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Matschke bleibt positiv

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(ra). An die Qualifikation für den Handball-Europapokal verschwendet die HSG Wetzlar keinen Gedanken mehr. Im Bundesliga-Hessenduell bei der MT Melsungen gilt es am Mittwoch (19.05 Uhr), die Ausfälle von Till Klimpke und Stefan Cavor zu kompensieren und mit Geduld und Willen an die jüngst guten Leistungen in der Fremde anzuknüpfen.

Wer Benjamin Matschke, den Trainer der HSG Wetzlar, kennt, der weiß, dass er keiner ist, der das Haar in der Suppe sucht, der möglichst wenig negative Energie an sich heranlässt. Auch wenn er nach dem Samstag-24:27 gegen den SC DHfK Leipzig erklärte, »Europa war schon nach der Nachricht von Stefan Cavors Kreuzbandriss aus meinem Kopf«, so saugt er sich zugleich auch wieder voll mit positiver Energie.

Vor dem Hessenderby in Melsungen hadert der Coach denn auch nicht mit der Verletzungsmisere, trauert nicht verpassten Gelegenheiten nach, bläst die jüngste Heimschwäche nicht zum Fluch auf. Matschke erinnert lieber an die tollen Aufritte bei den RN Löwen, der TSV Hannover-Burgdorf und in Balingen.

Dennoch: Seit der Rückkehr der Zuschauer und vor allem seit der Rückkehr der Vollauslastung wirkt das Wetzlarer Team verkrampft, nicht mehr befreit. Spielmacher Fredriksen steuert viel, trifft aber nicht immer gute Entscheidungen. Auf den Halben nehmen sich Lenny Rubin und Cavor zu oft schlechte Würfe. An den Kreis kommen immer öfter schwer zu verarbeitende Bälle. Es fehlen Klarheit in den Aktionen, Überzeugung im Auftreten, Effektivität im Abschluss.

Der Auftritt gegen Leipzig hatte sicher auch etwas mit den Schock-Nachrichten von Till Klimpke und Cavor zu tun, war aber auch die Fortsetzung der zuvor schon mit einer Mängelliste behafteten Heimauftritte. In der Zuschauer-Tabelle der Liga rutschte Wetzlar zudem auf Rang 13.

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