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Klassenprimus eine Nummer zu groß

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Von: Harold Sekatsch

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Der Wettertaler Christian Schmidt wird von den beiden Gegenspielern Alexander Faatz (links) und Leon Frenko (beide Kleenheim-Langgöns II) gestoppt. © Timo Jaux

(se). In der Gruppe 2 der Handball-Bezirksoberliga Gießen musste die HSG Wettertal eine heftige Niederlage gegen Tabellenführer HSG Kleenheim-Langgöns II hinnehmen. 37:28 siegten die Gäste in Rockenberg und haben nunmehr 15:1 Punkte auf dem Konto. Im Wetterau-Derby zwischen der HSG Mörlen und der MSG Florstadt/Gettenau geizten beide Seiten mit Toren.

Mörlen rückte nach dem 18:16-Erfolg bei 9:7 Punkten auf den zweiten Platz vor.

HSG Wettertal - HSG Kleenheim-Langgöns II 28:37 (12:22): In der Vorrunde hatte Wettertal dem jetzigen Tabellenführer noch einen Punkt abgetrotzt, war aber diesmal chancenlos. »Das war heute in allen Belangen zu wenig«, räumte hinterher Wettertals Trainer Sven Tauber ein. »Wir haben die vielen Ausfälle und angeschlagenen Spieler nicht kompensieren können. Allerdings war das mit Abstand unser bisher schlechtestes Saisonspiel. Selbst grundlegende und einfache Dinge haben nicht funktioniert.« Logischerweise hatte Julian Reusch eine ganz andere Sichtweise: »Das war von unserer Seite ein sehr, sehr gutes Spiel«, gab der Gästetrainer zu Protokoll. Das betraf vor allem den ersten Durchgang. »Die Deckung hat gut gestanden. Außerdem sind wir gut ins Tempospiel gegangen.« So lagen die Hausherren nach 17 Minuten mit 4:14 im Hintertreffen. Eine »Fülle von technischen Fehlern« und »Schwächen im Rückzugsverhalten« hatte Tauber bei seiner Mannschaft ausgemacht. 12:22 hieß es nach 30 Minuten. Die Partie war praktisch entschieden. »In der zweiten Halbzeit hat dann die Spannung nachgelassen«, monierte Reusch, bezeichnete seine Kritik aber auch als »Meckern auf hohem Niveau«. Wie dem auch sei, der Sieg des Tabellenführers geriet nicht ansatzweise in Gefahr. Am Ende lag Kleenheim-Langgöns II mit neun Treffern vorn. Allein zehn Tore gingen auf das Konto von Marc Weller, der eine bärenstarke Leistung bot und zeigte, wie wichtig er für die Mannschaft sein kann. Bei seinem Team hob Tauber Merlin Metzger (neun Tore) hervor und zeigte sich zumindest mit der Einstellung in den letzten 15 Minuten zufrieden.

Beste Torschützen / Wettertal: Metzger (9), Schmidt (5), Noll (4). - Kleenheim-L. II: Weller (10), Dilges (8/5), Faatz (6).

HSG Mörlen - MSG Florstadt/Gettenau 18:16 (9:7): »Für dieses Spiel haben wir uns einiges vorgenommen, weil wir in der Vorrunde deutlich verloren und auch schlecht gespielt hatten«, erklärte Mörlens Trainer Kevin Dannwolf und ergänzte: »Das ist uns weitestgehend gelungen.« In der torarmen Begegnung schafften es die Gastgeber nach Auffassung ihres Coaches, die Florstädter mit einer sehr variablen Abwehr in Schwierigkeiten zu bringen. »Unser Manko war die Chancenauswertung. Wir haben 18 Bälle verworfen, dazu ca. elf technische Fehler gemacht. Das ist viel zu viel«, räumte Dannwolf aber auch ein. Noch weniger zufrieden mit dem Auftritt seiner Schützlinge war Gästetrainer Thorsten Dietzel, der feststellte: »Von zwei nicht guten Mannschaften waren wir die schlechtere. Aktuell kriegen wir nichts auf die Platte. Das Spiel war sehr verkrampft und ideenlos.« Allerdings erwischte Florstadt/Gettenau den besseren Start und lag nach 20 Minuten mit 7:4 vorn, kassierte dann aber sechs Treffer in Folge. Nach dem 10:7 für Mörlen (33.) stellten die Gäste wieder den Gleichstand her. Nach 50 Minuten hieß es 14:14, doch dann gelangen den Mörlern durch Fabian Klug (2) und Johannes Möbs drei Tore in Folge. Danach brachten Lukas Peppler und Steffen Baumgartl Florstadt/Gettenau noch mal auf 16:17 heran, ehe Möbs mit seinem Treffer zum 18:16 den Schlusspunkt setzte.

Beste Torschützen / Mörlen: Wulf (6/5), Berger, Alt (je 3). - Florstadt/Gettenau: Peppler (6/3), Baumgartl (5).

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Nicht zu fassen war der Spielverlauf und die deutliche Wettertaler Niederlage für Trainer Sven Tauber. © Timo Jaux

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