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HSG Wettertal feiert Klassenerhalt

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Von: Harold Sekatsch

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Anspannung pur: Sven Tauber und die HSG Wettertal können nach einem Erfolg in Wetzlar den Klassenerhalt feiern. FOTO: JAUX © Timo Jaux

(se). Bitter für die zweite Mannschaft der HSG Linden, die am letzten Spieltag der Handball-Bezirksoberliga bei der HSG Lumdatal II mit 31:28 gewann und sich damit auf den Nichtabstiegsrang zwölf rettete. Wegen des Abstiegs der Lindener »Ersten« aus der Landesliga in die Bezirksoberliga muss Linden II die Klasse nach unten verlassen. Nutznießer dieser Regelung ist der TV Wetzlar, der gegen die HSG Wettertal in eigener Halle mit 18:

20 verlor, auf den drittletzten Platz abrutschte und trotzdem in der Bezirksoberliga verbleibt. Damit folgt die Lindener »Zweite« der HSG Marburg/Cappel und der SG Rechtenbach in die Bezirksliga A.

Den umgekehrten Weg geht mit TuS Vollnkirchen ein ehemaliger Bezirksoberligist. Dass der Abstiegskampf Kräfte und Emotionen freisetzte, beweist unter anderem die Tatsache, dass Wettertals Trainer Sven Tauber seinen Kroatien-Urlaub abbrach und pünktlich in der Halle war, um seine Mannschaft zum Sieg in Wetzlar zu coachen.

In der Aufstiegsrunde kam die MSG Kirchhain/Neustadt gegen die MSG Florstadt/Gettenau kampflos zu beiden Punkten. Heimsiege meldeten die HSG Wettenberg II (29:27 gegen Mörlen), die HSG Dilltal (29:26 gegen den TSV Lang-Göns) und Meister HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III mit dem 29:24 über die HSG Kleenheim-Langgöns II.

Aufstiegsrunde / HSG Wettenberg II - HSG Mörlen 29:27 (11:9): Ein Treffen zweier Mannschaften, die ersatzgeschwächt in die Partie gegangen waren und dennoch ein interessantes Handballspiel ablieferten. Wettenbergs Trainer Dragan Nenad, der wieder einmal das Trikot überstreifen musste und immerhin vier Treffer erzielte, war »stolz auf seine Mannschaft«. »Alle Spieler haben 100 Prozent gegeben«, sagte der Coach. Auch Kevin Dannwolf, Trainer der HSG Mörlen, war nicht unzufrieden. »Wir wollten uns ordentlich präsentieren«, erklärte er nach dem Spiel, »und hatten eigentlich einen Punkt verdient, doch wir haben in wichtigen Phasen zu viele einfache Fehler gemacht.«

Über fast die gesamte Spielzeit verlief die Partie ausgeglichen und ausgesprochen spannend, vor der Pause mit leichten Vorteilen für die Wettenberger, die mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die zweite Halbzeit gingen.

Doch schnell hatte Mörlen den Gleichstand (zum 14:14/37.) hergestellt. Drei Minuten vor dem Ende hieß es 27:27, ehe Fabian Weide und Tristan Schnepp den Sieg der Hausherren klarmachten. In dieser Phase hielt Wettenbergs Torhüter Jan Becker mit mehreren Paraden seiner Mannschaft den Rücken frei. - Tore, Mörlen: Bischof (5/2), Wulf (5), Berger (4), Bernhard Dietz, Rossin, Otto (je 3), Berlich (2), Schätzle, Krauße (je 1).

Abstiegsrunde / TV Wetzlar - HSG Wettertal 18:20 (9:10): »Wir haben sehr nervös angefangen, was sicherlich auch der Bedeutung dieses Spiels geschuldet war«, berichtete TV-Trainer Marco Schmidt. »Trotzdem konnten wir uns immer wieder rankämpfen und hatten unsere beste Phase gegen Ende der Partie, als wir noch einmal viel Druck über unsere zweite Welle gemacht haben.«

Die Wetzlarer liefen nahezu ständig einem Rückstand hinter. Nach gut sieben Minuten lag der TV mit 1:4 im Hintertreffen, 5:8 hieß es nach 23 Minuten, doch bis zur 28. Minute hatten die Wetzlarer den Gleichstand zum 9:9 hergestellt. Danach warfen die Wettertaler einen 12:9-Vorsprung heraus und gaben diesen nicht mehr aus der Hand. Mit 15:11 lagen die Gäste eine Viertelstunde vor Schluss vorn. Danach holten die Hausherren Tor um Tor auf und stellten durch Yannic Dubiys in der 56. Minuten den Anschluss zum 18:19 her. Doch der Wettertaler Merlin Metzger bereitete in der 59. Minute mit dem Treffer zum 20:18 den Hoffnungen des TV Wetzlar auf einen Teilerfolg ein jähes Ende. »Am Ende hat uns dann die Zeit gefehlt«, räumte Marco Schmidt hinterher ein.

Sven Tauber, Trainer der HSG Wettertal, stellte hinterher fest: »Aufgrund schlechter Chancenverwertung haben wir es versäumt, früher und deutlicher zu führen, gerade in Halbzeit eins.« Die Abwehrleistung lobte der Coach aber uneingeschränkt. »Die Deckung stand wie ein Fels. Auch beide Torhüter, David Groß und Julian Schremmer, waren sehr gut.« Probleme bereitete den Gästen dagegen die gegnerische Deckung: »Wetzlar deckte ebenfalls sehr gut, und bei uns im Angriff ging kaum mehr etwas.« Doch die Wettertaler hatten das glückliche Ende für sich. »Wir haben uns mental und vor allem körperlich ins Ziel gerettet.« - Tore Wettertal: Merlin Metzger (5/4), Kielich (4), Kreutzer (3), Brückel, Kneissl, Florian Großmann (je 2), Timo Metzger, Boller (je 1).

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