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Jan Dillemuth trotzt Corona und läuft zu Bronze

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Von: Tanja Weber

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Zehn Tage nach seiner Corona-Infektion erkämpft sich Jan Dillemuth vom TV Assenheim DM-Bronze hinter Tim Kalies (l., Braunschweig) und Silas Zahlten (Mitte, Münster). © Imago Sportfotodienst GmbH

(web). Nur drei Leichtathleten aus der Wetterau waren am Wochenende bei der deutschen Jugendmeisterschaft U20 in der Halle mit von der Partie. Jan Dillemuth vom TV Assenheim erkämpfte sich im Sindelfinger Glaspalast über 1500 Meter eine Medaille. Die Friedberger Hürdenläuferin Mia Haselhorst (Königsteiner LV) steigerte ihre Bestzeit und Benedict Michel (LG ovag Friedberg-Fauerbach) erreichte im Diskuswurf Platz zwölf.

Zehn Tage vor der DM war Dillemuth durch eine Corona-Infektion praktisch schon schachmatt gesetzt. Der 17-Jährige entschied sich aber einen halben Tag vor seinem Vorlauf über 1500 Meter doch noch zum Start. Ziel war ein Podiumsplatz, die Zeit sollte keine Rolle spielen. Mit 4:04,71 Minuten qualifizierte sich der Florstädter am Samstagvormittag für das Finale. »Sein Stil war nicht flüssig«, bilanzierte Heimtrainer Andreas Ulbrich. »Man hat ihm die Infektion und den Trainingsrückstand angesehen.« Um so größer war die Freude, als Jan Dillemuth im Endlauf eines taktisch geprägten Rennens eine Schippe drauflegen konnte: 4:00,76 Minuten und U20-Bronze.

Die Entscheidung fiel auf der Schlussrunde. Dillemuth hatte sich mit Silas Zahlten (LG Brillux Münster) und Tim Kalies (Braunschweiger LC) vom Feld abgesetzt. Kalies stürmte davon und krönte sich in 3:58,98 Minuten zum Deutschen Meister. Zahlten fing Dillemuth ab und holte mit fünf Zehnteln Vorsprung Silber.

»Wir sind mit dem Medaillen-Ergebnis sehr zufrieden«, sagte Ulbrich. Damit zeigte der talentierte TVA-Läufer einmal mehr, dass er auf nationaler Ebene ganz vorne dabei ist. 2021 erst war er Deutscher U18-Meister über 3000 Meter geworden.

Das Fauerbacher Wurftalent Benedict Michel belegte derweil bei den nationalen Titelkämpfen unter dem Hallendach einen guten zwölften Platz im Diskuswurf der U20. Mit einer Weite von 49,16 Metern blieb er nur knapp unter seiner am Vorwochenende aufgestellten Bestleistung von 49,75 Metern. Ziel war es, sich gegen die bärenstarke Konkurrenz so gut wie möglich zu präsentieren und - wenn alles passt - eine neue Bestweite zu erzielen. Diese hätte womöglich für den Endkampf gereicht. Dass der ganz große Wurf dann nicht gelang, dürfte den LG-Akteur nicht lange geärgert haben. Zu gut war seine bisherige Hallensaison. »Da er im ersten Jahr der U20 ist, muss er sich noch an das schwerere Wettkampfgewicht gewöhnen«, erklärte Trainerin Marion Michel. Nur ein einziger Athlet aus dem jüngeren Jahrgang hatte sich am Ende für das Finale der besten acht qualifiziert. »Benedict ist zufrieden mit seiner Leistung und motiviert für die Sommersaison«, so Marion Michel. Ziel ist es, dann die 50 Meter zu knacken. Für die deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm im Sommer ist Benedict Michel bereits qualifiziert.

Eine neue Bestzeit über 60 Meter Hürden stellte indes Mia Haselhorst auf, wenngleich sie es nicht ins Finale schaffte. Im Vorlauf steigerte sich die Friedbergerin im Trikot des Königsteiner LV auf 8,71 Sekunden. »Immerhin bin ich die zwölftschnellste Zeit aller 32 DM-Starterinnen gelaufen«, sagte die 18-Jährige, die nach einer OP am Ellbogen erst an Weihnachten wieder ins Training eingestiegen war.

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