1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Keine Gesamtwertung, keine Ehrung

Erstellt:

Kommentare

mn_Bei1718_19-B_102019_4c
Die Teilnehmerzahlen beim Oberhessen-Cup sind rückläufig. © Nicole Merz

Die Zahlen sind rückläufig. Die Organisatoren des Oberhessen-Cups reagieren. Der Friedberger Altstadtlauf taucht 2023 nicht mehr in der Lauf-Serie auf.

(aw/mn). Seit 1994 gibt es den Oberhessen-Cup. Einst legten afrikanische Spitzen-Langstreckler Top-Zeiten aufs Schottener Altstadt-Pflaster, die Wannkopfläufer aus Echzell lockten auf ihre ebenso idyllische wie kräftezehrende Strecke, oder die Stimmung am Rande der Friedberger Kaiserstraße kochte über. Viele Lauf-Enthusiasten dürften sich erinnern an die illustren Siegerehrungs-Abschlussabende mit vollen Bürgerhäusern - reihum von den Vereinen organisiert. Doch seit Beginn der Corona-Pandemie gibt es eine Lauf-Event-Rezession.

In der Kulturhalle Stockheim zogen die Veranstalter des Oberhessen-Cups nun Bilanz. Immerhin konnten in diesem Jahr nach 24 Monaten vollständigem Stillstand wenigstes sechs Läufe über die Bühne gehen. Doch die rein statistischen Zahlen sind ernüchternd. Schon vor der Pandemie waren die Teilnehmerzahlen rückläufig. Der Neustart nach dem Stillstand war nicht einfach. Noch einmal sind die Starterfelder kleiner geworden. Eine der Konsequenzen ist, dass in diesem Jahr keine Gesamtwertung erstellt wird und auch keine Siegerehrung stattfindet. »Das wäre insgesamt wenig sinnvoll«, sagen Harald Steinke (Stockheim) und Stefan Weil (Schotten), die sich seit mehr als 30 Jahren um die Geschicke des Cups kümmern.

Altstadtlauf nicht mehr in OHC-Serie

Die rückläufigen Teilnehmerzahlen haben auch Auswirkungen auf 2023. Nachdem die Organisatoren in Echzell und Nidda bereits vor zwei Jahren das Ende ihrer Veranstaltungen angekündigt hatten, gibt es jetzt auch für den Hans-Nachtmann-Lauf in Altenstadt, den Stadtlauf in Gedern und den Altstadtlauf in Friedberg keine Fortsetzung.

Ob das Aus in der Serie auch das grundsätzlich Aus für den Altstadtlauf bedeutet, lässt Lars Hieronymi, der Vorstand Leichtathletik beim TSV Friedberg-Fauerbach, auf Nachfrage unserer Redaktion offen. »Wir sind aktuell in Gesprächen mit unserem Werbepartner, wie wir künftig mit dem Altstadtlauf umgehen.«

Neu orientiert hat sich der TGV Schotten. Die Innenstädte für die kleiner gewordene Läuferschar zu sperren sei mit zu großem Aufwand verbunden, der nicht mehr zu rechtfertigen sei. Der Verein hatte deshalb zuletzt zur Neuauflage des Stauseelaufs eingeladen, mit durchaus gutem Erfolg, auch wenn die Teilnehmerzahlen an frühere Austragungen nicht heranreichten.

Es sind nicht nur Corona und die Nachwirkungen, die Problem bereiten. In den Vereinen ist es immer schwieriger geworden, genügend Helfer zu finden. Die Protagonisten in der Kulturhalle waren sich aber einig, dass es weitergehen soll. Für 2023 wird der Cup aus sieben Veranstaltungen bestehen: Dem Dreikönigslauf in Altenstadt, dem Dorflauf in Geiß-Nidda, dem Kirchwaldlauf in Ranstadt, dem Dorflauf in Stockheim, den Dorfläufen in Kefenrod und Wallernhausen und zum Abschluss dem Stauseelauf in Schotten. Es gab noch weitere Interessenten, aber aus unterschiedlichen Gründen ist eine mögliche Cup-Teilnahme zunächst einmal verschoben. »Auch mit sieben Läufen haben wir eine gute Basis«, sagen Steinke und Weil unisono. Verschlankt werden die Altersklassen in der Jahreswertung. »Wir werden die Unterteilung in zwei bis drei Klassen statt bisher fünf Alterskategorien vornehmen«, sagt Steinke.

Auch interessant

Kommentare