Mit Rückenwind gen Norden

(vre). Die Erle ichterung bei der HSG Wetzlar nach dem ersten Auswärtssieg der laufenden Spielzeit in der Handball-Bundesliga war groß. Mit 27:17 hatten die Mittelhessen den Bergischen HC in einem kräftezehrenden Match in die Knie gezwungen. Nun steht am Sonntag um 16 Uhr die nächste Auswärtspartie für Benjamin Matschke und sein Team auf dem Programm.

Und der Gegner ist kein anderer als die SG Flensburg-Handewitt, deren letztes Bundesliga-Spiel aufgrund von mehreren Corona-Fällen im Team verlegt werden musste.

Auch wenn die SG seit Jahren zur Elite im deutschen und europäischen Handball zählt, will und kann die HSG mit viel Rückenwind in den hohen Norden reisen. Noch dazu können die Grün-Weißen - bis auf Filip Mirkulovski (Bänderriss) - mit dem kompletten Kader antreten.

Wird der Statistik Glauben geschenkt, sieht es nicht besonders rosig aus für die Wetzlarer. In bisher 46 Bundesliga-Auseinandersetzungen zwischen beiden Mannschaften gelangen den Flensburgern 39 Siege. Fünfmal trennten sich beide Teams unentschieden, und nur zweimal war die HSG erfolgreich. Dabei liegt der letzte Sieg schon gute sechs Jahre zurück. Doch dies ist noch lange kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken.

Die SG steht derzeit auf dem fünften Platz und hat bei sechs Erfolgen und zwei Unentschieden schon zwei Niederlagen auf dem Konto. Auch wenn Flensburg noch kein Heimspiel verloren hat, weiß HSG-Trainer Matschke, dass am Sonntag durchaus etwas Zählbares drin sein kann: »Wir wissen, dass Flensburg eine hohe Hürde sein wird. Aber auch der Bergische HC war vorher zu Hause noch ungeschlagen. Das kann so schnell gehen wie die Ergebnisse zeigen. Außerdem kommt ein Teil der SG aus der Quarantäne zurück, der Rest hat Donnerstag noch in Bukarest gespielt. Da müssen wir schauen, wer überhaupt dabei sein wird.«

Dieser Artikel stammt aus der Wetterauer Zeitung.

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