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Marco Weber (rechts) hat den FC Kaichen mit 31 Toren die die Spitze der Kreisliga A geführt. Links: Patrice Krämer vom SV Germania Ockstadt.

Fussball-Kreisliga A

Kreisliga A: Ein Duo eilt davon

  • VonSascha Kungl
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Der FC Kaichen und die SG Wohnbach/Berstadt haben sich in der Fußball-Kreisliga A abgesetzt. Zum Auftakt 2022 treffen die beiden Klubs im direkten Duell aufeinander.

Nach 17 pflichtspielfreien Wochen beginnt für die 16 Klubs der Fußball-Kreisliga A Friedberg an diesem Wochenende die Rückrunde der Saison 2021/22. Der Auftakt hat mit dem Gipfeltreffen zwischen Spitzenreiter FC Kaichen und dem Tabellenzweiten SG Wohnbach/Berstadt gleich einen ersten richtungsweisenden Höhepunkt zu bieten. Beide Vereine hatten der bisherigen Spielzeit ihren Stempel aufgedrückt.

Die von vielen Experten im Vorfeld als Topfavorit auf den Aufstieg in die Kreisoberliga gehandelten Kaichener konnten die in sie gesetzten Erwartungen an den bisherigen 15 Spieltagen bestätigen. Acht Punkte beträgt der Vorsprung der Elf von Spielertrainer Marcel Kopp auf den ersten und einzigen echten Verfolger, der seinerseits auf das Verfolgertrio aus Schwalheim, Kloppenheim und Ober-Hörgern ein komfortables Zehn-Punkte-Polster vorzuweisen hat. Ob die Konkurrenz den beiden Überfliegern die Aufstiegsränge in der zweiten Saisonhälfte noch einmal streitig machen kann, ist angesichts deren bestechender Form in der Hinrunde und des komfortablen Vorsprungs der beiden Klubs äußerst fraglich.

Die Verfolger aus Schwalheim und Ober-Hörgern werden nach einer erfolgreichen Hinrunde in erster Linie froh sein, sich in tabellarisch sicheren Gefilden zu befinden, nachdem man in den vergangenen Spielzeiten noch gegen den Abstieg kämpfte. Ernsthafte Ambitionen nach oben dürfte eher der punktgleiche FSV Kloppenheim haben, der bereits in der Vorsaison seine Qualität andeutete. Zum Zeitpunkt des coronabedingten Rundenabbruchs stand die Elf von Trainer Siegbert Freienstein an der Tabellenspitze.

Von den hinteren Plätzen dürfte der Druck auf das Verfolgertrio in der Rückrunde aber ebenfalls steigen. Mit einer beachtlichen Erfolgsserie von sechs Siegen und einem Unentschieden aus den letzten sieben Partien vor der Winterpause kletterten die Fußballer des TuS Rockenberg aus den Tiefen des Tabellenkellers bis auf Rang sechs. Vor der Saison war die Elf von TuS-Coach Peter Morbe zu den heißesten Kandidaten im Kampf um die Aufstiegsplätze gezählt worden. Wenn die Rockenberger ihren Aufwärtstrend weiter fortsetzen, können sie den in sie gesetzten Erwartungen trotz eines gründlich verpatzten Saisonstarts in der Rückrunde durchaus noch gerecht werden. Mit nur drei Zählern aus den ersten acht Begegnungen stand der TuS punktgleich mit dem FC Nieder-Florstadt am Tabellenende, ehe der 3:0-Heimerfolg im Kellerduell gegen die Nieder-Florstädter die Wende bedeutete.

Punktgleich mit den Rockenbergern steht der SV Germania Ockstadt auf Platz sieben. Mit fünf Neuzugängen sind die Kirschendörfler Spitzenreiter in Sachen Wintertransfers, was darauf schließen lässt, dass man in der zweiten Saisonhälfte noch einmal oben angreifen will. Emre Altuncicek (FC Olympia Fauerbach), Fabio Inverso (SV Rosbach), Batuhan Demiral (FC Ober-Rosbach) sowie Christian Scheel und Muzaffer Ocak (beide SV Nieder-Weisel) verstärken die Germanen in der Rückrunde.

Nur einen Zähler hinter den beiden Teams aus Rockenberg und Ockstadt rangiert das punktgleiche Trio aus Ober-Mörlen, Groß-Karben und Beienheim. Alle drei Klubs hatte man vor der Saison weiter oben erwartet. Angesichts von vier Punkten Rückstand auf den dritten Tabellenplatz lässt sich dieses Bild aber schnell korrigieren.

Für den SV Hoch-Weisel und den FC Nieder-Florstadt wird es zunächst darum gehen, sich nach unten abzusichern und den Abstand zu den Abstiegsrängen zu vergrößern, der aktuell nur sechs bzw. sieben Punkte beträgt. Während Nieder-Florstadts Trainer Daniel Contin die insbesondere zu Rundenbeginn noch vorhandenen physischen Defizite seiner Elf nach der langen Coronapause als Hauptfaktor für das schwache Abschneiden seiner Elf ausgemacht hat, plagten Hoch-Weisels Spielertrainer Jan Eric Dreikausen über die gesamte Hinrunde hinweg große Personalsorgen. In der Rückrunde wollen beide Klubs möglichst früh die nötigen Punkte sammeln, um sich vom Quartett am Tabellenende abzusetzen.

Zwischen dem punktgleichen Trio aus Trais, Oppershofen und Steinfurth sowie Schlusslicht Heilsberg zeichnet sich ein spannender Abstiegskampf ab, der mit dem direkten Duell der Kellerkinder aus Trais und Oppershofen zum Rückrundenauftakt am Sonntag seinem ersten Höhepunkt entgegensteuert.

Dieser Artikel stammt aus der Wetterauer Zeitung.

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