1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Letzte Chance für Nieder-Weisel?

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Sascha Kungl

Kommentare

_3aSPOLSPORT221-B_113036_4c
Eine Szene aus der Hinrunde: Der Weiseler Manuel Volp traf vergangenen Sonntag viermal. Hinter dem Einsatz von Erkan Gök (l., O.-Wöllstadt) steht noch ein Fragezeichen. © Nicole Merz

(kun). Gipfeltreffen am Wiesengrund: In der Fußball-Kreisoberliga Friedberg empfängt der Tabellenzweite SV Nieder-Weisel am Sonntag ab 15.30 Uhr den Spitzenreiter TSG Ober-Wöllstadt zum möglicherweise vorentscheidenden Duell im Kampf um die Meisterschaft. Acht Punkte beträgt das Polster der Gästeelf von Spielertrainer Harez Habib aktuell auf den ersten Verfolger.

Bei einem Auswärtserfolg im Butzbacher Stadtteil dürfte den »Blauen« der Titel und der Aufstieg in die Gruppenliga Frankfurt-West kaum noch streitig zu machen sein.

Die Generalprobe in der Liga für das Spitzenspiel am Sonntag ist beiden Mannschaften geglückt. Den Tabellenführer aus Ober-Wöllstadt ereilte im Kreispokal am Mittwoch zwar das Aus gegen den SKV Beienheim, zum Rückrundenauftakt am vergangenen Wochenende fuhr man jedoch einen souveränen 6:0-Erfolg gegen den FC Rendel ein. Die Nieder-Weiseler machten es im Auswärtsspiel bei der Spvgg. 08 Bad Nauheim noch deutlicher (8:0). »Nach dem souveränen Auftakterfolg in der Vorwoche, bei dem alle eingesetzten Spieler eine Topleistung gezeigt haben, gibt es für mich keinen Grund, am Kader oder der Startelf etwas zu ändern. Wir wollen nahtlos an die Leistung gegen Bad Nauheim anknüpfen und unser erstes Pflichtspiel vor eigenem Publikum in diesem Jahr gewinnen«, gibt sich Nieder-Weisels Trainer Gökhan Kocatürk kämpferisch. »Auch wenn wir wissen, dass mit Ober-Wöllstadt das Maß aller Dinge nach Nieder-Weisel kommt, wollen wir natürlich auch diese Partie siegreich gestalten und damit verhindern, dass das Meisterschaftsrennen bereits vorzeitig entschieden ist.«

Einen Vorteil für seine Elf aufgrund des Naturrasens in Weisel sieht Kocatürk derweil nicht. »Zwar sind die Gäste ihren heimischen Kunstrasen gewohnt, wir konnten allerdings seit der Winterpause bis heute nicht ein einziges Mal auf unserem Platz trainieren, von daher fällt dieser kleine, aber nicht unwichtige Vorteil für uns leider weg.« Verzichten müssen die Hausherren auf Marius Milek (privat verhindert), Pascal Rohe (Handverletzung), Yannik Schäfer (erkältet), Torben Roth (Knieverletzung), Ilja Tezkow (Knöchelverletzung), Tom Kette (Sprunggelenksverletzung) und Justin Weigel (Fußverletzung) sowie Adrian Vogt und Fabian Kallenbach, die beide für ihre Heimatvereine im Einsatz sind. Hinter dem Mitwirken von Marcel Belke (Fußverletzung) und Bennet Wittig (Knieprobleme) stehen noch Fragezeichen.

Gästecoach Harez Habib sieht den Druck, gewinnen zu müssen, indes ganz klar aufseiten des Tabellenzweiten. »Wenn sie im Kampf um die Meisterschaft noch einmal angreifen wollen, müssen sie auf Sieg spielen. Für uns ist das Gastspiel in Nieder-Weisel das zweite von 13 Endspielen. Mit dem Sieg gegen Rendel haben wir den ersten Schritt gemacht und wollen am Sonntag den zweiten gehen«, erklärt der Ober-Wöllstädter Übungsleiter, der unabhängig vom Ausgang des Gipfeltreffens nicht von einer Entscheidung im Meisterschaftskampf sprechen will. »Für mich sind die Hausherren in der Favoritenrolle. Zum einen kommt ihnen der tiefe Naturrasen entgegen, zum anderen haben wir mit einigen Personalsorgen zu kämpfen«, erklärt Habib, der um den Einsatz von Alper Gökalp, Tim Menges, Alexander Döring, Nico Loppe, Erkan Gök, Hannes Bechtloff, Max Brauburger und Gennaro Grazioso bangt.

Eine Etage tiefer - in der Kreisliga A Friedberg - hat der TFV Ober-Hörgern den Rückstand auf den zweiten Tabellenplatz durch den 3:1-Heimerfolg zum Rückrundenauftakt gegen den SSV Heilsberg am vergangenen Wochenende auf sieben Punkte verkürzt und damit dem Rennen um den zweiten Aufstiegsplatz neue Spannung verliehen.

Am Sonntag gastiert die Elf von TFV-Spielertrainer Christian Teschner ab 15.30 Uhr beim SV Germania Ockstadt. Mit Blick auf die Tabelle ist das Duell zwischen beiden Teams ein echtes Spitzenspiel - lediglich drei Zähler trennen die Klubs aktuell voneinander. »Auch wenn ich mich normalerweise gerne in Understatement übe, bin ich froh darüber, dass wir uns diese Ausgangslage geschaffen haben und aktuell zur Spitzengruppe der Liga gehören. Gleichzeitig wissen wir aber auch, dass es mit zwei, drei Niederlagen in Serie genauso schnell wieder nach unten gehen kann«, warnt Teschner, dessen Elf im Hinrundenspiel eine 0:3-Heimniederlage hinnehmen musste. »Die Niederlage gegen Ockstadt in der Hinrunde ist mir nach wie vor ein Dorn im Auge, da wir sicherlich nicht um drei Tore schlechter waren als der Gegner«, erklärt der Ober-Hörgerner Übungsleiter, der beim Gastspiel seiner Elf im Kirschendorf mit einer Punkteteilung zufrieden wäre.

Auch interessant

Kommentare