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Kreispokal: Wie der FC Karben im Finale gegen Türk Gücü überraschen will

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Von: Michael Nickolaus

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Schlüsselspieler im Pokal-Finale? Hessenliga-Torjäger Noah Michel von Türk Gücü Friedberg. © Timo Jaux

Türk Gücü Friedberg geht als Hessenligist und Titelverteidiger in das Finale um den Kreispokal. Doch sprechen auch Argumente für Außenseiter FC Karben.

Im Fußballkreis Friedberg wird am Donnerstag nach Rodheim geblickt. Der Kreispokal-Endspieltag mit den Finalpartien der Ü35 (VfB Friedberg - SV Nieder-Weisel, 15 Uhr) und der Aktiven (Türk Gücü Friedberg - FC Karben, 17.30 Uhr) beschließt die Saison im Senioren-Spielbetrieb.

Türk Gücü Friedberg geht dabei favorisiert in die Begegnung. Der Hessenligist hat drei der vergangenen vier Kreispokal-Wettbewerbe gewonnen. Allerdings: Für den aktuell ranghöchsten Klub hatte die Meisterschaftsrunde bereits Ende Juni geendet. Der Großteil der Mannschaft ließ auf Mallorca die Saison ausklingen. Erst am Montag dieser Woche hatte Enis Dzihic wieder zum Training geladen. »Der Termin liegt für uns natürlich ungünstig«, sagt der TGF-Coach, der den Verein mit einer Serie von sechs Siegen und vier Remis seit seinem Amtsantritt zum Klassenerhalt geführt hatte. Bereits am Sonntag in einer Woche solldie Vorbereitung auf die vierte Hessenliga-Saison beginnen.

Felix Koob, der Stamm-Torwart, wird fehlen (Urlaub), Masih Saighani spielt aktuell mit der Nationalmannschaft von Afgahnistan um die Qualifikation zum Asien-Cup, und Daniel Henrich und Nils Knecht werden krankheitsbedingt wohl nicht zur Verfügung stehen. »Wir haben vielleicht nicht unsere Top-Elf zusammen, dennoch müssen wir als Hessenligist die Favoritenrolle annehmen. Jeder in unserem Kader hat den Anspruch, Hessenliga-Spieler zu sein. Jetzt können’s diese Jungs auch zeigen«, sagt Dzihic, der natürlich auch seine persönliche Erfolgsstory weiterführen möchte. »Der letzte Eindruck bleibt im Kopf. Und wir wollen mit einem guten Gefühl in die Pause gehen.«

Vom FC Karben spricht der frühe Profi-Kicker mit großen Respekt, hat den Gegner in dessen letzten Gruppenliga-Spiel am Sonntag gegen Königstein (0:3) beobachtet. »Das ist eine junge Mannschaft. Die können laufen, die können kämpfen und die haben auch spielerisches Potenzial«, war der TGF-Coach angetan. Beim Kreisstadt-Klub hat man zudem in dieser Saison erkannt, welche Türen ein Kreispokal-Erfolg öffnen kann. Hessenpokal-Siege in Oberau und Wald-Michelbach bescherten der Wetterau ein Fußball-Fest auf dem Burgfeld. Im Drittrundenspiel sahen 800 Zuschauer einen Flutlicht-Erfolg gegen den Drittligisten SV Wehen-Wiesbaden.

Kreispokal-Finalist FC Karben hat am Sonntag die Gruppenliga-Saison auf Platz sieben abgeschlossen, nur ein Punkt trennt nach zuletzt zwei Niederlagen von Position fünf. »Grundsätzlich können wir sehr zufrieden sein. Die kontinuerliche Entwicklung der jungen Mannschaft über die Saison hinweg war erkennbar«, sagt FCK-Coach Karl-Heinz Stete, der zuletzt Yannick Alter aus dem Spiel nehmen musste. Auch Jan Abel sei angeschlagen. Er werde im Training genau hinschauen, sagt Stete angesichts des breiten Kaders, in dem jeder auf dieses Finale brenne. »Vor einem solchen Spiel muss ich niemanden motievieren.« Die Null solle lange stehen, Spielglück gehöre ebenso dazu wie TGF-Torjäger Noah Michel (28 Hessenliga-Tore) außer Form. »Wir müssen unsere Hausaufgaben machen, eng und gestaffelt stehen, Standards vermeiden - und vielleicht gibt’s ja doch ein kleines Pokal-Wunder. Wie es gehen kann, hat die Eintracht ja vorgemacht«, sagt der FCK-Trainer.

Der Weg ins Finale

Türk Gücü Friedberg / TFV Ober-Hörgern (kampflos), SV Nieder-Wöllstadt (5:1), SC Dortelweil (2:0), SKV Beienheim (2:1).

FC Karben / FSG Wisselsheim (kampflos), VfB Friedberg (kampflos), FSV Kloppenheim (2:1), SG Wohnbach/Berstadt (6:2), Spvgg. 08 Bad Nauheim (4:3).

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Abwehr-Chef beim FC Karben: Ramil Taitschinov. © Nicole Merz

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