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McCullum soll in die Bresche springen

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Von: Markus Konle

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Die Gießen 46ers um Florian Koch (l.) und den neuen Kapitän Kendale McCullum (r.) wollen am Samstagabend gegen die Hamburger Defensive (im Hinrundenspiel mit v. l. Seth Hinrichs, Maik Kotsar, Jaylon Brown) bestehen. © Imago Sportfotodienst GmbH

(kus). Bei den Gi eßen 46ers kehrt keine Ruhe ein. Auch wenn der Basketball-Bundesligist seit der Niederlage gegen Göttingen zwei Wochen Zeit hatte, um im Training an seinen Defiziten zu arbeiten und sich auf das Spiel gegen die Hamburg Towers am Samstagabend (20.30 Uhr/MagentaSport live) vor zugelassenen 170 Zuschauern in der Osthalle vorzubereiten.

Vor allem der Wechsel von John Bryant in der Vorwoche zum Mitteldeutschen BC verlief nicht geräuschlos und beschäftigt die Fans. Zumal der Center Anfang der Woche in einem Podcast gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber nachkartete und unter anderem fehlende Teamchemie bei den 46ers beklagt hat. Einige Fragen hatten die Anhänger für die obligatorische Pressekonferenz der 46ers vor der Heimpartie rund um den Bryant-Abgang über die Sozialen Medien eingereicht - aber Geschäftsführer Sebastian Schmidt bügelte das Thema ab: »Zu John Bryant werde ich keine Fragen beantworten, weil ich nicht nachtreten möchte.« Und Trainer Pete Strobl kamen nur nette Worte für den Ex-Kapitän über die Lippen: »Er ist ein guter Kerl, ein guter Spieler.«

Der Blick bei den 46ers geht nach vorne - und auf die Hamburger, die mit zehn Siegen aus 16 Begegnungen als Tabellensiebter in die Osthalle kommen. Am Dienstag gastierten die Towers noch im Euro-Cup bei Partizan Belgrad - und erhielten vor 5000 Zuschauern bei der 77:102-Niederlage eine Lehrstunde vom Titel-Kandidaten - was aber nichts am Favoriten-Status der Hamburger in der Osthalle ändert.

Die Lage der Mittelhessen ist ernst. Die 46ers (6:26 Punkte) sind Vorletzter vor den Baskets Oldenburg (4:22), die sich am Dienstag von ihren Trainer Mladen Drijencic getrennt haben. Vorerst übernimmt der bisherige »Co« Alen Abaz die Mannschaft, die ihr zweifellos großes Potenzial noch nicht abrufen konnte. Vor Gießen sind Würzburg (6:22), der MBC (10:24) und Frankfurt (10:20) in Sichtweite, auch wenn die Tabelle nach zahlreichen Corona-Absagen ein schiefes Bild abgibt.

Die 46ers haben weiterhin zwei Kapitäne. Für den abgewanderten Bryant wurde Kendal McCullum gewählt, berichtete Strobl. Der US-Amerikaner ist der derzeit beste und konstanteste Akteur der 46ers, der von seinem Trainer als Leader auf dem Feld geschätzt wird. Neben McCullum ist Dennis Nawrocki der zweite Spielführer.

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