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Mörlen mit solidem Heimabschluss

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Von: Harold Sekatsch

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Mit einer tollen Parade wehrt der Mörler Torhüter Niklas König einen Siebenmeter von Jan Billek (Kirchhain/Neustadt) ab. FOTO: JAUX © Timo Jaux

(se). Der durch coronabedingte Verlegungen verwässerte Spielplan machte es möglich bzw. nötig, dass sich die MSG Florstadt/Gettenau am Donnerstag und am Freitag im Einsatz befand - und sich dabei auch noch mit demselben Kontrahenten duellierte. Die erste Partie in der Aufstiegsrunde der Handball-Bezirksoberliga bei der HSG Wettenberg II ging mit 36:

24 an das Team aus dem Gießener Westen. Tags darauf gelang in Florstadt beim 31:29 die Wetterauer Revanche. Die HSG Mörlen gewann ihre letzte Heimpartie gegen die HSG Kirchhain/Neustadt mit 32:29. Unterdessen sind an der Spitze die Würfel gefallen. So machte die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III den Titelgewinn perfekt.

In der Abstiegsrunde sind noch einige Fragen offen. Kommt es zu drei Absteigern, danach sieht es aus, so kann theoretisch noch der Rangzweite HSG Wetteral absteigen. Das Team von Trainer Sven Tauber unterlag zu Hause Spitzenreiter HSG Lumdatal II mit 25:28. Bereits abgestiegen sind die SG Rechtenbach und die HSG Marburg/Cappel.

Aufstiegsrunde / HSG Wettenberg II - MSG Florstadt/Gettenau 36:24 (18:13): »Bei uns ist einfach die Luft raus«, räumte hinterher MSG-Trainer Thorsten Dietzel ein, der in erster Linie monierte, dass seiner Mannschaft am Donnerstag im Angriff zu viele technische Fehler unterlaufen sind. Aber auch bei den Wettenbergern lief es zunächst nicht ganz so gut, denn bis zur elften Minute (7:7) standen sich die Mannschaften auf Augenhöhe gegenüber. HSG-Trainer Dragan Nenad reagierte, stellte die Deckung von 3:2:1 auf 6:0 um. Nun lief es besser bei den Hausherren, denen bis zur 20. Minute fünf Treffer in Folge gelangen. Nenad hob in diesem Zusammenhang Torhüter Jan Becker sowie den Mittelblock mit Valentin Quurck und Tristan Schnepp hervor. Nach dem 18:13 zur Pause zog die HSG bis zur 40. Minute auf 24:16 davon. Elf Minuten später führten die Gastgeber mit 32:20. Die Frage nach dem Sieger war also schon früh beantwortet. In den verbleibenden Minuten verwalteten die Gastgeber den Vorsprung, ohne den Handballern aus der Wetterau die Möglichkeit zu einer nennenswerten Resultatsverbesserung zu geben.

Beste Torschützen, Florstadt/Gettenau: Wenisch (7), Peppler (6), Baumgartl (3).

MSG Florstadt/Gettenau - HSG Wettenberg II 31:29 (14:14): »In diesem Spiel haben wir mehr Einstellung gezeigt«, berichtete MSG-Coach Thorsten Dietzel, der sich »für die Mannschaft« über den nicht unbedingt erwarteten Erfolg freute. Nahezu über die gesamte Spielzeit waren beide Teams gleichwertig, doch die Schlussphase gehörte den Hausherren. 28:28 lautete der Spielstand fünf Minuten vor dem Ende, ehe Florstadt/Gettenau durch Steffen Greife, Lukas Peppler und Steffen Baumgartl bis 40 Sekunden vor der Schlusssirene einen Drei-Tore-Vorsprung herauswarf. Gästeakteur Tobias Henkel brachte die Wettenberger 30 Sekunden vor dem Ende auf 29:31 heran, doch den Sieg der Hausherren konnte die HSG-»Zweite« nicht mehr in Gefahr bringen. Überragender Torschütze war bei der MSG Steffen Baumgartl, der nicht weniger als elf Treffer (alle aus dem Spiel heraus) erzielte. Nenad war nach der Partie am Freitagabend sauer, sprach aber auch von einem verdienten Sieg der Gastgeber, die »die zwei Punkte mehr wollten als wir«. Die Begegnung wurde nach Meinung des Wettenberger Trainers in der Abwehr verloren. 31 Gegentreffer sind in der Tat für eine Mannschaft, die zuvor 22 Gegentore im Schnitt hatte hinnehmen müssen, recht viel.

Beste Torschützen, MSG Florstadt/Gettenau: Baumgartl (11), Beppler (5/1), Wenisch (5).

HSG Mörlen - MSG Kirchhain/Neustadt 32:29 (15:11): Weitgehend zufrieden war Kevin Dannwolf mit dem Auftritt seiner Mannschaft. »Wir wollten noch einmal alles reinhauen«, berichtete der Trainer der Mörler. »Die Jungs haben alles gegeben und haben mit viel Leidenschaft gespielt. Ein Lob an die Mannschaft.« Allerdings musste Dannwolf doch eine Einschränkung machen: »Wir wollten die technischen Fehler minimieren. Und das ist uns nicht so gut gelungen.« Bis zur 22. Minute verlief die Partie ziemlich ausgeglichen (8:8), ehe die Gastgeber bis zur Pause eine Vier-Tore-Führung herauswarfen. Diesen Vorsprung verteidigte die HSG Mörlen im zweiten Spielabschnitt, führte vier Minuten vor dem Ende sogar mit 31:25, ehe die Handballer aus dem Marburger Ostkreis den Rückstand bis zum Ende auf drei Treffer reduzierten, freilich ohne den HSG-Sieg ernsthaft in Gefahr zu bringen.

Beste Torschützen, HSG Mörlen: Bischof (5/3), Berger, Alt (je 5).

Abstiegsrunde / HSG Wettertal - HSG Lumdatal II 25:28 (13:16): »Wir haben das gegeben, was an diesem Tag möglich war«, stellte Wettertals Trainer Sven Tauber hinterher fest, musste aber einräumen: »Dies war etwas zu wenig, um Lumdatal zu schlagen.« Möglich sei es aber gewesen. Lumdatals Trainer Fabian Hoepfner war verhindert, für ihn stand Eike Schuchmann in der Verantwortung. Demnach habe jeder Spieler Einsatzzeiten erhalten und jeder seinen Teil zu diesem Sieg beigetragen. »Wir wollten die Abstiegsrunde als Erster abschließen, und das ist uns gelungen. Das zeigt, dass die Mannschaft eine gute Entwicklung hingelegt hat«, freute sich Hoepfner über diesen Sieg. Zunächst lieferten sich beide Teams einen Kampf auf Augenhöhe. Bis zum 12:12 (25.) verlief die Partie ausgeglichen, ehe sich die Gäste auf 17:13 (32.) absetzten. Im zweiten Durchgang liefen die Wettertaler ständig einem Rückstand hinterher, hatten allerdings mehrfach den Ausgleich vor Augen, doch nach dem 23:24 (51.) zog Lumdatal bis zur 55. Minute auf 27:23 davon. In der hitzigen Schlussphase retteten die Gäste den Vorsprung ins Ziel.

Beste Torschützen, HSG Wettertal: Merlin Metzger (7), Florian Großmann (5), Boller (4).

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Bernhard Dietz von der HSG Mörlen kommt gegen Albert Walz (r., HSG Kirchhain/Neustadt) zum Abschluss. FOTO: JAUX © Timo Jaux

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