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Ignjatovic neuer 46ers-Coach

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Voller Tatendrang - Branislav Ignjatovic, der neue Cheftrainer für den Pro-A-Ligisten Gießen 46ers. © IMAGO

Das ging rasend schnell! Branislav Ignjatovic ist der neue Cheftrainer der Gießen 46ers. Der 55-Jährige hat beim Bundesliga-Absteiger einen Zweijahresvertrag mit Option auf eine weitere Saison unterschrieben. Die Planungen für die ProA laufen bereits.

Die Gießen 46ers haben in der wichtigsten Personalie im ICE-Tempo für Klarheit gesorgt. Branislav Ignjatovic, der in der Basketball-Szene »Frenki« genannt wird, übernimmt beim Pro-A-Ligisten die Cheftrainer-Position. Abstiegscoach Pete Strobl hatte kürzlich signalisiert, nicht den Gang in die Zweitklassigkeit mitzugehen.

Der 55-jährige Serbe wird ab dem 1. Juni seinen Dienst bei den La hnstädtern antreten. Bis dahin hat Ignjatovic noch Vertrag beim Erstligisten Academics Heidelberg, den er nach achtjähriger Tätigkeit verlassen musste. Die offizielle Begründung des Clubs war, dass man nach acht Jahren neue Wege gehen möchte und ein neuer Impuls auf der Trainerbank erforderlich sei.

Am Mittwochabend nach dem letzten BBL-Spiel mit seinem Team bestätigte Ignjatovic im Interview mit MagentaSport, dass er in zwei Tagen wisse, wo seine Reise hingehen werde. »Entweder ein ambitionierter Zweitligist oder ein Erstligist«, waren seine Worte. Der in Ober-Ramstadt wohnende Coach hat sich für Gießen entschieden, obwohl ihm zwei BBL-Angebote vorlagen. Nach Informationen dieser Zeitung gab es von ihm Absagen in Richtung Frankfurt und Bayreuth.

Im Fanlager der Gießen 46ers brach gestern Begeisterung ob der Verpflichtung aus. Von »mein absoluter Wunschtrainer. In der nächsten Saison rennt wohl keiner weg, weil die Kommunikation mit dem Trainer nicht stimmt«, bis »in unserer Situation ist Frenki eine richtig gute Lösung«, fielen die Kommentare in den sozialen Medien positiv aus. Ein User verspürte sogar »Vorfreude und Euphorie«.

Aufbruchsstimmung und ein positives Umfeld haben die Gießen 46ers nach der völlig verkorksten Saison mit dem Abstieg aus der Bundesliga bitter nötig. Sogar der zuletzt wegen seiner verfehlten Personalpolitik gewaltig in der Kritik stehende geschäftsführende Sportdirektor Sebastian Schmidt erhielt aufgrund der Trainer-Verpflichtung ein Lob auf den Social-Media-Kanälen: »Ein guter Transfer und der richtige Mann. Wenn er Zeit bekommt, was aufzubauen, kann es was werden.«

Mit Ignjatovic erhalten die Gießener einen mit allen Wassern gewaschenen Trainer - mit einer gehörigen Portion Pro-A-Erfahrung. Kirchheim führte er in der Pro A oft in die Playoffs, mit Heidelberg schaffte er sogar in der Saison 2020/21 den Aufstieg ins Basketball-Oberhaus. Der Serbe ist für sein defensivgeprägtes System bekannt.

»Ich hatte mehrere Angebote, auch zwei aus der BBL, auf dem Tisch liegen, jedoch haben mich vor allem die Gespräche mit Geschäftsführer und Sportdirektor Sebastian Schmidt von Anfang an beeindruckt und überzeugt. Er verfolgt einen konkreten Plan, ist unglaublich engagiert und ist ein harter Arbeiter - so wie ich. Zudem lebe ich seit über 30 Jahren in Hessen, ich fühle mich als Hesse und bin sehr froh, bei einem solchen Traditionsverein wie den 46ers nun die Chance zu haben, arbeiten zu können. Wir haben viel zu tun. Mein Ziel ist es, dass Gießen in zwei oder drei Jahren wieder in der BBL spielt. Dafür werden wir alles geben. Ich freue mich schon jetzt auf die neue Saison und die Gießener Menschen kennenzulernen«, sagte Ignjatovic und scheint nur so vor Tatendrang zu sprühen.

Er muss nun schnellstens ein schlagkräftiges Team zusammenstellen. Aus dem Abstiegskader der Gießen 46ers hat nur Maxi Begue einen gültigen Vertrag für die ProA. Wie Schmidt kürzlich erklärte, sind die 46ers aber interessiert, die weiteren deutschen Spieler wie Dennis Nawrocki, Florian Koch, Bjarne Kraushaar und Tim Uhlemann zu halten.

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