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HSG Mörlen trotzt Personalproblemen

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Von: Harold Sekatsch

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Sebastian Alt (HSG Mörlen) überspringt Tim Voß (links, Kirchhain/Neustadt), der den »Trikottest« macht. © Nicole Merz

Erfolgreiches Wochenende für die vier Wetterauer Bezirksoberligisten: Neben der HSG Mörlen fuhren auch die TG Friedberg, die MSG Florstadt/Gettenau und die HSG Wettertal jeweils zwei Punkte ein.

(se). Während die HSG Linden in der Handball-Bezirksoberliga an der Spitze ihre Kreise zieht und mit dem 33:24 über den TSV Lang-Göns den zwölften Sieg im 13. Saisonspiel feiern konnte, rückte die TG Friedberg (34:27-Sieger bei der HSG Großen-Buseck/Beuern) auf den dritten Platz vor. Einen deutlichen 34:25-Erfolg bei der Kleenheimer »Zweiten« vermeldete die HSG Wettertal. Schon den dritten Sieg hintereinander bejubelte die MSG Florstadt/Gettenau, die Aufsteiger ESG Vollnkirchen/Dornholzhausen mit 27:21 distanzierte und damit den Anschluss an das untere Tabellenmittelfeld herstellte. Vier Spieler erwiesen sich am drittletzten Spieltag in diesem Kalenderjahr als sichere Siebenmeter-Schützen und verwandelten alle Strafwürfe, darunter auch der Mörler Daniel Frosch, der beim 33:31-Sieg gegen die HSG Kirchhain/Neustadt sechs von zehn Toren auf diese Weise erzielte.

HSG Mörlen - HSG Kirchhain/Neustadt 33:31 (13:14): Mörlens Trainer Kevin Dannwolf musste angesichts von fünf Ausfällen wieder einmal improvisieren und personelle Anleihen bei der zweiten Mannschaft nehmen. Mit einer »geschlossenen Mannschaftsleistung« wurde der Konkurrent aus der erweiterten Spitzengruppe bezwungen. Allerdings sah es lange Zeit nicht nach einem Erfolg der Gastgeber aus, denn Kirchhain/Neustadt lag vor der Pause nahezu ständig in Front, hatte nach 19 Minuten beim Spielstand von 10:7 einen Drei-Tore-Vorsprung herausgeworfen. 8:13 aus Wetterauer Sicht hieß es nach 22 Minuten, ehe die Mörler durch Julius Wulf, Tom Fritz und dreimal Daniel Frosch innerhalb von fünf Minuten den Gleichstand zum 13:13 erreichten. Zwar gingen die Gäste kurz vor der Pause noch mal in Führung, doch es war das letzte Mal in dieser Partie. Im zweiten Durchgang lag die Heimmannschaft nahezu ununterbrochen in Front, schaffte es aber nicht, sich vorzeitig abzusetzen. So führte Mörlen nach 48 Minuten mit 25:22, doch vier Minuten später war der Vorsprung beim 27:27 aufgebraucht. Fünf Minuten vor dem Ende hieß es 29:29, ehe die Mörler Daniel Frosch und Lars Berlich ihre Mannschaft mit zwei Toren in Front warfen. Diesen Vorteil gab die gastgebende HSG nicht mehr aus der Hand und gewann trotz der personellen Engpässe verdient, sehr zur Freude von Kevin Dannwolf, der zum Schluss bemerkte: »Ich bin stolz auf meine Jungs.«

Tore, Mörlen: Alt (11), Frosch (10/6), Wulf (6), Otto (3), Berlich, Anhäuser, Fritz (je 1).

MSG Florstadt/Gettenau - ESG Vollnkirchen/Dornholzhausen 27:21 (14:13): »Jetzt sind wir wieder im Geschäft«, freute sich Thorsten Dietzel, Trainer der MSG Florstadt/Gettenau, über den Ausgang der Partie, während sein Kollege aufseiten der ESG, Michael Bepler, für die verbleibenden Spiele im alten Jahr forderte: »Wir müssen ein anderes Gesicht zeigen.« Die Gäste starteten, so Bepler, schlecht in die Partie. Nach zahlreichen Abwehrfehlern wurde dann die Deckung umgestellt, danach lief es besser bei der ESG, die den 2:5-Rückstand (6.) in eine 9:8-Führung umwandelte. Doch bis zum Seitenwechsel hatten die Hausherren wieder die Führung übernommen. »Wir waren schon in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft«, stellte der Florstädter Trainer fest, »haben aber viele Bälle in der ersten und zweiten Welle verloren. Daher konnten wir uns erst in der zweiten Halbzeit absetzen«.

Nachdem die ESG vor der Pause im Angriff noch gute Lösungen gefunden hatte, sei es nach Wiederbeginn eine Viertelstunde wie abgeschnitten gewesen, bemerkte Bepler. Dabei hatten sich die Gäste in der Pause so viel vorgenommen. »Doch das hat nur zwei Minuten geklappt«, musste Bepler einräumen. So führte Vollnkirchen/Dornholzhausen nach 32 Minuten mit 15:14, lag zwölf Minuten später aber mit 15:21 zurück. Die Entscheidung war damit praktisch gefallen. Zehn Minuten vor dem Ende hieß es 23:16 für die MSG, die den deutlichen Vorsprung sicher über die Runde brachte. Die Gäste konnten in der verbleibenden Zeit den Rückstand nur geringfügig verkürzen.

Tore, Florstadt/Gettenau: Peppler (4/2), Grosso (4), Wagner, Baumgartl, Wenisch, Schildger, Potschka, Briesen (je 3), Greife (1).

HSG Großen-Buseck/Beuern - TG Friedberg 27:34 (13:22): Deutliche Leistungsunterschiede taten sich in dieser Partie auf: So freute sich TG-Coach Michael Razen darüber, dass seine Mannschaft mit »einer sehr guten Deckungsleistung das Spiel jederzeit im Griff« hatte. Durch ein gutes Rückzugsverhalten habe der Gast »den Buseckern das Tempospiel, eine der Stärken der Mannschaft, ›weggenommen‹. Vorne haben wir konzentriert gespielt«, ergänzte der Gästetrainer. Sein Kollege aufseiten der Busecker, Carsten Schäfer, war dagegen bedient vom Auftritt seiner Mannschaft: »Großen-Buseck/Beuern hat sich präsentiert wie ein Absteiger. Es bleibt mehr als fraglich, wie man in dieser Verfassung die Klasse halten kann.«

Bis zur zehnten Minute beim Stand von 5:5 war die Partie noch offen, doch weitere zehn Minuten später war das Spiel quasi gelaufen. Die Friedberger, die auf Patrick Engel und Max Beyster verzichten mussten, lagen zu diesem Zeitpunkt mit 15:8 vorne und bauten den Vorsprung bis zur Pause auf elf Treffer auf. Dabei bissen sich die Hausherren immer wieder an der 6:0-Deckung der TG fest. »Wir haben ein sehr starkes Spiel gemacht«, lobte Razen seine Akteure. »Bis zur 40. Minute, da haben wir angefangen durchzuwechseln.« Nun lief es im TG-Angriff nicht mehr so flüssig, und die Busecker konnten den Rückstand bis zum Ende auf sieben Treffer reduzieren, ohne freilich den Gästesieg auch nur ansatzweise in Gefahr zu bringen. »Ich bin Michael Razen und der TG Friedberg dankbar, dass sie in der zweiten Halbzeit mehrere Gänge zurückgeschaltet haben, sonst wäre das Spiel 19:45 ausgegangen«, erklärte Schäfer. Sein Friedberger Kollege hob zwei Spieler hervor, einmal Torhüter Radu Balazs und zum anderen Fabian Wolf, der trotz zeitweiliger Manndeckung »überragend gespielt hat«. Wolf gelangen drei Siebenmeter-Tore, außerdem war er noch sechsmal aus dem Spiel heraus erfolgreich.

Tore, Friedberg: Wolf (9/3), Cadar (6), Ploner, Lasse Milius, Philipp Engel (je 4), Methner, Seibert (je 2), Durchdewald, Brehm, Sattler (je1).

HSG Kleenheim-Langgöns II - HSG Wettertal 25:34 (13:16): »Eine gute Leistung von Beginn an«, lobte Gästetrainer Sven Tauber sein Team für den Auftritt in Oberkleen. »Vor allem die Defensive war sehr gut«, ergänzte der Wettertaler Coach. »Wichtig war die Umstellung von einer 6:0- auf eine 5:1-Abwehr, was den Unterschied ausgemacht hat.« Auf der anderen Seite zeigte sich Kleenheims Trainer Christian Kunz enttäuscht von der Vorstellung seiner Truppe: »Wir haben nie die richtige Einstellung zum Spiel gefunden und es damit Wettertal sehr leicht gemacht.« Immerhin konnte die Heimmannschaft das Spiel in der ersten Halbzeit lange ausgeglichen gestalten. So hieß es nach 18 Minuten noch 9:9, ehe sich die Gäste bis zum Wechsel auf drei Treffer absetzten.

»Die Abwehr war eine einzige Katastrophe. Dazu kamen etliche unnötige Fehlwürfe und Unachtsamkeiten«, sagte Kunz. Und so ließen sich die Gäste auf dem Weg zum dritten Auswärtssieg nicht aufhalten. Mit einer »geschlossenen Mannschaftsleistung« bauten die Wettertaler den Vorsprung bis zur 45. Minute auf fünf Tore aus und boten auch in der Schlussviertelstunde keine Angriffsfläche. »Der Sieg war völlig verdient und zu keiner Zeit gefährdet«, erklärte der sehr zufriedene Gästecoach, der auch diesmal ein besonderes Lob für den Einzelschiedsrichter - diesmal Clemens Jacobi - parat hatte. Kunz stellte dagegen abschließend fest: »Es hat einfach gar nichts gestimmt.«

Tore, Wettertal: Walter (8/2), Merlin Metzger (6/1), Schmidt (5), Kaus (4), Kielich (3), Zimmer, Wießner (je 2), Jatouri, Kreuzer, Kneissl, Schremmer (je 1).

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