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HSG Mörlen darf weiter von der Aufstiegsrunde träumen

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Von: Harold Sekatsch

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Lukas Mikusch (Linden II) will den Mörlener Julius Wulf wegschieben. Die Punkte bleiben am Ende in der Wetterau. © Timo Jaux

In der Bezirksoberliga hat die HSG Mörlen beim 25:22-Sieg über die HSG Linden II zwei Punkte geholt, die sie ein Stück näher an die Aufstiegsrunde gebracht haben.

(se). Die HSG Mörlen besiegte in der Handball-Bezirksoberliga (Gruppe 2) am Wochenende die HSG Linden II mit 25:22 und ist der Aufstiegsrunde ein kleines Stück näher gekommen. Noch besser steht der TSV Lang-Göns da, der gegen die HSG Wettertal am Freitag mit 30:29 gewann und mit 13:7 Punkten die Playoff-Teilnahme fast sicher hat. In ihrer zweiten Wochenendpartie gewann Wettertal bei der SG Rechtenbach mit 30:23 und hat es nun in der eigenen Hand, noch auf den Zug zur Aufstiegsrunde aufzuspringen. Auch die MSG Florstadt/Gettenau ist noch nicht aus dem Rennen.

TSV Lang-Göns - HSG Wettertal 30:29 (17:12): »Ein verdienter Sieg mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung«, bewertete TSV-Trainer Nico Piazzolla die 60 Minuten am Freitag. »Wir haben in den ersten 15 Minuten ganz ordentlich gespielt«, ergänzte er, doch den neunfachen Wettertaler Torschützen Merlin Metzger (»er war zu schnell für uns«) bekam seine Mannschaft zunächst nicht in den Griff. Dennoch zog der TSV nach dem 6:5 (13.) auf 15:8 (27.) davon. »Langgöns hatte mehr Glück in Sachen Abpraller«, nannte HSG-Coach Sven Tauber einen der Gründe für den deutlichen Rückstand der Wetterauer zur Pause. Er beklagte außerdem, dass sein Team klare Chancen ausgelassen habe. Mit fünf Toren lag Wettertal beim Wechsel im Hintertreffen, holte nach Wiederbeginn aber auf. »Wir waren dann besser im Spiel«, berichtete Tauber, aber es reichte nicht mehr, um die Partie zu drehen. »Dafür waren wir im Eins-gegen-eins defensiv zu schwach und haben Langgöns einfache Tore ermöglicht.« Zehn Minuten nach Wiederbeginn hatte Wettertal den Anschluss zum 19:20 hergestellt. Über weite Strecken hielt Langgöns den Gast aber auf Distanz, doch in den letzten beiden Minuten wurde es noch mal spannend. 65 Sekunden vor dem Ende verkürzte der Wettertaler Jonas Kielich auf 28:29. 50 Sekunden später traf Dennis Hopp zum 30:28, dem die Gäste in der verbleibenden Zeit nur noch den 29. Treffer durch Tim Bunfill entgegensetzen konnten. »Wir hatten noch zwei ›Freie‹, die gereicht hätten«, stellte Tauber schließlich fest. Sein Kollege aufseiten des TSV beklagte dagegen die Fehlwürfe seiner Mannschaft, bei der er Torhüter Daniel Klein und im Angriff Philipp Reitz hervorhob.

Beste Torschützen, Langgöns: Reitz (6/2), Hopp (5/2), Schwellnus (4/1), Schäfer (4). - Wettertal: Metzger (9/2), Kielich (5), Schmidt (4).

HSG Mörlen - HSG Linden II 25:22 (9:8): Fünf Spieler fehlten bei Mörlen. Trainer Kevin Dannwolf beorderte zwei Akteure aus der zweiten Mannschaft nach oben und löste seine personellen Probleme zumindest ansatzweise. Nach der Partie bekannte Gästecoach Sören Asboe: »Mörlen hat verdient gewonnen und uns über die Abwehr den Zahn gezogen. Mit der aggressiven 3:2:1-Deckung haben sie unseren Rückraum rausgenommen.« Allerdings verlief die erste Halbzeit noch ausgeglichen, wobei beide Deckungsreihen einen guten Job machten. Die Mörler begannen mit einer 6:0-Deckung, stellten später aber auf 5:1 um. Das sollte sich nach der Pause auszahlen. Nach dem 12:10 (37.) gelang den Hausherren innerhalb von zehn Minuten ein 7:0-Lauf, damit war die Partie praktisch entschieden. »Wir haben zu viele Eins-gegen-eins-Duelle verloren und dann nicht im Verbund gestanden«, berichtete Asboe. So habe seine Mannschaft zu viele einfache Tore hinnehmen müssen. Nach dem 19:10 (47.) hielten die Mörler ihren Gast weitgehend auf Distanz, ehe Linden in der Schlussphase den Rückstand reduzierte, ohne den Sieg der Hausherren ernsthaft in Gefahr zu bringen. Den Erfolg hat sich Mörlen allerdings teuer erkauft: So zog sich Lukas Krauße eine Schulterverletzung zu. Schlimmer erwischte es Johannes Möbs, der sich ohne gegnerische Einwirkung die Achillessehne riss.

Beste Torschützen, Mörlen: Alt (7), Wulf (6/2), Rossin (5). - Linden II: Adamczyk (7/3), Laun (6), Zammert (4).

SG Rechtenbach - HSG Wettertal 23:30 (13:14): »Wir haben leider nur die ersten 30 Minuten mithalten können«, kommentierte SGR-Trainer Christian Kunz. »Dann haben wir zu viele klare Chancen ausgelassen und in der Deckung keinen Zugriff mehr bekommen.« Sven Tauber, Coach der HSG Wettertal, sprach von einem »großen Krampf« in der ersten Hälfte. So seien die »Zweikämpfe vorne und vor allem hinten kaum gewonnen worden.« Damit verlief die Partie in der ersten Halbzeit weitgehend ausgeglichen. Wettertal ging mit einem Tor Vorsprung in die Pause, musste aber danach den Ausgleich zum 14:14 durch Daniel Frosch hinnehmen. Dann aber platzten bei den Gästen der Knoten, »dank Jonas Kielich und Merlin Metzger«, wie Tauber betonte. Dieses Duo traf immer wieder. Hinten half ein überragender Torhüter Julian Schremmer mit, der u. a. zwei ›Freie‹ und zwei Siebenmeter hielt und den Schwächen der Abwehr entgegenwirkte. So zog Wettertal in der zweiten Halbzeit schnell auf 21:16 (40.) davon. Knapp zehn Minuten vor dem Ende lagen die Gäste mit 24:18 vorn, die Partie war entschieden. »Wettertal hat das dann abgezockt zu Ende gebracht«, machte Kunz den Gästen ein Kompliment. Tauber war nicht unzufrieden, wünschte sich aber, dass durch eine bessere Trainingsbeteiligung »gezielter an den Mängeln gearbeitet« werden könne. Gegen die MSG Florstadt/Gettenau und die HSG Mörlen kann sein Team die Teilnahme an der Aufstiegsrunde perfekt machen.

Beste Torschützen, Rechtenbach: Diehl (9), Frosch (6/2), B. Schmidt (3). - Wettertal: Metzger (8/1), Kielich (6), Noll (4).

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