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Kehraus in der Kreisoberliga

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Von: Sascha Kungl

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Ein Duell auf Augenhöhe erwartet man zum Jahresabschluss in der Kreisoberliga zwischen dem SV Nieder-Wöllstadt um Philipp Wagner und dem SV Nieder-Weisel. © Nicole Merz

(kun). In der Fußball-Kreisoberliga Friedberg gehen an diesem Wochenende die finalen 90 Minuten des Fußballjahres über die Bühne. Mit einem Heimspiel gegen den abstiegsgefährdeten Tabellenvorletzten VfB Friedberg eröffnet der SV Teutonia Staden am Freitagabend ab 20 Uhr den letzten Spieltag vor der 14-wöchigen Winterpause. Eine Viertelstunde später empfängt Schlusslicht FC Rendel den SV Steinfurth zum »Sechs-Punkte-Spiel« im Tabellenkeller.

Spitzenreiter FCO Fauerbach gibt seine Visitenkarte am Sonntag (13 Uhr) beim SC Dortelweil II ab, der auf einem Nichtabstiegsplatz überwintern will. Das will auch die Spvgg. 08 Bad Nauheim. Die Kurstädter haben allerdings am Wochenende keinen direkten Einfluss darauf, da ihre ursprünglich für Sonntag angesetzte Partie beim TSV Dorn-Assenheim aufgrund der Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt wurde. Den Bedingungen im Reichelsheimer Stadtteil zum Opfer fiel auch am Donnerstag die geplante Partie gegen Dortelweil II.

Den Relegationsplatz verlassen könnte die SG Wohnbach/Berstadt mit einem ertragreichen Auftritt gegen Türk Gücü Friedberg II. Im Kampf um die Spitzenplätze muss das Verfolgerduo aus Gronau und Kaichen indes in der Fremde ran: Während der Tabellenzweite Gronau bei der FSG Burg-Gräfenrode zu Gast ist, reist der Rangdritte FC Kaichen zum SV Bruchenbrücken.

Derweil beschließt der SV Nieder-Weisel ein erfolgreiches Fußballjahr, das mit der Vizemeisterschaft in der Vorsaison und dem Gastspiel von Eintracht Frankfurt am Wiesengrund im Sommer seine sportlichen Höhepunkte hatte, am Sonntag ab 15 Uhr beim SV Nieder-Wöllstadt.

Aufgrund der witterungsbedingten Absage der Partie in Rendel in der Vorwoche waren die Butzbacher Vorstädter am vergangenen Spieltag nur in der Zuschauerrolle. Starker Nebel hatte ein Fußballspiel im Karbener Stadtteil am Freitagabend unmöglich gemacht. Nachgeholt wird die Begegnung in diesem Jahr wohl nicht mehr. »Die Terminfindung gestaltet sich schwierig«, berichtet SVN-Trainer Tim Schmidt-Weichmann.

Am Sonntag steht für den Tabellenelften aus Weisel zunächst das Gastspiel in Nieder-Wöllstadt auf dem Programm. Nach 16 ausgetragenen Begegnungen ist das Abschneiden der Roten im bisherigen Saisonverlauf durchschnittlich: Sieben Siegen stehen ein Unentschieden und acht Niederlagen gegenüber. Allerdings sind beide Mannschaften mit nur zwei Punkten Unterschied aktuell in ähnlichen tabellarischen Gefilden unterwegs, sodass die Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel erwarten dürfte. »Wir erwarten ein Duell auf Augenhöhe, bei dem am Ende die Tagesform über Sieg und Niederlage entscheiden wird. Einen Favoriten kann ich nicht ausmachen«, erklärt Schmidt-Weichmann, dessen Elf mit einem Auswärtssieg in der Tabelle an den Gastgebern vorbeiziehen könnte. »Das ist auch unser Ziel, wenngleich das letzte Spiel des Jahres sicher beide Mannschaften gewinnen wollen. Damit uns das gelingt, müssen wir die Ruhe bewahren. Nieder-Wöllstadt kommt über den Kampf, während wir um spielerische Lösungen bemüht sind.«

Derweil hat die SG Wohnbach/Berstadt mit Türk Gücü II am Sonntag (15 Uhr) einen dicken Brocken vor der Brust. Nach vier Siegen in Serie zählt die Hessenliga-Reserve der Kreisstädter mittlerweile zur Spitzengruppe der Liga. »Die Gäste sind aktuell sehr gut unterwegs. Sie verfügen über einen breiten Kader und bekommen regelmäßig neue personelle Unterstützung. Dagegen kämpfen wir schon seit Wochen am Limit«, erklärt SG-Coach Christopher Melius, der neben den Langzeitverletzten Manuel Michel, Mihai-Alexandru Dan, Jimmy Lee Lachmann, Björn Bonarius und Timo Schmidt auch auf Maximilian Koppe und Sebastian May verzichten muss. »Wir haben 18 sehr intensive Monate hinter uns, hatten eine sehr kurze Sommerpause und brutal viele Ausfälle. Die Spieler sind jetzt einfach langsam am Ende. Ich bin begeistert, dass sich meine Jungs trotzdem nicht unterkriegen lassen und weiterhin Woche für Woche alles geben«, sagt Melius.

Personalmangel bei Ober-Hörgern

Personell auf dem Zahnfleisch geht auch der TFV Ober-Hörgern in der Kreisliga A Friedberg. Die ursprünglich für Mittwochabend angesetzte Auswärtspartie beim SV Ockstadt musste man wegen Personalmangels kurzfristig absagen. »Uns hat die Krankheitswelle mit voller Wucht erwischt. Wir müssen schauen, ob wir bis Sonntag überhaupt in der Lage sind, eine schlagkräftige Truppe stellen zu können«, erklärt TFV-Spielertrainer Christian Teschner, dessen Elf mit der Heimpartie gegen den SSV Heilsberg am Sonntag ab 15 Uhr ein »Sechs-Punkte-Spiel« vor der Brust hat.

»Ein Blick auf die Tabelle zeigt, wie wichtig die Begegnung für beide Mannschaften ist. Wir müssen mit voller Konzentration zu Werke gehen und wollen den Vergleich mit den Heilsbergern keinesfalls verlieren«, erklärt Teschner. In Abwesenheit ihres Spielertrainers mussten die Kicker aus dem Wetterstadion vor Wochenfrist eine bittere Last-Minute-Niederlage gegen den SV Ober-Mörlen hinnehmen. Zuvor war der Tabellenelfte vier Spiele in Folge ungeschlagen geblieben.

Auch die Gäste aus Heilsberg kamen durch einen späten Gegentreffer am vergangenen Spieltag nicht über ein Remis gegen den Traiser FC hinaus. Nach sieben sieglosen Spielen in Serie steht die Elf von Trainer Bruno Ventura zwei Spieltage vor der Winterpause gemeinsam mit dem punktgleichen Duo aus Oppershofen und Schwalheim am Tabellenende. Mit 56 Gegentreffern stellen die Fußballer aus dem Bad Vilbeler Ortsteil darüber hinaus die schwächste Defensive der Liga.

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