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Komplizierte Vorbereitungen

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Von: Sascha Kungl

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Nach dem Klassenerhalt am vorletzten Spieltag der Vorsaison geht es für die A-Jugend des Karbener SV um Luca Veith auch in der anstehenden Spielzeit wieder primär um den Verbleib in Hessens höchster Liga. © Nicole Merz

(kun). Für die heimischen Teams in der Jugendfußball-Hessenliga fällt am Wochenende der Startschuss. Der Karbener SV ist in diesem Jahr mit zwei Mannschaften in Hessens höchster Spielklasse vertreten. Sowohl bei den A-Junioren als auch beim C-Junioren-Team setzt man dabei auf frischen Wind an der Seitenlinie, wobei der Klassenerhalt für beide Mannschaften oberste Priorität hat.

Die Karbener A-Junioren sind am Sonntag ab 14 Uhr zum Rundenauftakt bei der U19 des FSV Frankfurt zu Gast, während die C-Junioren am Samstag ab 14.30 Uhr den VfL Kassel empfangen. Erst in einer Woche startet die Saison für die B-Juniorinnen des SC Dortelweil, die nach dem Abstieg aus der Bundesliga nun im Kampf um die Meisterschaft in Hessens höchster Klasse mitmischen wollen.

A-Junioren, Karbener SV / Die Karbener haben eine intensive Vorbereitung hinter sich. »Wir haben sehr viele Trainingseinheiten absolviert. An einigen Tagen standen die Jungs zwei Mal auf dem Platz«, erklärt KSV-Coach Colin Koch, der gemeinsam mit Steffen Potter ein Trainerduo bildet. »Unser Ziel war es, die Mannschaft in der kurzen Zeit im körperlichen und taktischen Bereich weiterzuentwickeln und die Spielidee, die wir uns als Trainer zurechtgelegt haben, einzustudieren.« Unter der Leitung von Thorsten Don hatten sich die Karbener A-Junioren in der vergangenen Spielzeit erst am vorletzten Spieltag mit einem 4:1-Auswärtserfolg in Baunatal den Klassenerhalt gesichert.

»Die Vorbereitung lief grundsätzlich gut, war aber zeitlich nicht ganz einfach zu organisieren, da viele Spieler noch bis in den Juni hinein mit der U18 den Gruppenliga-Aufstieg erspielt haben. Somit konnten wir uns erst viel später als andere Teams auf die Runde vorbereiten«, hadert Koch. »Primäres Saisonziel ist der Klassenerhalt.« Für den Verein sei es wichtig, junge Spieler taktisch und technisch gut auszubilden, sodass sie sich später im Seniorenbereich problemlos einfinden.

Personell muss das neue Karbener Trainerduo den Abgang von Leon Biedenbach kompensieren, der sich der SG Ober-Erlenbach angeschlossen hat. Demgegenüber stehen mit Ben Geissinger, Lasse Tittel und Nils Zingrebe vom FC Erlensee, Abel Anafi von der SG Bornheim GW sowie Lennard Fröhlich und Veljko Vlajic aus der eigenen U17 sechs Zugänge. »Von unseren Neuen erwarten wir, dass sie uns qualitativ auf ihren Positionen verstärken und die Konkurrenzsituation im Team vergrößern. Wir werden nur im Kollektiv erfolgreich sein. Der Kern des Teams spielt schon seit vielen Jahren zusammen. Innerhalb der Mannschaft spürt man einen großen Zusammenhalt und eine gewisse Gier auf die neue Saison«, blickt Koch der neuen Runde zuversichtlich entgegen. Einen klaren Favoriten hat der neue Karbener Übungsleiter nicht ausgemacht. »In den letzten Jahren hat der SV Wehen Wiesbaden immer eine starke Mannschaft gestellt, die sicher auch dieses Jahr oben mitspielt.«

C-Junioren, Karbener SV / Im Lager der Karbener C-Junioren hat man sich im Hinblick auf die neue Runde den Klassenerhalt als primäres Saisonziel auf die Fahnen geschrieben. KSV-Coach Carsten Borngräber, der das Traineramt im Sommer von Laurent Arena übernommen hat, sieht seine Mannschaft als klaren Außenseiter. »Unser Ziel ist es, nicht abzusteigen. Wir sind der Underdog der Liga und wollen versuchen, die Favoriten zu ärgern«, erklärt Borngräber, der den SV Darmstadt 98, die TSG Wieseck, den KSV Baunatal und Eintracht Frankfurt als Favoriten ausgemacht hat. »Dieses Quartett wird den Aufstieg unter sich ausmachen«, ist der Karbener Übungsleiter überzeugt.

Urlaubsbedingt verlief die Vorbereitung durchwachsen. »Wir haben dennoch Fortschritte gemacht, die man mittlerweile auf dem Platz sieht«, erklärt Bornträger, der mit Leon Weber, Vincent Werth, Aryan Aman, Diego Pfeiffer, Johann Kelen Yo, Leon Franz und Tom Hoffmann sieben Zugänge begrüßen kann. Demgegenüber stehen die Abgänge von Moritz Hantschel, Jannis Belge, Stefan Stanisic, Dennis Tsioros und Antonio Pervan. »Wir haben im Sommer viel für das Teambuilding gemacht, um die Neuzugänge zu integrieren und die Jungs zusammenzuschweißen«, verrät Bornträger.

B-Juniorinnen, SC Dortelweil / Nach dem Abstieg aus der Bundesliga Süd wollen sich die B-Juniorinnen des SC Dortelweil in diesem Jahr in Hessens höchster Klasse neu aufstellen. Personell hat die Mannschaft einen großen Umbruch hinter sich. Mit Ausnahme von Mara Magdalena Hambrock, Marlene Biesenberger, Elea Noemi Stachnowski, Lina Zeller und Esther Schmedding haben alle Spielerinnen der vergangenen Saison den Verein verlassen - die meisten in Richtung Mainz. Neuzugänge gab es während der Sommerpause nicht. »Wir haben fast alle Spielerinnen aus der U16 und U15 hochgezogen und freuen uns, mit einer Mannschaft aus Eigengewächsen in die neue Spielzeit zu gehen«, erklärt SCD-Coach Joschka Hobitz. »Die Trainer haben in den vergangenen Jahren einen guten Job gemacht und wirklich tolle Spielerinnen ausgebildet, die uns auf allen Positionen verstärken können. In der Breite haben wir eine gute Qualität und sind auf fast allen Positionen doppelt besetzt«, blickt der Dortelweiler Übungsleiter dem Start entgegen.

»Die Sommerpause war für uns ziemlich kurz«, erklärt Hobitz, dessen Team bereits kurz nach der abgelaufenen Bundesliga-Saison Anfang Juni mit der Vorbereitung begonnen hat. »Lediglich drei Wochen haben wir den Mädels zum Durchschnaufen gegeben, in denen sie sich mit Laufplänen und Workouts fitgehalten haben. Die Vorbereitung lief entsprechend zufriedenstellend. Wir konnten sehr konzentriert mit der Mannschaft arbeiten«, zeigt sich der Coach zufrieden. »Die Saisonziele sind schwer zu definieren, da wir die Gegner nicht allzu gut kennen. Mit Wiesbaden ist ein kompletter Neuling in der Liga. Unser Anspruch ist es, uns in der Hessenliga als Topmannschaft zu etablieren und immer in Schlagdistanz zum ersten Platz zu sein«, erklärt Hobitz, der die Teams aus Wetzlar und Gläserzell ebenfalls ganz oben erwartet. »Wir gehen von einem Vierkampf aus, wobei Gläserzell als Vorjahresmeister der Favorit ist.«

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Mara Hambrock ist eine von nur fünf Spielerinnen, die in der Vorsaison schon zum Dortelweiler Kader gehörten. KSS © Jürgen Keßler

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