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In der Kreisoberliga kündigt sich ein Rennen um Platz zwei an

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Von: Thomas Brannekämper

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Filip Suton (l.) und der SV Nieder-Weisel hoffen insgeheim auf eine Ober-Wöllstädter Schwächephase. Maurice Klaus und der TSV Dorn-Assenheim haben Platz zwei im Visier. © Nicole Merz

Die TSG Ober-Wöllstadt hat in der Kreisoberliga einen großen Vorsprung. Spannung herrscht noch im Rennen um den Vizetitel und im Abstiegskampf.

(tbr). Es ist angerichtet, die Zeit der Tests ist vorbei. Ab kommendem Wochenende wird wieder um Punkte in der Fußball-Kreisoberliga Friedberg gespielt. In den folgenden Wochen werden sich dann auch die Fragen nach Aufsteigern und Absteigern klären. Ebenso wird sich herauskristallisieren, wer im Winter die besten Nachverpflichtungen getätigt hat und somit seinen Kader aufwerten konnte. Doch über allem steht der Wunsch, die Runde in diesem Jahr unter normalen Bedingungen und ohne Quotientenregel zum Abschluss bringen zu können.

Beim Thema Aufstieg führt kein Weg an der TSG Ober-Wöllstadt vorbei. Unter der Leitung von Spielertrainer Harez Habib haben die »Blauen« schon stattliche acht Punkte Vorsprung auf ihren ersten Verfolger. Habib hatte vor der Runde schon gesagt, dass man sich in Ober-Wöllstadt mittelfristig mit der Gruppenliga befassen müsse. Diese Prognose scheint sich nun bereits nach einer Saison zu bewahrheiten. »Wir haben mit unserem Punktepolster eine gute Ausgangsbasis gelegt. Doch es erwartet uns eine schwere Rückrunde mit einigen kniffligen Auswärtsaufgaben«, sagt Habib. So gastieren die »Blauen« unter anderem in Nieder-Weisel, Dorn-Assenheim, und auch beim Wöllstädter Derby sind die »Roten« die Gastgeber. »Wir wissen, dass jedes Spiel ein Endspiel ist. Dementsprechend hat sich die Mannschaft auch in der Vorbereitung präsentiert. Einer guten Trainingsbeteiligung geschuldet ist der große Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft, die Jungs wollen den Erfolg«, umreißt der TSG-Übungsleiter die derzeitige Situation.

Etwas dagegen hat naturgemäß der Zweitplatzierte, der SV Nieder-Weisel. In einer Pressekonferenz hat Sebastian Volp, Zweiter SVN-Vorsitzender, als Ziel zumindest die Verteidigung dieser Position ausgeben. Insgeheim hofft man aber, dass es zum Abschied von Trainer Gökhan Kocatürk vorne nochmals eng wird.

Sechs Clubs können Vizemeister werden

Für die dahinter platzierten Vereine aus Dorn-Assenheim, Nieder-Wöllstadt, Ober-Rosbach und Bruchenbrücken dürfte bei bis zu zwölf Punkten Rückstand ein Eingreifen in das Titelrennen kaum mehr möglich sein. Dennoch: Inklusive Teutonia Staden können noch sechs Clubs in den Kampf um die Vize-Meisterschaft eingreifen, liegen zwischen Rang zwei und sieben doch gerade mal fünf Punkte. Allerdings gibt es keine Relegation. »Wir wollen eine gute Rückrunde spielen und - wenn möglich - einige Plätze gutmachen. Zur Zeit haben wir leider drei Verletzte, was unsere Möglichkeiten etwas einschränkt. Aber wir schauen nach vorne und nehmen es, wie es kommt. Ober-Wöllstadt wird wohl den Platz an der Sonne nicht mehr abgeben«, erklärte Stadens Spielausschuss-Mitglied Hagen Deis.

Das Tabellenmittelfeld wird angeführt von den »Nullachtern« aus Bad Nauheim. Im Winter konnten die Kurstädter gerade durch den Wechsel von Kamber Koc vom Türkischen SV ins Waldstadion aufhorchen lassen. Zum anderen musste man in der vergangenen Woche den tragischen Tod von Asmir Emrovic verkraften, der bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Man darf gespannt sein, wie die Mannschaft von Trainer Bojan Blagojevic mit dieser Situation umgeht.

Ebenfalls beruhigt auf die Rückrunde blicken kann man beim VfB Friedberg. All zu viel dürfte weder nach oben noch nach unten gehen. Mit dieser Gewissheit hat man am Burgfeld schon die Planungen für die kommende Runde angestoßen. »Unser Kader wird komplett zusammenbleiben. Besonders stolz sind wir, dass unser umworbener Torwart Radoslav Rusev ebenfalls für die Saison 22/23 seinen Verbleib signalisiert hat«, gewährt der Friedberger Spielausschuss-Boss Carsten Lesniak einen Einblick. »Ein, zwei Plätze nach oben klettern und Vereine aus dem oberen Drittel ärgern«, umreißt VfB-Coach Rainer Pausch die Friedberger Intentionen für die Rückrunde. »So können wir beruhigt die nächste Saison und unseren Kader planen.«

Soganci soll es für Türk Gücü II richten

Ab Rang elf beginnt der Abstiegskampf. Hier hat wohl Dortelweil II ob der guten Ausbeute von 13 Punkten das beste Blatt in der Hand. Doch auch in Rendel ist man zuversichtlich, sich für ein weiteres Jahr in der höchsten Spielklasse des Wetteraukreises qualifizieren zu können. »Für uns ist und bleibt der Klassenerhalt eine Mammutaufgabe, weil es für den Verein schon ein sehr großer Erfolg ist, überhaupt in der Liga zu spielen. Zwar sind wir aktuell von großen Personalsorgen geplagt und müssen vermehrt Reservespieler einsetzen. Doch wenn wir alles reinwerfen, werden wir erfolgreich sein. Dann können wir uns auch noch etwas vorarbeiten, und unser oberstes Ziel, über dem Strich zu bleiben, erreichen«, gibt sich Rendels Trainer Alexander Jörg kämpferisch.

Ebenfalls zuversichtlich ist man bei der Hessenliga-Reserve von Türk Gücü Friedberg. Nicht weniger als sechs Neuzugänge sowie Ismail Soganci - Spielausschuss und Trainer in Personalunion - sollen die Mission Klassenerhalt zu einem erfolgreichen Ende führen. Und auch aus Massenheim sind forsche Töne zu hören. Auch wenn Trainer Dennis Matter nicht ganz zufrieden mit der Vorbereitung und der Trainingsbeteiligung ist, glaubt er an seine Mannschaft und den Klassenerhalt. »Ich weiß, zu was meine Mannschaft in der Lage ist. Auch wenn dies bisher nicht immer funktioniert hat. Unsere Vorbereitungsspiele waren in Ordnung, auch wenn wir wissen, dass uns ab jetzt wieder Mannschaften mit einer anderen Qualität erwarten. Die Drei-Punkte-Regel macht es möglich, dass es lange spannend in der unterer Region bleibt. Wir werden alles daran setzen, um den Abstieg abzuwenden«, lautet die Marschrichtung für die Massenheimer.

Man darf also gespannt sein, wie die nächsten 13 Spieltage bis zum 12. Juni in der Kreisoberliga Friedberg ablaufen. Spannung ist trotz des Ober-Wöllstädter Vorsprungs an der Spitze noch genug vorhanden. Am Sonntag geht es los mit sechs Begegnungen.

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