiel ein. Mit einem Average von über 90 zeigte er mehrfach sein Können. Doch der Weg ins Finale wurde ihm nicht leicht gemacht: Im Viertelfinale musste er fünf Match-Darts gegen den ehemaligen Wetterau-Akteur Phillipp Spindler überstehen. Schindler siegte erst im fünften Leg mit einem 13-Darter zum 3:2. Im ersten Halbfinale setzte sich der Rodgauer dann souverän mit 4:0 durch. Oliver Müller (Cosmo Hessen) und Peter Trapp (DC Lebfritz) lieferten sich ein dramatisches Duell um den zweiten Platz im Finale. Beide glänzten mit einem Mitte-80er-Average und High-Finish-Würfen wie 164, 142 oder 120. Müller gewann mit 4:3, für Trapp blieb der dritte Platz.

Im Endspiel wurde nach dem Modus »Best of 11« gespielt. Sechs Legs mussten also für den Landestitel her. Müller legte ein 2:0 vor, Schindler drehte das Match in eine eigene 5:3-Führung. Am Ende hieß es 6:4 für den Rodgauer, der im Finale einen 94er-Average spielte.

Bereits am Samstag ging der Doppelwettbewerb mit 14 Teams über die Bühne. Nach der Begrüßung durch Gerhard Böker und Tamara Raab startete das Turnier mit dem Modus Doppel-K.-o. El-Amri El-Abbas (Wachenbuchen) und Jan Menger (Flörsheim) zogen ungeschlagen ins Endspiel ein. Peter Trapp/Igor Cyffka (Lebfritz) setzten sich gegen mit 4:1 gegen Igor Perak (Bürgel) und Georgios Nanos (Neu-Isenburg) durch und qualifizierten sich ebenfalls für das Finale. In einem hochklassigen Match siegten schließlich El-Abbas/Menger (Average 88) gegen Trapp/Cyffka (Average 84). Bestes Leg von beiden Teams war je ein 13-Darter.

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