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Moral gezeigt, dennoch verloren

  • VonLeon Alisch
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(lab). Lange sah es am Ober-Rosbacher Eisenkrain nach einer deutlichen Sache aus, am Ende wurde es allerdings noch einmal richtig spannend. Dennoch musste Türk Gücü Friedberg in der Fußball-Hessenliga (Gruppe B) am Sonntagnachmittag eine 3:4 (0:1)-Niederlage gegen den SV Rot-Weiß Walldorf hinnehmen.

Insgesamt betrachtet waren die Gäste über viele Phasen hinweg das bessere Team und zeigten den Friedbergern vor allem körperlich und mental ihre Grenzen auf. Nach einem 3:0-Vorsprung Walldorfs kämpfte sich Türk Gücü gegen Ende zwar noch einmal zurück, konnte die Partie jedoch nicht mehr ausgleichen. »Unter Strich kann man von einem verdienten Sieg Walldorfs sprechen, vor allem wenn man die erste Halbzeit betrachtet«, erklärte Türk Gücü-Trainer Carsten Weber.

Die neuen Tabellenfünften aus Walldorf sind mit ihrem »Dreier« im Rennen um die Playoffs wieder voll dabei und untermauerten ihr Ziel von Beginn an: Mit aggressivem Pressing überrumpelten sie die Heimelf gerade zu und profitierten häufig von deren Fehlern. Nach einer Kopfballchance durch Demyan Imek (25.) schien sich Türk Gücü allerdings zu fangen. Die Partie wurde ausgeglichener - und dennoch erzielte Walldorf in der 40. Minute die Führung. Nach einem Konter legte Nico Struwe für Simon Geisler, der in der Mitte frei stand, auf - 1:0. »Diese Aktion haben wir eine Woche lang trainiert«, ärgerte sich Weber nach dem Spiel über das Gegentor.

Mit der zweiten Hälfte ging die Dominanz der Gäste weiter: Laurin Vogt netzte erst in Folge einer Freistoßflanke (53.) und dann im Anschluss an einen Gassenball (65.) zum 3:0. Bei den Friedbergern brannte nun der Baum.

Doch die Kreisstädter fanden zurück: Erst das 1:3 durch Noah Michel (67.) per Foulelfmeter, dann Daniel Henrich (69.) per Kopfball zum 2:3. Die Hoffnung schien zurück - bis Julian Ludwig (73.) einen Freistoß aus 30 Metern in den Winkel zirkelte - Torwart Felix Koob flog zwar, doch der Ball schlug ein und in Ober-Rosbach raufte man sich die Haare. Die Heimelf blieb zwar nach wie vor präsent, holte sich in der 89. Minute durch Henrich den 3:4-Anschlusstreffer - zum Ausgleich reichte es trotz erheblicher Anstrengung aber nicht mehr. Türk Gücü bleibt damit auf Rang neun der Tabelle und kann sich weiter auf die Abstiegsrunde im kommenden Jahr einstellen.

Türk Gücü Friedberg: Koob; Demir (60. Mahmudov), Henrich, Eren, Hyodo, Fukuhara, Kilic, Schorr, Imek (62. Lee), Häuser, Michel.

SV Rot Weiß Walldorf: Darmstädter; Herberg, Ludwig, Struwe (85. Konate Lüken), Kunert (74. Schneider), Vogt, Thomasberger, Matheisen, Borger, Dogan, ›Geisler (83. Deumlich).

Im Stenogramm / SR: Losinski (Hofgeismar). - Z.: 100. - Tore: 0:1 (40.) Geisler, 0:2 (53.) Vogt, 0:3 (65.) Vogt, 1:3 (67.) FE Michel, 2:3 (69.) Henrich, 2:4 (73.) Ludwig, 3:4 (89.) Henrich.

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Dieser Artikel stammt aus der Wetterauer Zeitung.

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