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EC Bad Nauheim: »Heimsieg« in Krefeld

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Von: Michael Nickolaus

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Alle in Rot: Wie eine Wand zeigen sich die 700 Fans des EC Bad Nauheim lautstark beim Zwischenstopp der 13 Busse an der Autobahn-Raststätte Overrath. © Andreas Chuc

Der EC Bad Nauheim zeigt in Krefeld seine bis dato beste Saisonleistung. 700 Fans aus der Wetterau haben die Roten Teufel im Rheinland lautstark unterstützt.

(mn). »Heimsieg« in Krefeld! Der EC Bad Nauheim feiert am Sonntagabend - unterstützt von 700 lautstarken Fans aus der Wetterau - einen 4:1 (2:0, 0:1, 2:0)-Erfolg beim DEL-Absteiger im Rheinland. Und das auch hoch verdient. Zum Abschuss des ersten Hauptrunden-Viertels der Deutschen Eishockey-Liga 2 haben die Roten Teufel ihre bis dato beste Saisonleistung gezeigt. Eine Torschussbilanz von 42:27 für die Hessen spiegelt die Spielanteile gut wider. Andreas Pauli hatte vor 4411 Zuschauern in der Yayla Arena seinen ersten Saison-Treffer erzielt. Außerdem waren Taylor Vause, Fabian Herrmann und abschließend Jordan Hickmott für die Wetterauer erfolgreich. Ein starke Leistung zeigte obendrein Torwart Felix Bick.

»Wir waren bereit. Von Torwart bis zur vierten Reihe. Wir haben Krefeld sehr wenig Luft zum Atmen gegeben. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft«, freute sich Harry Lange, der Trainer des EC Bad Nauheim, über den nun dritten Drei-Punkte-Erfolg binnen sechs Tagen. Für Krefeld resümierte Sergey Saveljev als Geschäftsführer, Sportlicher Leiter und Interimstrainer in Personalunion: »Wir wollten es anfangs zu schön machen.« Am Montag wird der frühere Nationalspieler und spätere DEL-Coach Peter Draisaitl als Trainer seine Arbeit bei den Krefeld Pinguinen aufnehmen.

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Andreas Pauli, bedrängt von Philip Riefers, drückt den Puck zur 1:0-Führung für den EC Bad Nauheim in das Tor von Sergei Belov. © Andreas Chuc

»Uns schickt der Teufel« war auf einem Banner zu lesen, dass den eindrucksvoll in »Rot« getauchten Gäste-Block zierte. Zwar hatte Ex-Nationalspieler Marcel Müller bereits nach wenigen Sekunden das leere Tor vor Augen, danach bestimmte aber der Gast aus der Wetterau weitgehend den Takt. Erstaunlich, wie oft und wie lange es den Roten Teufeln gelungen ist, die Hausherren in deren Abwehrzone festzusetzen. Zwei Powerplay-Situationen in den ersten zehn Minuten spielten den Hessen natürlich in die Karten. Andreas Pauli stocherte in seiner ihm typischen Art und Weise den Führungstreffer im Rebound über die Linie (10.) als die Strafe soeben abgelaufen war. Stark verteidigte Bad Nauheim anschließend die erste Unterzahl-Situation und konnte kurz vor der Drittelpause, während des dritten Powerplays, nachlegen. Diesmal hatte Vause den Puck im Slot reingearbeitet.

Eine Unkonzentriertheit der Gäste nutzte Krefeld direkt nach der Pause zum Anschluss durch Pascal Zerressen. Bad Nauheim blieb unbeeindruckt, entfachte immensen Druck, kreiierte in einem turbulenten Abschnitt reichlich Torchancen. Die beste Möglichkeit hatte Tim Coffman, der den Puck aber aus kurzer Distanz tatsächlich irgendwie am Tor vorbeischob (40.). Bei Krefeld war Torhüter Sergej Belov wegen Problemen mit dem Schlittschuh da bereits vom Eis gegangen. der junge Matthias Bittner kam zu seinem ersten DEL2-Spiel.

Krefeld forcierte im Schlussdrittel das Spiel auf den Körper. Eine Drei-auf-eins-Situation schloss Herrmnn mit dem dritten Gäste-Treffer ab, auf der Gegenseite parierte Bick gegen Mouillierat, Magwood und Koch. Schließlich blockte Huba Sekesi einen Müller-Schuss spektakulär auf der Torlinie (50.). Bad Nauheim überstand auch das zweite Unterzahlspiel und hatte - als Krefeld den Torwart gezogen hatte - mit einem Feldspieler weniger gleich reihenweise Torchancen. Schließlich setzte Hickmott den Schlusspunkt.

Krefeld Pinguine: Belov (ab 29. Bittner) - Zerressen, Tiffels, Trinkberger, Riefers, Bappert, Mayr, Söll - Magwood, Mouillierat, Müller, Weiß, Koch, Miller, Niederberger, Fischer, Krymskiy, Shatsky, Lewandowski, van der Venn.

EC Bad Nauheim. Bick - Schmidt, Erk, Sekesi, Köhler, Seifert, Wachter, Hafenrichter - Wörle, Coffman, Hickmott, Herrmann, Vause, Pollstrone, Pauli, El-Sayed, Körner, Bartuli, Cerny, Niedenz.

Im Stenogramm / Tore: 0:1 (12.) Pauli (El-Sayed, Wörle), 0:2 (20.) Vause (Schmidt, Pollastrone - PP1), 1:2 (21.) Zerressen (Müller, Mouillierat), 1:3 (49.) Herrmann (Vause, Köhler9, 1:4 (60.) Hickmott (Wörle - EN). - Schiedsrichter: Klein/Steingross. - Strafminuten: Krefeld 6, Bad Nauheim 4. -Zuschauer: 4411.

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